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Ein Trauerspiel von Johann Wolfgang von Goethe
Premiere: 8. Februar 2008
Spielstätte: Haupthaus
Ohne Stand, ohne Namen, ohne Vermögen ist er nach Madrid gekommen: Clavigo, der junge, äußerst talentierte und ebenso ehrgeizige Journalist. Schnell gewinnt er Ansehen bei Hofe und die Damenwelt liegt ihm zu Füßen. Doch er hat mit Schuldgefühlen zu kämpfen, weil er - auf Anraten seines Freundes Carlos - eine Frau verlassen hat, der er die Ehe versprochen hatte: Eine Entscheidung um der Karriere willen und gegen sein Herz, das nach wie vor an der schönen Französin hängt. Und auch Marie ist trotz des Liebesbetrugs immer noch in Clavigo verliebt. Als Maries Bruder Beaumarchais von Clavigo Rechenschaft fordert und ihn zwingt, ein Schuldbekenntnis zu unterschreiben, schlägt er alle beruflichen Überlegungen in den Wind und bekennt sich zu seinen alten Gefühlen. Zunächst offenbart er Marie seine Liebe mit glühenderen Worten denn je, stürmisch, flehend. Und als sie ihn erhört, ist er der „glücklichste Mensch unter der Sonne".Weil nun der ehelichen Verbindung nichts mehr im Wege zu stehen scheint, wird das Schuldbekenntnis zerrissen. Aber Carlos bringt ihn - einmal mehr - zur Räson, denn unzweifelhaft würde die Ehe mit der kleinen lungenkranken und noch dazu mittellosen Französin, den Freund die Karriere bei Hof kosten. Clavigo wird erneut rückfällig ... die Tragödie nimmt ihren Lauf.
Der 25-jährige Goethe hat seinen Clavigo im Jahr 1774 innerhalb einer Woche geschrieben. Das Sujet - eine wahre Begebenheit - fand er in den Mémoires seines französischen Zeitgenossen Beaumarchais. Zur Enttäuschung der Stürmer-und-Dränger stand jedoch keine neue Kraftfigur im Mittelpunkt des Stücks, sondern im Gegenteil ein merkwürdig Schwankender, ein gemischter Charakter, kurz: ein Zerrissener.
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Regie: Stephan Müller
Bühne: Hyun Chu
Kostüme: Birgit Hutter
Licht: Michael Zerz
Musik: Thomas Luz
Dramaturgie: Hans Mrak
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Clavigo, Archivarius des Königs |
Raphael von Bargen |
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Carlos, dessen Freund |
Michael Wenninger |
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Beaumarchais |
Günter Franzmeier |
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Marie von Beaumarchais |
Luisa Katharina Davids |
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Sophie Guilbert, geborene von Beaumarchais |
Heike Kretschmer |
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Guilbert, ihr Mann |
Thomas Kamper |
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Buenco |
Till Firit |
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Saint Georges |
Markus Westphal |
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2 Butler |
David Michael Nejo, Ibrahim Öztoplu / |
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Christian Humer, Michael Krappel |
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"Stephan Müller hat die Schale dieses verstaubt geglaubten Trauerspiels aus der Feder des jungen, selbstreflexiven Goethe im Wiener Volkstheater völlig geistesgegenwärtig neu zum Leuchten gebracht. (...) So erzählt Müller in der besten Volkstheater-Produktion seit Menschengedenken, wie lauter Ehrenmänner in glänzenden Lackschuhen und bürstenreinen Fräcken die "Moral" als bloße Verschubmasse gebrauchen. (...) Ein Triumph, mit Jubel völlig zu Recht quittiert." (Der Standard)
"Vor allem aber hat Müller ein großartiges Ensemble zum Partner. Raphael von Bargen (Clavigo) und Michael Wenninger (Carlos) spielen präzise, packend und mit großem Körpereinsatz ein herrliches, latent erotisch verbundenes Männer-Duo. Günter Franzmeier ist ein komischer und abgründiger Beaumarchais. Zum Brüllen witzig spielt Heike Ketschmer die lüsterne Hilfsbereitschaft der Sophie." (Kurier)
"Stephan Müller hat 2008 in Wien gezeigt, wie man den "Clavigo" mit leiser Ironie und dezenter Reduktion ins Heute transportieren kann. Ein gelungener Abend." (Kurier)
"Stephan Müller feiert mit einem exzellenten Ensemble und einem ebenso exzellenten Leading Team (Kostüme: Birgit Hutter; Bühne: Hyun Chu) einen wunderschönen Erfolg am und für das Volkstheater." (Oberösterreichische Nachrichten)
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Premiere am 23. Mai
im Volkstheater in den Bezirken!
Mit: Annette Isabella Holzmann; Thomas Kamper, Matthias Mamedof
© Lalo Jodlbauer
Maria Bill als Edith Piaf: Faszinierend, berührend, aufregend und immer authentisch.
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© Lalo Jodlbauer
Mit Erni Mangold und
Erich Schleyer.
Nur mehr am 23. Mai
und 16. Juni 2012!
Infos & Karten
© Lalo Jodlbauer