VOLKSTHEATER - JEDEN TAG THEATER

Jeden Tag Theater.

Einen Jux will er sich machen

Spielstätte: Haupthaus

Posse mit Gesang von Johann Nestroy

Couplets von Andreas Vitásek
Premiere: 09.11.2007

Spielstätte: Haupthaus

Gewürzkrämer Zangler hat große Sorgen: Sein Mündel Marie will sich den Umgang mit dem keck auftretenden aber völlig mittellosen Jüngling August Sonders einfach nicht verbieten lassen. Zu ihrem Schutz will er Marie deshalb zu seiner Schwägerin in die Stadt schicken. Zangler hat aber auch große Pläne: Er selbst will für drei Tage verreisen und sich anschließend verheiraten.

Mit dem Hochzeitstag sollen der Kommis Weinberl sein Teilhaber, und der Lehrbub Christoph Kommis werden.Weinberl nutzt jedoch Zanglers Abwesenheit, um einmal in seinem Leben richtiges Abenteuer erleben. Zusammen mit Christoph will er sich „einen Jux machen" und fährt - anstatt den Kramerladen zu bewachen - mit ihm nach Wien. In der Hauptstadt angekommen, laufen die beiden Abenteurer beinahe ihrem Dienstherrn in die Arme; um dem unverhofften Wiedersehen zu entgehen, flüchten sie ausgerechnet in den Modesalon der Madame Knorr - die ist nämlich, was sie nicht wissen, Zanglers Herzensdame; dort hat Weinberl „a verruckte Idee" und gibt sich unverfroren als Ehemann einer gewissen Witwe von Fischer aus. Besagte Dame erscheint jedoch tatsächlich und lässt sich, nachdem sie ihre erste Verblüffung überwunden hat, zum Schein auf das Spiel ein. In der Zwischenzeit sind auch August und Marie nach Wien durchgebrannt, wild entschlossen, die Pläne des Vormunds zu durchkreuzen...

Und damit ist die Ausgangssituation geschaffen für einen Wirbel des Sich-unvermutet-Begegnens, des Sich-voreinander-Versteckens, der Verkleidungen, Verwechslungen, der Charaden und Verwicklungen. Die 1842 entstandene Posse besticht durch brillanten Sprachwitz, turbulente Situationskomik und eine Fülle von plastisch und witzig gezeichneten Charakteren. Für den Jux griff Nestroy übrigens erstmals auf eine englische Vorlage zurück - John Oxenfords A Day Well Spent, die später auch Thornton Wilder als Anregung für Die Heiratsvermittlerin diente und Jerry Herrman zu dem Musical-Welterfolg Hello Dolly! inspirierte.

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  • Regie und Ausstattung

    Regie: Michael Schottenberg
    Bühne: Hans Kudlich
    Kostüme: Erika Navas
    Musikalische Einrichtung, Komposition: Mischa Krausz

  • Besetzung
    Zangler, Kaufmann

    Thomas Kamper

    Marie, dessen Nichte

    Annette Isabella Holzmann

    Weinberl, Verkäufer

    Andres Vitásek

    Christoph, Lehrbub

    Katharina Straßer

    Kraps, ehemaliger Bedienter bei Zangler

    Thomas Bauer

    Minna, Haushälterin bei Zangler

    Katharina Vötter

     Melchior, Bedienter bei Zangler

    Erwin Ebenbauer 

    August Sonders, Liebhaber von Marie

    Christoph F. Krutzler 

    Täuschler, Schneidermeister 

    Wolf Dähne 

    Gramml, Hausmeister im Knorr'schen Hause 

    Peter Vilnai 

    Anna Knorr, Besitzerin eines Miederwarengeschäftes 

    Inge Altenburger 

    Frau Fischer, Witwe 

    Gabriele Schuchter 

    Emese, Mädchen bei Frau Knorr 

    Luisa Katharina Davids 

    Dr. Brunninger, Advokat 

    Günther Wiederschwinger 

    Kellner im Gasthaus Zur Glocke 

    Thomas Bauer 

    Bepperl, Schankbursch 

    Andy Hallwaxx 

    Ein Chauffeur 

    Günther Wiederschwinger

    Frau von Blumenblatt, Schwägerin von Zangler

    Johanna Mertinz

    Briquett, Assistent von Frau von Blumenblatt

    Andy Hallwaxx

    Ein Polizist

    Wolf Dähne

    Rab, ein Gauner 

    Peter Vilnai 

    Vier Gäste im Gasthaus Zur Glocke 

    Luisa Katharina Davids, Katharina Vötter, Wolf Dähne, Peter Vilnai 

    Musiker 

    Gerald F. Preinfalk (Blasinstrumente)/Romed Hopfgartner, Marko Zivadinovic (Akkordeon)/Milos Todorovski 

  • Pressestimmen

    "Bravo und Applaus vom Premierenpublikum. Ein Abend, der im besten Sinn eins war: "Classisch!"." (Wiener Zeitung)

    "Michael Schottenberg gelingt mit Nestroys "Einen Jux will er sich machen" im Volkstheater ein Volltreffer. Jubel für Andreas Vitasek und Katharina Straßer. Die Inszenierung hat Kraft und macht deutlich, dass der andernorts oft zu harmlos gedeutete Nestroy ungebärdige, anarchische Züge hat." (Salzburger Nachrichten)

    "Dem Volkstheater gelingt mit einer zeitlosen kabarettistisch lustigen Sicht auf Nestroys "Jux" ein Publikumserfolg. Temporeich, musikalisch, kabarettistisch, charmant. Andreas Vitasek und Katharina Straßer glänzen." (Kurier)

    "Mit der Neuinszenierung von Johann Nestroys „Einen Jux will er sich machen" von Direktor Michael Schottenberg ist dem Wiener Volkstheater ein ordentlicher künstlerischer Erfolg gelungen.

    Regisseur Schottenberg hat das Stück sarkastisch grundiert und ein Ensemble geformt, das mit höchster Spielfreude am Werk ist." (Oberösterreichische Nachrichten)

  • Video

    Copyright: Johannes Hammel

    Copyright: Johannes Hammel

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