VOLKSTHEATER - JEDEN TAG THEATER

Im Zeichen der Kunst - The Pitmen Painters 06

Im Zeichen der Kunst - The Pitmen Painters

Im Zeichen der Kunst - The Pitmen Painters

Spielstätte: Haupthaus

von Lee Hall
Deutsch von Michael Raab
Deutschsprachige Erstaufführung 
Roberts/McCann/Kuhrt/Hodgson
Premiere: 30. April 2009

Spielstätte: Haupthaus

1934. Eine Gruppe von Bergleuten aus Ashington, Northumberland engagiert einen Professor für Abendkurse im Rahmen der Arbeiterfortbildung. Da für Betriebswirtschaft leider keiner zu bekommen war, gibt es ab sofort Unterricht in Kunstgeschichte und Kunstbetrachtung. Tizian, Leonardo, die großen Meister der Hochrenaissance, die grundsätzliche Spannung zwischen der Innovation des Künstlers und der Tradition, in der er arbeitet, sind jetzt ihre Themen. Doch sehr schnell weicht die Theorie der Praxis: Die Männer beginnen zu malen.

Sie machen Linolschnitte, reden sich die Köpfe heiß über Perspektive und Bildaufbau, was auf die Bilder gehört, was nicht und in welcher Farbe, und überhaupt, was das ist - die Kunst. Die Bergleute fahren nach London, besuchen die Museen und die Tate-Gallery, verlieben sich in die Intensität von van Gogh.

Sie werden erfolgreiche Künstler. Im Laufe weniger Jahre sind sie befreundet mit der Avantgarde ihrer Zeit, herausragende Sammlungen kaufen ihre Werke an - und jeden Tag, so wie immer, fahren sie in die Grube.

Und die Geschichte ist wahr. Es ist die Geschichte der Ashington Group, die ihr Tagwerk - den Abbau von Kohle unter Tage sowie ihre Arbeitswelt und ihren Alltag - zum Sujet ihrer Bilder machte. Ein Stück aus der Arbeitswelt und ein Stück Utopie: Kunst ist machbar und zugänglich für alle. Ein Stück voller Humor. Und ein Stück Selbstbefreiung.


Lee Hall
, nach Spoonface Steinberg, Kochen mit Elvis und seinem Oscar-nominierten Drehbuch für den Film Billy Elliot - I will dance international gefeierter Autor, hatte mit seinem neuen Stück The Pitmen Painters (Im Zeichen der Kunst) einen durchschlagenden Publikums- und Presseerfolg am National Theatre in London (UA am 19.05.2008)

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  • Regie und Ausstattung

    Regie: Max Roberts
    Ausstattung: Gary McCann
    Licht: Douglas Kuhrt
    Sounddesign: Martin S. Hodgson

  • Besetzung

    mit Andrea Bröderbauer, Katharina Vötter; Raphael von Bargen, Erwin Ebenbauer, Günter Franzmeier, Rainer Frieb, Thomas Kamper, Thomas Meczele, Günther Wiederschwinger

  • Pressestimmen

    „Die besten Geschichten schreibt immer noch das Leben. Insofern ist Lee Halls Stück The Pitmen Painters am Volkstheater pralle Kunstvermittlung.
    Ein guter Stoff, aus dem der britische Autor Lee Hall sein 2008 uraufgeführtes Stück "The Pitmen Painters" geformt hat, das nun im Wiener Volkstheater unter dem Titel "Im Zeichen der Kunst" seine heftig akklamierte deutschsprachige Erstaufführung erlebte.
    Das Ensemble des Volkstheaters zeigt eine insgesamt gute Leistung und ist mit Freude bei der Sache: Der pedantische George (Erwin Ebenbauer), der für alles behördliche Genehmigungen einholen will. Der in Karl Marx und dessen Thesen vernarrte Harry (köstlich störrisch-knarzend: Rainer Frieb). Der etwas unterbelichtete Jimmy (stark und liebenswert: Thomas Kamper), der namenlose Junge (Thomas Meczele) sowie Oliver (sehr präsent: Raphael von Bargen), der bald zum heimlichen Star der Gruppe und zum Liebling der Kunstsammler avanciert. Gelenkt wird dieses gute Quintett von Robert Lyon (Günter Franzmeier zeigt die Ambivalenz dieses Charakters), einem Professor, der auf Kosten der Gruppe Karriere macht."
    (Kurier)

    „Passender als mit dem Arbeitermärchen Im Zeichen der Kunst - The Pitmen Painters um die britische Ashington-Gruppe hätte das Volkstheater am Vorabend zum 1. Mai den "Tag der Arbeit" nicht anreißen können. Regisseur Max Roberts inszenierte nach seinem Bühnenerfolg in Großbritannien auch die gelungene deutschsprachige Erstaufführung.
    Bereits zu Beginn baut das gut besetzte Ensemble locker einen schweren Brocken ab: Was bedeutet eine Gemälde, die Kunst per se? Gekonnt spielt Hall mit der Spannung zwischen milieuübergreifender Anerkennung und dem mitleidigen "Wir holen dich da raus" -Gedanken. Das sorgt, neben guter Unterhaltung, auch für gesellschaftspolitische Spitzen." (Der Standard)

    „The Pitmen Painters": Helden der Malkunst. Sympathische Interpretation von Lee Halls Lehrstück. Diese wahre Geschichte aus den Dreißigerjahren des 20.Jahrhunderts in der Minenstadt Ashington/Northumberland hat Regisseur Max Roberts zu einem anrührenden Abend gemacht. Fünf Persönlichkeiten entfalten sich an diesem Abend, ein jeder pflegt das Einzigartige. Die Akteure spielen diese Individualitäten schön heraus." (Die Presse)

    „Max Roberts hat die Geschichte als rasantes Lehrstück über Freundschaft und Begehren inszeniert. Er macht die humorvolle Sache spannend, hat auf keine Nuance verzichtet. Das Männerensemble präsentiert dabei eine erstaunliche Vielseitigkeit in Ausdruck und Gefühl, aber auch geradezu erschreckende Charakterzüge zwischen Beseeltheit und Besessenheit. Fazit: Es lässt sich mit einfachen Mitteln überzeugendes Theater machen." (Kronen Zeitung)

    „Das Volkstheater feiert einen Erfolg mit einem Bühnen-Hit aus London: Es geht um Offenheit und Prüderie, um Träume und die harte Realität. Das hat viel Witz, Klugheit und Emotion. Das Volkstheater-Ensemble spielt famos. Sehenswert." (Österreich)

     

  • Fotos
    • Im Zeichen der Kunst - The Pitmen Painters 02 © Christoph Sebastian
    • Im Zeichen der Kunst - The Pitmen Painters 05 © Christoph Sebastian
    • Im Zeichen der Kunst - The Pitmen Painters 04 © Christoph Sebastian
    • Im Zeichen der Kunst - The Pitmen Painters 10 © Christoph Sebastian
    • Im Zeichen der Kunst - The Pitmen Painters 09 © Christoph Sebastian
    • Im Zeichen der Kunst - The Pitmen Painters 01 © Christoph Sebastian
    • Im Zeichen der Kunst - The Pitmen Painters 03 © Im Zeichen der Kunst
    • Im Zeichen der Kunst - The Pitmen Painters 07 © Christoph Sebastian
    • Im Zeichen der Kunst - The Pitmen Painters 06 © Christoph Sebastian

  • Video

    Copyright: Johannes Hammel

    Copyright: Johannes Hammel

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