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Jeden Tag Theater.
Une pièce espagnole
von Yasmina Reza
Deutsch von Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel
Österreichische Erstaufführung
Uitdehaag/Schenk/Landertinger/van Boem
Premiere: 26. September 2008
Spielstätte: Haupthaus
Fünf Schauspieler suchen ihr Drama: Sie proben eine tragisch grundierte, bürgerliche Familienfarce eines spanischen Autors.
Im Mittelpunkt des Stücks steht die wenig erfolgreiche Schauspielerin Aurelia, verheiratet mit dem mittelmäßigen Lehrer Mariano. Sie liegt mit ihrer jüngeren und attraktiveren Schwester Nuria, einer berühmten Filmschauspielerin, ständig im Streit.
Die beiden treffen sich bei ihrer Mutter Pilar, die mit ihrem neuen Lebensgefährten, dem Hausverwalter Fernan, ein spätes Liebesglück erlebt. Das Familientreffen verläuft alles andere als harmonisch. Während sich Nuria über ihre Garderobe für die nächste Filmgala den Kopf zerbricht, studiert Aurelia mit ihrem Mann ein bulgarisches Stück ein, das keiner sehen wollen wird.
Dazwischen treten alle Schauspieler immer wieder aus ihren Rollen, wenden sich ans Publikum, kommentieren ihr Stück und ihr Schauspielerdasein: Das Leben im Theater, das Leben als Theater. Denn spielt nicht jeder Mensch die meiste Zeit eine Rolle? Wo findet sich Wahrheit im Spannungsfeld zwischen Sein und Schein?
Mit diesem in seinen Dialogen musikalisch meisterhaft strukturierten Theaterstück, in dem sich Leben und Bühne eng verschränken und mehrere Realitätsebenen vermischen, ist Yasmina Reza ein berührender Text über die Sehnsüchte und Lebensträume von Menschen gelungen: Sehnsucht nach Liebe, nach Erfolg, nach Geborgenheit, nach Wahrhaftigkeit.
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Regie: Antoine Uitdehaag
Bühne: Tom Schenk
Kostüme: Erika Landertinger
Musik: Het Paleis van Boem
Dramaturgie: Irene Girkinger
| Fernan |
Rainer Frieb |
| Pilar |
Maria Bill |
| Nuria, Pilars Tochter | Katharina Vötter |
| Aurelia, Pilars Tochter |
Heike Kretschmer |
| Mariano, Aurelias Mann |
Markus Gertken |
"Der Premierenbeifall am Freitag war heftig und herzlich. Dass der Abend kurzweilig ist, liegt vor allem an der Inszenierung und an der ausgezeichneten Ensembleleistung. (...) Famos, wie sich das hoch motivierte Ensemble in den Identitätswechsel dieser familiären Zimmerschlacht und hitzigen Geschlechter- und Generationenkämpfen zurechtfindet. Das macht allen Spaß." (Salzburger Nachrichten)
"Regisseur Antoine Uitdehaag sorgt für raschen, pausenlosen Ablauf der Szenen, ohne viel Interpretation oder psychologische Feinzeichnungen. (...) Erika Landertinger entwarf verrückte Theaterroben. Mit Temperament und Spiellust siegt die blendend aussehende Mutter Pilar von Maria Bill - gefolgt von der superhysterischen Aurelia Heike Kretschmers und der etwas sanfteren, ausgeglicheneren Nuria von Katharina Vötter. Gelassen agieren Rainer Frieb als alles verstehender Fernan und Markus Gertken als Alkoholiker Mariano, dem nur gelegentlich der Kragen platzt." (Kronenzeitung)
„Ein spanisches Stück ist ein Spiel im Spiel, wie bei den russischen Puppen tauchen immer neue auf. Reza versteht es wunderbar, mit ihren Dramaturgien die Leute zum Grübeln zu bringen." (Die Presse)
"Das Herumtoben zwischen Allüren, Familienabgründen, die sich zwischen Jugendwahn, Altersstarrsinn, Karrieregeilheit und Alkoholikertristesse abspielen, ist natürlich ein gefundenes Fressen für Rainer Frieb, Maria Bill, ihre Stücktöchter Nuria (Katharina Vötter) und Aurelia (Heike Kretschmer) und Schwiegersohn Mariano (Markus Gertken)." (Oberösterr. Nachrichten)
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Regie: Miloš Lolić
Mit: Andrea Bröderbauer, Nina Horváth; Christoph F. Krutzler; Robert Prinzler
Infos & Karten
© Marko Lipuš
... und verleiht einen Preis
an KATHRIN RÖGGLA.
20. Mai, 11 Uhr, Rote Bar
Weitere Infos
© Coschell