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Jeden Tag Theater.
Todo sobre mi madre
Ein Stück von Samuel Adamson
nach dem gleichnamigen Film von Pedro Almodóvar
Deutsch von Frank Heibert
Deutschsprachige Erstaufführung
Uitdehaag/Kukulies/Landertinger/Zerz
Premiere 11. September 2009
Spielstätte: Haupthaus
Nach dem unerwarteten Tod ihres 18-jährigen Sohnes Esteban macht sich Manuela in Barcelona auf die Suche nach dessen Vater, der nie erfuhr, dass er ein Kind hatte. Doch bevor sie durch diese Konfrontation möglicherweise mit der Vergangenheit abschließen kann, treten drei Frauen in ihr Leben: Die Transsexuelle Agrado, die berühmte Schauspielerin Huma Rojo, die von Esteban vergöttert wurde, und die junge, schwangere Nonne Rosa. Manuela, von Beruf Krankenschwester und ehemalige Schauspielerin, kümmert sich um die Frauen, nimmt eine Stelle bei Huma Rojo an, ersetzt deren drogensüchtige Geliebte Nina in dem Stück Endstation Sehnsucht, pflegt die kranke Nonne Rosa. Manuelas Leben scheint neuen Sinn zu erhalten, doch die Konfrontation mit dem Vater ihres Kindes bleibt nicht aus. Nach dem Tod von Rosa kann Manuela ihm endlich von dem gemeinsamen Sohn erzählen. Außerdem erwartet sie eine neue Aufgabe: Sie übernimmt die Verantwortung für den ebenfalls Esteban getauften Sohn Rosas.
Samuel Adamson hat den oscarprämierten Film von Pedro Almodóvar mit genauem Gespür für die Dramatik der Vorlage für die Bühne bearbeitet. Alles über meine Mutter ist eine Hommage an das Kino Hollywoods, eine Suche nach Familie und Zuneigung, ein Drama um Mutterschaft, Begehren, Liebe und Tod und eine Hymne auf die Frauen.
Originally produced at The Old Vic, London, by Daniel Sparrow, Neal Street Productions, the Old Vic Theatre Company, Dede Harris & DRB Productions.
Originalmusik von Alberto Iglesias.
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Regie: Antoine Uitdehaag
Bühne: Martin Kukulies
Kostüme: Erika Landertinger
Licht: Michael Zerz
Dramaturgie: Irene Girkinger
| Esteban |
Simon Mantei |
| Manuela |
Ulli Maier |
| Nina Cruz |
Katharina Vötter |
| Huma Rojo |
Maria Bill |
| Agrado |
Marcello de Nardo |
| Schwester Rosa |
Andrea Bröderbauer |
| Mutter |
Vera Borek |
| Arzt/Schauspieler (Arzt) |
Thomas Kamper |
| Lola |
Günter Franzmeier |
| Alicia/Nonne/Schauspielerin (Oberschwester) |
Johanna Mertinz |
| Mario del Toro/Gynäkologe |
Günther Wiederschwinger |
| Kunde/Alex |
Andy Hallwaxx |
| Isabel/Krankenschwester |
Angela Šmigoc |
„Marcello de Nardo ist der Mann des Abends. Oder eigentlich die Frau. Spielt er doch in "Alles über meine Mutter" am Volkstheater den Transvestit Agrado, der so gern eine sein möchte. Hinreißend macht er das, mit Witz und Verve und dem Hauch Melancholie, der seiner Rollengestaltung eigen ist. Ein Meister in High Heels. Kein Wunder, dass ihm die Herzen des Publikums zufliegen.
Die Volkstheater-Schauspieler machen die Tragikomödie anrührend. Nie ist etwas peinlich.
Da ist zunächst Ulli Maier, die nach 25 Jahren für die Rolle der Manuela ans Haus zurückgekehrt ist. Ihr glaubt man jeden Ton: Verzweiflung, Wut, Liebe. Maria Bill hat als überspannte, überforderte Diva Huma eine tolle Rolle für sich gefunden. Als sie zum Schluss ganz konzentriert Lorca vorträgt, möchte man dem Theater "Bluthochzeit" für den Spielplan vorschlagen. Günter Franzmeier überzeugt als Lola. Erfreulich der 24-jährige Simon Mantei als Esteban. Fazit: Liebenswert!" (Kurier)
„Regisseur Antoine Uitdehaag, der zuletzt mit "Ein spanisches Stück" auf sich aufmerksam gemacht hatte, ist erneut ein unterhaltsamer und kurzweiliger Theaterabend gelungen. Das liegt nicht zuletzt an den schauspielerischen Leistungen der Hauptdarstellerinnen, da sie auf der karg möblierten Drehbühne von Martin Kukulies überzeugende, warmherzige Solidarität untereinander zu entfalten wissen.
Wie sich zwischen den einzelnen Charakteren langsam Freundschaften herausbilden und sich die Lebensläufe zu verweben beginnen, wie die ungleichen Freundinnen schließlich gemeinsam versuchen, das Leben trotz Tod, Krankheit und Sucht in den Griff zu bekommen - all dies ist zugleich herzzerreißend tragisch und herzerfrischend lebensbejahend.
Den für den großen Melodramatiker Pedro Almodóvar typischen Spagat schafft das Volkstheater-Ensemble im Rahmen dieses Theaterabends mit Bravour." (Wiener Zeitung)
„Überzeugende deutschsprachige Erstaufführung von „Alles über meine Mutter". Vom Saisonauftakt am Wiener Volkstheater ist Erfreuliches zu berichten. Mit starken Schauspielerinnen wie Ulli Maier, Maria Bill, Vera Borek, Katharina Vötter, Andrea Bröderbauer sowie dem vom Premierenpublikum umjubelten Marcello de Nardo als selbstbewussten und manchmal verzweifelnden Transvestiten Agrado sowie Günter Franzmeier als Lola gelang Uitdehaag eine stimmige Theaterversion der Filmvorlage." (Oberösterreichische Nachrichten)
„Starke Frauen auf der Volkstheater-Bühne. Die Aufführung im Volkstheater verfügt über die Gnade eines hervorragenden Ensembles. Jubel nach fast drei Stunden Spieldauer." (Österreich)
Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Publikumsgespräch mit Ute Bock in der Roten Bar statt!
Weitere Infos
© Lea Friessner
Faschingskonzert mit
dem deutschen Ensemble Selmer Saxharmonic.
19.02.2012, 20.00 Uhr
Karten und Infos
© Werner Kmetitsch