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Jeden Tag Theater.
The Sunshine Boys
von Neil Simon
Deutsch von Gerty Agoston
Schottenberg/Kudlich/Navas
Premiere: 17. Oktober 2008
Spielstätte: Haupthaus
Ihr ganzes Leben lang waren sie Partner, wurden von ihrem Publikum landauf landab geliebt und gefeiert: Als kongeniales Duo „Sonny Boys" ernteten Willie und Al mit ihren Sketches überall Applaus. Doch die beiden Vollblut-Komiker konnten sich privat nicht ausstehen und irgendwann zog Al einen Schlussstrich unter die Partnerschaft. Aber aus den erhofften Solokarrieren wurde nichts. Stattdessen versuchen sie, sich mit dubiosen Werbespots über Wasser zu halten, leben aber hauptsächlich grantelnd in den Tag hinein und pflegen ihre Wehwehchen. Bis Willies Neffe Ben die beiden alten Hasen für eine Fernseh-Show noch einmal zusammenspannen möchte. Ihren berühmtesten Sketch sollen sie geben. Die Sticheleien sind immer noch die alten - Al bringt Willie mit seinem Zeigefinger nach wie vor zur Weißglut und Willie kann sich immer noch keine Namen merken - aber Bens Idee erweist sich für die beiden als wahres Lebenselixier ...
Sonny Boys ist die Geschichte einer besonderen Freundschaft: rasant, tragikomisch und vor allem brillant geschrieben. Zudem bietet das Stück zwei Vollblutkomödianten die Möglichkeit, die eigenen Bühnenbiografien selbstironisch in die Geschichte zu verweben. Berühmte Sonny Boys waren etwa Martin Held und Bernhard Minetti oder Paul Verhoeven und Heinz Rühmann. Das Stück - eines von Neil Simons größten Erfolgen - wurde mehrfach verfilmt (u.a. mit Walter Matthau und George Burns, Woody Allen und Peter Falk) - und gilt zu Recht als eine liebevolle Hommage an das Theater.
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Regie: Michael Schottenberg
Bühne: Hans Kudlich
Kostüme: Erika Navas
| Willie Clark | Peter Weck |
| Al Lewis, sein ehemaliger Neffe und Agent | Harald Serafin |
| Ben Silverman, sein Neffe und Agent | Alexander Jagsch |
| Krankenschwester | Johanna Mertinz |
| Eddie, Regieassistent/Ansager | Christoph F. Krutzler |
| Krankenschwester im Sketch | Annette Isabella Holzmann |
| Stimme des Regisseurs | Thomas Meczele |
| Patient im Sketch | Viktor Krenn |
„Ein Feuerwerk an Pointen mit sehr viel Tiefgang Peter Weck und Harald Serafin brillieren als Neil Simons "Sonny Boys" am Volkstheater:
Es ist beeindruckend, wie seriös, wie ernsthaft sich Harald Serafin als Al Lewis und Peter Weck als Willie Clark ihren Pointen nähern, wie sie die Eitelkeiten und Enttäuschungen der beiden abgetakelten Komiker perfekt über die Rampe bringen.
Aber Serafin und Weck nehmen sich auch immer wieder zurück, da gibt es neben aller Lacher auch Raum für leise, tragische Zwischentöne.
Rund um dieses brillante Duo bewährt sich auch das Ensemble. Vor allem Alexander Jagsch als von den Befindlichkeiten der beiden alten Herren geplagter Neffe setzt Glanzlichter. Dazu kommen Johanna Mertinz als knarzende Krankenschwester und Annette Isabella Holzmann als laszive Sketch-Partnerin." (Kurier)
„Mit Harald Serafin und Peter Weck hat das Volkstheater für Neil Simons „Sonny Boys" die ideale Besetzung gefunden, die das Publikum am Freitag mit viel Applaus würdigte. Ein scharfzüngiges, bisweilen auch berührendes Wechselspiel zwischen Annäherung und Ablehnung, das Serafin und Weck mit bestechender Intensität und Liebe zum Detail auf die Bühne bringen. Es ist ein Erlebnis, diese beiden großen Schauspieler gemeinsam auf der Bühne zu erleben. Der mit Bravos durchsetzte Schlussapplaus würdigte die beiden Hauptdarsteller zurecht." (Kleine Zeitung)
„Bewundernswert, wie die beiden ganz reduziert spielen und die Tragik der Komödie zum melancholisch-witzigen Bühnenleben bringen. Zwei ältere Herren des österreichischen Kulturlebens entfalten mit ihrer Spieldisziplin auf der Volkstheaterbühne eine wunderbare Hommage an das Theater. Das Premierenpublikum akklamierte die Aufführung recht heftig mit lauten Bravo-Rufen." (OÖ Nachrichten)
„So wird auch am Volkstheater unter Michael Schottenbergs exzellenter Regie sehenswertes Schauspielertheater geboten. Peter Weck ist Willie Clark, der Einsame, Verbitterte, Cholerische. Seine Figur gewinnt dank fabulöser Fertigkeiten im Unterspielen tatsächlich eine Dimension, eine Brechung mehr. Um Pointen solch bravouröser Nichtachtung aussetzen zu können - und sie so in Vollendung zu platzieren -, muss man sehr, sehr viel können. Harald Serafin, nicht minder brilliant, verharrt auf der sicheren Seite. Er hat mit Schottenberg eine umwerfend komische Gestalt gefunden und vertraut ihr bis zum bizarr-poetischen Ende." (News)
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Regie: Miloš Lolić
Mit: Andrea Bröderbauer, Nina Horváth; Christoph F. Krutzler; Robert Prinzler
Infos & Karten
© Marko Lipuš
... und verleiht einen Preis
an KATHRIN RÖGGLA.
20. Mai, 11 Uhr, Rote Bar
Weitere Infos
© Coschell