VOLKSTHEATER - JEDEN TAG THEATER

Jeden Tag Theater.

Schreibwetter

Spielstätte: Schwarzer Salon, Weißer Salon

Junge österreichische Dramatik

Spielstätte: Schwarzer Salon, Weißer Salon

In Zusammenarbeit mit dem Thomas Sessler Verlag, Wien

Wie bringen wir unsere jüngsten Autoren auf die Bühne, wie machen wir ihre Namen bekannt, wie wecken wir die Neugier von Zuschauern und Theatern? Ein Weg ist, bei einer großen Bühne ein offenes Ohr zufinden und ein Forum zu schaffen. Gemeinsam werden wir an 3 Abenden jeweils 2 AutorInnen in szenischen Lesungen vorstellen:

1. Abend: Silke Hassler und Josef Bruckschlögl

Silke Hassler, 1969 in Klagenfurt geboren. Umfangreiche Tätigkeit als Dramaturgin, Librettistin, Herausgeberin und Verfasserin literaturwissenschaftlicher Texte. Ihre Debütstücke Qualifikationsspiel und Kleine Nachtmusik wurden mit dem Anerkennungspreis für Literatur des Landes Niederösterreich ausgezeichnet. Derzeit arbeitet sie an Auftragswerken für das Musiktheater. Silke Hassler zeichnet ihre Bühnenfiguren mit höchster Präzision, Schärfe und Humor.
Josef Bruckschlögl
, 1978 in Bad Ischl geboren, Quereinsteiger am Theater und Querdenker als Unternehmensberater. Mit 25 gründet er sein eigenes Beratungsunternehmen. Aus diesem Umfeld bezieht er seine Themen: Globalisierung, Arbeitslosigkeit, Sozialabbau, die Macht der Multikonzerne. In Zodiak thematisiert er die Globalisierungsfrage, nimmt militante Auseinandersetzungen fiktiv vorweg. In Ehe in 16 Bildern bekommt ein Spitzenverdiener das System, dem er überzeugt angehört hatte, als Arbeitsloser am eigenen Leib zu spüren. Bruckschlögl thematisiert unsere Furcht vor einem düsteren Zukunftsszenario, das längst eingetreten ist.

Aus den Stücken Qualifikationsspiel von Silke Hassler und Ehe in 16 Bildern sowie Zodiak von Josef Bruckschlögl lesen Anja Schiffel, Peter Becker, Alexander Strobele, Günther Wiederschwinger u.a.

23. November, 19.30 Uhr; Schwarzer Salon, Treffpunkt Bühneneingang Neustiftgasse 19.15 Uhr; Karten € 5

2. Abend: Catherine Aigner und Stephan Lack

Catherine Aigner, 1977 in München geboren; Ausbildung in den Bereichen Schauspiel und szenisches Schreiben. 2003 Finalistin der Werkstatttage des Burgtheaters Wien; 2006 Stipendiatin der Literar Mechana. Themen, die die junge Autorin immer wieder – Nicht vieles, Fünf im Koffer, Hinter Augen, Medea, Mann kann sie hören …! – verarbeitet, sind Isolation, Angst, gesellschaftliche Ausgrenzung und Sehnsucht nach Liebe. Ihre Texte sprühen voll eigenwilliger Phantasie. Ihre oft skurrilen Figuren lösen sich aus dem realen Umfeld und zwingen den Zuschauer, sich auf wunderlichste Reisen zu begeben …
Stephan Lack
, der jüngste Autor des Sessler Verlages, hat sich mit dem Dramatikerpreis des Landestheaters Niederösterreich eine Uraufführung seines Stückes Verschüttet – einer Familiengeschichte um bewusstes und unbewusstes Vergessen und Verdrängen – in St. Pölten gesichert. Seine Geschichten verknüpfen reale mit irrealen Handlungsebenen, folgen jedoch immer einer stringenten Logik. In seinem Stück Auf den zweiten Blick thematisiert er verdrängte Schuld und das Prinzip der Rache.
Aus den Stücken nicht vieles ist anders und Hinter Augen von Catherine Aigner sowie aus Blut auf Eis und Auf den zweiten Blick von Stephan Lack lesen Katarina Hartmann, Inge Maux, Anja Schiffel, Angela Schneider, Rainer Frieb und Günther Wiederschwinger
29. Jänner, 19.30 Uhr, Schwarzer Salon, Karten € 5
Treffpunkt: 19.15 Uhr, Bühneneingang, Neustiftgasse

3. Abend: Raoul Biltgen und Constanze Dennig

 Raoul Biltgen, 1974 in Luxemburg geboren, hat kürzlich mit seinem Roman Perfekt morden debütiert. Mit mehreren Uraufführungen hat sich Biltgen einen internationalen Namen gemacht: Nachspiel, Ene Mene Mu, Restroom, Aloha!, I Will Survive. Er lässt seine Protagonisten oft von banalen in extreme Situationen kippen. Dabei entlarvt er versteckte Phantasien und zeigt Menschen, deren schlummerndes Gewaltpotential explodiert.
Constanze Dennig
, 1954 in Linz geboren, gilt seit ihrem erfolgreichen Bühnendebüt mit Extasy rave als literarische Senkrechtstarterin. Die zweifache Mutter arbeitet als Psychotherapeutin und Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie seit 1987 in Graz und leitet ein Ambulatorium für physikalische Medizin. Constanze Dennig schreibt Drehbücher und Theaterstücke, u. a. Himmel über Bagdad und Valse Triste.

Aus den Stücken Restroom und Die Chance nach der letzten von Raoul Biltgen und aus Phantomschmerz und Bauch zur Miete von Constanze Dennig lesen Katharina Straßer und Alexander Strobele. Gäste: Inge Maux, Angela Schneider und Raoul Biltgen.
8. Mai, 19.30 Uhr, Schwarzer Salon, Karten € 5
Treffpunkt: 19.15 Uhr, Bühneneingang, Neustiftgasse

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