VOLKSTHEATER - JEDEN TAG THEATER

Jeden Tag Theater.

Autorenlesungen

Spielstätte: Schwarzer Salon, Weißer Salon

Spielstätte: Schwarzer Salon, Weißer Salon

Volker Klotz

BÜRGERLICHES LACHTHEATER
Komödie-Posse-Schwank-Operette

Vierte Auflage, aktualisiert und erweitert 2007

Was besagt es, wenn im bürgerlichen Lachtheater wieder und wieder ein Störenfried daherkommt, der ein gut eingespieltes Kollektiv durcheinanderbringt? Wenn in Schwänken der Held regelmäßig am Ende des zweiten Aktes in Unterhosen erwischt wird? Solchen und anderen Fragen geht Volker Klotz nach. Das erstmals 1980 erschienene Buch wurde im In- und Ausland als „Pioniertat“ begrüßt. Die stark erweiterte Neuausgabe bietet ergänzend ausgiebige Erörterungen einschlägiger Stücke von Mitterer, Schwab, Hürlimann u.a.; zudem bezieht sie bislang vernachlässigte Genres ein: die spanische Zarzuela sowie Mischformen von Schwank und Avantgardetheater, so bei Molnár, Friel und Shaffer. Außerdem ist mit Der nackte Wahnsinn von Michael Frayn auch das Volkstheater vertreten.

Es lesen Katarina Hartmann, Volker Klotz und Günther Wiederschwinger
8. September 2007, 19.30 Uhr, Schwarzer Salon, Karten € 5

INGE ROWHANI-ENNEMOSER

NACHRICHT VOM VERLUST DER WELT
Spuren einer Familie
Autorenlesung

Dies ist die Geschichte von Marie, die in ärmlichen Verhältnissen aufwächst und als 16-jähriges Dienstmädchen nach Wien kommt. Von ihrer ersten Ehe mit dem jüdischen Postbeamten Georg, der nach Dachau deportiert wird, nach Palästina fliehen kann und doch zugrunde geht; von ihrer zweiten Ehe mit dem Kellner Otto, einem überzeugten Nationalsozialisten, der bei der Belagerung von Leningrad stirbt. Dies ist auch die Geschichte von Lotte, der unehelichen ersten Tochter von Marie, die mit einem Kindertransport alleine nach Schweden geschickt wird und dies ihrer Mutter ein Leben lang vorwirft. Und der Autorin, Maries zweiter Tochter, die „arisiert“ wird und mit der Mutter den Krieg in der österreichischen Provinz überlebt. Die Geschichte erzählt vom Scheitern der Beziehungen, den damit zusammenhängenden Schuldgefühlen und dem Hass, der aus den Verletzungen entsteht.
In Zusammenarbeit mit dem Mandelbaum-Verlag, Wien

22. Oktober, 19.30 Uhr, Empfangsraum, Karten  € 5

ARNO GEIGER

ANNA NICHT VERGESSEN

Arno Geiger erzählt Geschichten von Menschen unserer Zeit: von Anna, die Angst hat, ihre Mutter Ella könnte sie neben ihrem anstrengenden Beruf vergessen; von Ella, die für misstrauische Ehefrauen deren Männer probeweise in Versuchung führt; von Lukas, der wenigstens dem Klempner gegenüber die Rolle eines Mannes spielen kann, der Glück gehabt hat im Leben und in der Liebe.
Arno Geiger, der 2005 für seinen Roman Es geht uns gut den Deutschen Buchpreis erhielt, erzählt in seinem neuen Buch von Liebesdesastern und Lebensträumen und von Menschen, die nicht vergessen werden wollen - leicht, sprachlich brillant und mit großer Komik.

5. November, 19.30, Schwarzer Salon, Karten € 5

HIMMELSTRASSE

Geschichte meiner Familie

Ein nasskalter Januartag, die Mutter ist gerade drei Wochen tot, da verschwindet der Bruder Paul aus der Wiener Wohnung. Brieflich teilt er mit, dass er beschlossen habe, nach Übersee auszuwandern. Die Schwester kann nicht glauben, was sie da liest. Nun ganz alleine übrig, taucht sie ein in die Erinnerungen ihrer Familie. Und erzählt die Geschichte zweier ungleicher Geschwister, deren Mutter als Jüdin von den Nazis aus Wien vertrieben wurde, sich in England ein neues Leben aufbaute und von einer Auswanderung nach Australien träumte. 1948 aber kehrte sie mit den Kindern nach Wien zurück - aus Liebe zu ihrem Ehemann. Eine unglückliche Entscheidung. Die jüdischen Großeltern sind in Treblinka ermordet worden, zeitlebens fühlt die Mutter sich entwurzelt, ihr Sohn Paul bleibt in ihrer Nähe gefangen, nur die Tochter baut sich fernab ein eigenes Leben auf. Doch ist auch sie rastlos, auf der Suche nach Geborgenheit. Nun sitzt sie über Pauls Notizen und liest immer deutlicher die Ankündigung eines Selbstmordes heraus.
Erica Fischer hat ein außergewöhnliches Stück Erinnerungsliteratur geschrieben, den verstörend offenen Bericht einer "Davongekommenen" - die drei Generationen umfassende Geschichte ihrer Familie: eindringlich, unsentimental und mit ungeheurer Spannung erzählt.

28. Jänner 2008, 19.30 Uhr, Karten € 5 

Frederic Morton

Durch die Welt nach Hause
Mein Leben zwsichen Wien und New York

Eine Reise durch das Leben des New Yorker Schriftstellers Frederic Morton in zehn Tagen: Die Autobiographie des Autors des Welterfolgs Die Rothschilds, der 1924 in Wien als Fritz Mandelbaum geboren wurde, konzentriert sich auf exemplarische Ereignisse und Wendepunkte in seinem Leben, erzählt von der Emigration der Familie 1939 in die USA und dem Neuanfang in einem fremden Land.

12. Jänner 2008, 19.30 Uhr, Karten € 5

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