VOLKSTHEATER - JEDEN TAG THEATER

Jeden Tag Theater.

Die Fledermaus

Die Fledermaus

Die Fledermaus

Spielstätte: Haupthaus

Operette in 3 Akten von Johann Strauß
Libretto von Carl Haffner und Richard Genée
Bearbeitung für das Volkstheater von Michael Schottenberg
Schottenberg/Lammer/Kudlich/Navas/Zeh/Sodek
Premiere: 12. Dezember 2008

Spielstätte: Haupthaus

Nach einer durchzechten Faschingsnacht lässt Gabriel Eisenstein seinen schwer betrunkenen Freund Falke im Fledermauskostüm auf der Straße zurück - und macht ihn so zum Gespött der Öffentlichkeit. Seitdem sinnt Falke auf Rache. Seine Stunde schlägt, als Eisenstein wegen Beamtenbeleidigung für ein paar Tage ins Gefängnis muss: Just für den Abend seines Haftantritts lädt er ihn zu einem Silvesterfest beim bulgarischen Handelsattaché Orlofsky ein. Und Eisenstein, immer auf der Suche nach kleinen außerehelichen Vergnügungen, will diese Party unter keinen Umständen verpassen. Er nimmt von seiner Gattin Rosalinde Abschied, die ihren Gemahl ins Gefängnis ziehen lässt, jedoch nur, um ihrerseits freie Bahn für ihren ehemaligen Gesangslehrer und heimlichen Liebhaber Alfred zu haben. Schnell wird noch der Haushaltshilfe Adele freigegeben, damit die leidenschaftliche Zweisamkeit durch nichts gestört werde. Doch Alfred wird prompt an Eisensteins Stelle verhaftet. In der Zwischenzeit feiert der, maskiert und ausgelassen, bei Orlofsky und erliegt im Wodkarausch der allgemeinen Verbrüderung. Doch nicht nur Eisenstein amüsiert sich blendend: Rosalinde taucht im Kostüm einer ungarischen Soubrette auf, Adele gefällt sich in der Rolle einer angehenden Schauspielerin und auch Gefängsnisdirektor Frank mischt sich - natürlich inkognito - unters Volk. Und im Hintergrund zieht unbemerkt Falke die Fäden ... Die Fledermaus schlägt zurück!

Die Fledermaus gilt als Nonplusultra der Wiener Operette. Aber es sind nicht nur die mitreißenden Melodien des Walzerkönigs Johann Strauß, die diese Komödie unsterblich machen, auch die Decouvrage bürgerlicher Scheinmoral hat viel Anteil an ihrem zeitlosen Reiz. Denn damals wie heute betrügen sich Paare, erweist sich so manche Männerfreundschaft als brüchig, führen hochachtbare Personen ein scheinheiliges Doppelleben, bestimmt der Schein das Sein, feiert die Amüsiergesellschaft operettenselige Urständ'. Und wenn der Katzenjammer kommt: Schuld war halt doch nur der Champagner ...

Unsere Fledermaus ist eine hochkomödiantische musikalische Aufführung, die im Wien der 60er Jahre - der Zeit des Wiederaufbaus und Umbruchs - spielt, die Geschichte dabei originalgetreu erzählt; und, weil es sich um eine Inszenierung mit Schauspielern handelt, dem Schauspiel neben der Musik einen gleichrangigen Stellenwert einräumt.

Denn Die Fledermaus ist nicht nur ein großartiges Stück musikalisches Unterhaltungstheater voller zündender Melodien. Sie ist zudem ein perfektes Stück Komödie in der Tradition eines Feydeau oder Labiche - und natürlich ein echter österreichischer Klassiker.

Die Fledermaus ist ein ideales Betätigungsfeld für die Schauspieler unseres Ensembles, die vielfach über eine hervorragende musikalische Ausbildung verfügen und das bereits in Erfolgen wie Cabaret oder Das Ballhaus, My Way oder Marlene unter Beweis stellen konnten. Die große musikalische Begabung des Ensembles ist eine Facette unseres Theaters, die wir unserem Publikum jede Spielzeit aufs Neue präsentieren möchten. Unterstützt wird das Ensemble durch das musikalische Talent von Patrick Lammer, der für die symphonische Sprache von Strauß einen neuen, zum Volkstheater passenden musikalischen Sound gefunden hat: Eine fünfköpfige Jazz-Combo wird die beliebten Strauß-Melodien neu erklingen lassen.

Die Inszenierung von Michael Schottenberg versteht sich als Alternative zu den klassischen Operetten-Inszenierungen der Fledermaus an Staats- und Volksoper und wird - nicht nur an Silvester - für beste, spritzige Unterhaltung sorgen.

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  • Regie und Ausstattung

    Regie: Michael Schottenberg
    Musikalische Leitung und Arrangements:
    Patrick Lammer
    Bühne: Hans Kudlich
    Kostüme: Erika Navas
    Einstudierung des Chors: Walter Zeh
    Ton: Bernhard Sodek
    Dramaturgie: Hans Mrak
    Musiker: Imre Lichtenberger-Bozoki/Jörg Engels (Trompete), Florian Fennes/Stefan Dickbauer (Saxofon), Michael Kröss/Heinrich Werkl (Bass), Vladimir Kostadinovic/Dusan Milenkovic (Schlagzeug), Patrick Lammer/Christian Frank (Klavier)

  • Besetzung
    Dr. Gabriel Eisenstein, Rechtsanwalt 
     Marcello de Nardo
    Rosalinde, seine Frau 
    Susa Meyer
    Alfred Vogel, Gesangslehrer Andy Hallwaxx
    Dr. Pista Falke, Notar  Erwin Ebenbauer
    Ernst Frank, Gefängnisdirektor 
     Thomas Kamper
    Dr. Blind, Rechtsanwalt 
    Wolf Dähne
    Adele Herzl, Haushaltshilfe bei Eisenstein 
    Katharina Straßer
    Ida Herzl, Adeles Schwester 
     Luisa Katharina Davids
    Olga Orlofskaya, Frau des bulgarischen Handelsattachés 
    Beatrice Frey
    Monja, Haushälterin im Hause Orlofsky

    Inge Altenburger

    Franz Fröschl, Gefängnisbedienter 
     Andreas Vitásek
    Justizbeamter 
     Mario Schober/Ernst Gratzl
    Silvestergäste  Chorvereinigung Wien-Neubau
  • Pressestimmen

    „Die "Fledermaus" im Gemeindebau: Mit breitem Wiener Dialekt, viel Tempo und Turbo-Humor ist am Freitagabend im Volkstheater mit Johann Strauß aufgeräumt worden. Hausherr Michael Schottenberg inszeniert dieses Stück österreichischer Kultgeschichte als teils überdrehte Farce auf die heimische Wohlfühlkultur, dann wieder als für sich funktionierendes Klamauk-Operettentheater. Bei der Premiere gab es viel Applaus, Jubel und Silvesterstimmung. Wer angesichts der schweren Feste, die demnächst auf uns lauern, leichte musikalische Unterhaltung mit einer Prise Witz hören will, ist hier richtig: Frisch, oft überraschend und momenteweise auch schlicht hinreißend, funktioniert die musikalische Transformation durch die Jazzcombo insgesamt eigenständig. Zum eigenen Reiz dieser Inszenierung trägt nicht zuletzt ein großartig abgefahrener Auftritt von Beatrice Frey bei, die als Orlofskaya (die Frau des bulgarischen Handelsattaches gibt die Silvesterparty im Penthouse) dermaßen schräg drauf ist, dass es eine helle Freude ist. Katharina Straßer als Eisensteins "Putze" Adele wirbelt bühnenbestimmend umher und hat den besten Wiener Akzent zu bieten." (APA)

    "Die Fledermaus" rockt. In einer Trash-Version von Michael Schottenberg. Das Ensemble ist entfesselt. Katharina Straßer als Adele ist die wohl schrillste Soubrette der Welt. Marcello de Nardo ist ein charmanter Eisenstein, Beatrice Frey als in Wodka konservierte Orlofskaya singt, dass Ella und Josephine blass geworden wären. Andreas Vitásek zeigt als Fröschl welch großer Kleinkünstler er ist. Statt des oft so bemüht erhobenen Polit-Zeigefingers hat er sich ein Kabinettstück geschrieben, in dem Bankencrash und Wahlen aberwitzig klug abgehandelt werden. "Die Fledermaus" war in Wien schon ein Kabarett, jetzt ist sie es wieder." (Kurier)

    „Dr. Eisenstein und seine Hawara: ein vergnügliches, erschreckendes Sittenbild von Michael Schottenberg. Beatrice Frey ist die Orlofskaya, und die große Nummer dieses Abends, mit dunkel-verruchter Stimme und Demimonde-Eleganz. Sie schwingt die Peitsche, nach der die Gäste tanzen." (Wiener Zeitung)

    „Michael Schottenbergs Regieversion lebt von schrill-glanzvollen Einzelnummern. Diese Fledermaus wird ihren Weg machen. Auch da man im Heimat-beschwörenden Auftritt von Susa Meyer (als Rosalinde) eine Glanznummer erblicken muss."(Der Standard)

    „Das Publikum hatte das lustigste Silvestergschnas seit Langem." (Die Presse)

  • Fotos
    • Die Fledermaus © Lalo Jodlbauer
    • Die Fledermaus © Lalo Jodlbauer
    • Die Fledermaus © Lalo Jodlbauer
    • Die Fledermaus © Lalo Jodlbauer
    • Die Fledermaus © Lalo Jodlbauer
    • Die Fledermaus © Lalo Jodlbauer
    • Die Fledermaus © Lalo Jodlbauer

  • Video

    Copyright: Johannes Hammel

    Copyright: Johannes Hammel

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