
Jeden Tag Theater.
Spielstätte: Volkstheater in den Bezirken
Eine Kriminalsozialkomödie
Uraufführung/Auftragsarbeit für das Volkstheater
von Susanne Felicitas Wolf
Büchel/Kudlich/Navas
Premiere: 30.09.2009
Spielstätte: Volkstheater in den Bezirken
Ilse Wegrostek hat eine Stärke: ihre Hilfsbereitschaft. Hat jemand Sorgen, kann er sicher sein, sie ist für ihn da. Ilse Wegrostek hat aber auch eine Schwäche: für das Verbrechen. Ihrer kriminalistischen Spürnase bleibt nichts verborgen. Als Hobbydetektivin hat sie schon manchen Fall gelöst, sehr zum Verdruss ihres Nachbarn, des Polizeiinspektors Huber, der kurz vor seiner Pensionierung steht. Dann, eines Tages, verändert sich ihr Leben grundlegend: Die Firma, bei der sie angestellt ist, geht in Konkurs, sie verliert ihren Job und mit ihr weitere 300 Mitarbeiter. Der Personalchef Herr Schrammel hat seine Schäfchen längst ins Trockene gebracht - dass seine Angestellten nun vor dem Aus stehen, tangiert ihn nicht. Diese Ungerechtigkeit erträgt Ilse Wegrostek nicht. Als sie durch Zufall von den Machenschaften des sauberen Herrn Schrammel erfährt, wird sie zum „Robin Hood des Gemeindebaus". Sie bittet die Reichen zur Kasse und gibt das Geld denen, die es dringender brauchen. Jedes Mittel ist ihr recht.
Anfangs geht alles gut. Dann aber wehrt sich eines ihrer Opfer und auch
Herr Inspektor Huber schöpft Verdacht ...
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Regie: Nikolaus Büchel
Bühne: Hans Kudlich
Kostüme: Erika Navas
Dramaturgie: Elisabeth Geyer
| Ilse Wegrostek, Sekretärin und Hobby-Detektivin |
Doris Weiner |
| Heinrich Huber, Kriminalbeamter |
Peter Vilnai |
| Elena Mikic, eine Nachbarin |
Alexandra Braun |
„Obwohl eine tragikomische Kopfgeburt, steht diese hantig-herzliche Single-Frau von der "Dreiastiagn" im Wiener Gemeindebau auf festen Lachtheaterbeinen.
Die Schriftstellerin Susanne Felicitas Wolf bringt neues Feuer in die volkstümliche Dramatik, wo Ernst Hinterberger und Felix Mitterer mit Routine werken. Wiederum ist Doris Weiner die Frau Wegrostek, doch nun auf der VT-Bezirkstournee der Star. Doch Szene für Szene wird auch sozialem Engagement und SelbsthelferInnenmut applaudiert.
Die quirlige Doris Weiner lebt ihren Typ locker und flink aus, die Schlagfertigkeit nimmt man ihr ab, ihre Verhärmtheit und ebenso die Aggressivität gegen jeden Mann. Alexandra Braun, mit Hausschürze und Balkanakzent, erfüllt alle Mitleidsansprüche, gefällt aber auch mit keckem Text. Peter Vilnai schleppt Lebensleid und Berufsmüdigkeit in feinen Szenen durch die kleine Welt des Gemeindehofs. Nikolaus Büchels Regie hielt den Krimi ohne Scheu vor Slapstickklamauk weithin frei von sozialem Kitsch." (Wiener Zeitung)
„Doris Weiner brilliert mit Schusseligkeit, Ängsten und Vergnügen an ihren Handlungen als Frau Wegrostek, einer Miss Marple des Gemeindebaus. Peter Vilnai als Kriminalinspektor Huber kann mit seiner Rolle das Publikum begeistern. Alexandra Braun verkörpert liebenswert die von ihrem Mann enttäuschte Nachbarin mit Migrationshintergrund.
Gelächter und viel Beifall." (Kronenzeitung)
„Wolf trifft mit der Thematik des Widerstands gegen „die da oben" in ihrer Auftragsarbeit für das Volkstheater in den Bezirken offensichtlich einen Nerv. Nach der Uraufführung in der Längenfeldgasse gab es heftigen, geradezu solidarischen Applaus. Das liegt vor allem an der bodenständigen Hauptdarstellerin Doris Weiner.
Die zarte Liebe zwischen einem Vorstadt-Don-Juan mit zielsicher schlechtem Modegeschmack (Kostüme Erika Navas) und der schroffen, heldenhaften Expropriateuse im Dienste der Expropriierten ergibt einige Gelegenheit zum Lachen. Die Männer kommen nicht gut weg in Wolfs Komödie. Wie also wird Herr Huber reagieren, wenn er seine Vorstadt-Mata-Hari näher kennenlernt? Korrekt oder korrekt? Lustig auf jeden Fall." (Die Presse)
„Ein gut gemachtes Stück, das unterhalten und zum Nachdenken anregen will. Das gelingt dank Doris Weiner als hinreißender Frau Wegrostek, die in Peter Vilnai einen sehr soliden Partner findet." (Kurier)
Faschingskonzert mit
dem deutschen Ensemble Selmer Saxharmonic.
19.02.2012, 20.00 Uhr
Karten und Infos
© Werner Kmetitsch
Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Publikumsgespräch mit Ute Bock in der Roten Bar statt!
Weitere Infos
© Lea Friessner