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Bosnisch-Herzegowinischer November

FR, 18. November – SA, 19. November 2016

Das Theater genießt einen hohen Stellenwert in Bosnien und Herzegowina – gerade auch unter widrigen Umständen und in schweren Zeiten.

Seit 1960 richtet Sarajevo jährlich das renommierte Theaterfestival MESS aus. In den Neunzigern, zur Zeit der Belagerung der Stadt, wurde das Sarajevoer Kriegstheater gegründet und von seinem Publikum trotz Lebensgefahr Abend für Abend besucht. Diese Tatsachen führen beispielhaft die Wertschätzung, die Offenheit und das hohe Interesse vor, welche dem Theater in Bosnien und Herzegowina entgegengebracht werden. An diese Tradition eines weltgewandten Theaters knüpfen heutige Theaterschaffende in Bosnien und Herzegowina an. Der Krieg, gerade einmal 20 Jahre vergangen, bildet dabei noch immer den Horizont, vor dem sich neue Erlebnisse sortieren, doch weist die künstlerische Entwicklung in Richtung einer Zukunft, die an das reiche Erbe des Landes anknüpft. Über 200.000 Menschen aus Bosnien und Herzegowina leben in Österreich und machen das Gesicht des Landes mit aus. Sie kamen in den 1960er-Jahren als Gastarbeiter/innen und vor allem in den 1990er-Jahren auf der Flucht vor dem Krieg. Einige gingen zurück, andere pendeln zwischen hier und dort. Der jahrhundertelangen Geschichte von Nachbarschaft und Austausch der beiden Länder, von Besatzung, Verflechtung, Verklärung, von Entgegenkommen, Anteilnahme und gegenseitiger Bereicherung werden neue Kapitel hinzugefügt.

Im Rahmen von Kulturjahr Österreich – Bosnien und Herzegowina 2016 präsentiert das Volkstheater ein Gastspiel einer aktuellen Theaterproduktion. Begleitet von einem Filmprogramm, Gesprächen und Musik wird das Volx/Margareten ein Wochenende lang zum Forum eines österreichisch-bosnisch-herzegowinischen Austauschs.

 

Projektleitung: Veronika Maurer, Mitarbeit: Enna Zagorac,
Beratung: Senad Halilbasic

Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres im Rahmen des Kulturjahres Österreich – Bosnien und Herzegowina 2016