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von Dimitré Dinev
Uraufführung
Premiere: 4. Mai 2008
Spielstätte: Haupthaus
Ein unerwarteter Tod leitet die Geschehnisse ein, der Tod eines Bauarbeiters. Sein Name ist Nikodim Stavrev, er ist ein Migrant aus Bulgarien, ein Witzbold, ein Mensch, der, ungeachtet der immer strenger werdenden Fremdengesetze, die Feste des Lebens zu feiern verstand und nach vielen Umwegen nun endlich überzeugt war, sein Glück in Österreich gefunden zu haben. Doch sein Glück währt noch kürzer als seine Aufenthaltsgenehmigung. Ein Arbeitsunfall beendet sein Leben im 41. Jahr. Nun will seine Frau Pavlina das Begräbnis nach allen Regeln des Rituals abwickeln. Ein wichtiger Teil dieses Rituals ist die Totenwache, denn eine Leiche, so hat sie es von ihrer Mutter und Großmutter gelernt, soll nie unbeaufsichtigt gelassen werden, wenn man nicht will, dass mit der Seele der Verstorbenen Unheil passiert. Und das Schicksal der Seele ihres Mannes scheint für Pavlina, wenn nicht zu Lebzeiten dann doch nach seinem Tod, sehr wichtig geworden zu sein. Zu diesem Zweck hat sie den Verstorbenen in der Wohnung aufgebahrt, Getränke und Speisen vorbereitet, eine professionelle Klagefrau und vier seiner Freunde und Kollegen eingeladen, damit sie sie durch diese schwere Nacht begleiten.
Weil sie aber nicht will, dass ihre Kinder die Nacht mit einer Leiche in der Wohnung verbringen, führt sie sie zu einer Freundin. Erst wenn die Kinder eingeschlafen sind, will sie wieder in die Wohnung zurückkehren - in ihrer Abwesenheit sollen die Gäste über den Toten wachen. Die vier Freunde ihres Mannes stammen aus verschiedenen Ländern, sind unterschiedlicher Intelligenz, ungleichen Alters und ungleicher Ansichten, doch sie teilen dieselbe Lust am Leben und vor allem denselben Durst. Denn so ein überflüssiger und unnötiger Tod vermag einen nicht nur sehr philosophisch, sondern auch sehr durstig zu stimmen. Dem Alkohol sei Dank entwickelt sich die Totenwache zu einem dionysischen Mysterium, in dem der Tote belebt und die Lebenden totenbleich und gleich werden und die Grenzen zwischen Leben und Sterbenskunst immer mehr verwischen. Dimitré Dinev
Dimitré Dinev wurde 1968 in Plovdiv, Bulgarien, geboren. Im nahegelegenen Pasardshik besuchte er ein deutschsprachiges Gymnasium. Während seiner Schulzeit begann er mit dem Schreiben und veröffentlichte ab 1986 erste Texte in bulgarischer und russischer Sprache. Ende der 80er Jahre nahm er an den Protesten der Oppositionellen gegen das Regime von Todor Shivkov teil. Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus verließ Dinev im Winter 1990 Bulgarien. Er gelangte über die tschechische Grenze nach Österreich, wo er zunächst im Flüchtlingslager Traiskirchen aufgenommen wurde. In Wien studierte er Philosophie und Russische Philologie und schlug sich mit verschiedenen Gelegenheitsjobs durch. Seit 1992 verfasst er in deutscher Sprache Drehbücher, Theaterstücke, Rundfunkfeatures und Prosa. 1992 erhielt er die Große Drehbuchförderung des Österreichischen Filmförderungs-Fonds. Sein Theaterstück "Russenhuhn", das auf den "Troerinnen" von Euripides basiert, wurde 1999 in Wien uraufgeführt. Für die Kurzgeschichte "Boshidar" erhielt er 2000 den ersten Preis des Literaturwettbewerbs "schreiben zwischen den kulturen". 2001 erschien sein erster eigenständiger Erzählband "Die Inschrift", 2003 der Roman "Engelszungen", 2005 folgten die Erzählungen "Ein Licht über dem Kopf" - die Basis für „Eine heikle Sache, die Seele". "Haut und Himmel" wurde 2006 im Rabenhof Theater uraufgeführt, 2007 brachte das Akademietheater die Uraufführung von „Das Haus des Richters". Diesen Sommer ist er „Dichter zu Gast" bei den Salzburger Festspielen.
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Regie: Hans-Ulrich Becker
Bühne: Alexander Müller-Elmau
Kostüme: Gabriele Sterz
Dramaturgie: Susanne Abbrederis
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Nikodim Stavrev |
Günther Wiederschwinger |
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Pavlina Stavreva |
Heike Kretschmer |
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Josef Schutt |
Johannes Seilern |
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Bora Soric |
Günter Franzmeier |
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Virgil Mistrianu |
Kai Schumann |
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Zeko Zekov |
Marcello de Nardo |
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Sladka Srebreva |
Claudia Sabitzer |
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Nadeshda Prekupenko |
Katharina Vötter |
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Charon, Fährmann |
Franz Xaver Schuch |
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Musiker Alexandar Wladigeroff (Trompete), Dimitar Karamitev (Flöte), Martin Lubenov (Akkordeon) |
„Heftig akklamierte Uraufführung." (Falter)
„Großer Jubel für eine überaus lebendige Leiche." (Neues Volksblatt)
„Eine skurrile, fast surreale Farce von farbenprächtigem Witz." (News)
„Regisseur Hans-Ulrich Becker zeichnet die Typen schön griffig und skurril. Das Volkstheater bietet ein durchwegs starkes Ensemble auf. Genial ist, was sich der Regisseur und Bühnenbildner für den Spielort ausgedacht haben." (Salzburger Nachrichten)
„Günther Wiederschwinger gibt einen tollen, lebendigen Toten." (Kurier)
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Premiere am 23. Mai
im Volkstheater in den Bezirken!
Mit: Annette Isabella Holzmann; Thomas Kamper, Matthias Mamedof
© Lalo Jodlbauer
Maria Bill als Edith Piaf: Faszinierend, berührend, aufregend und immer authentisch.
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© Lalo Jodlbauer
Mit Erni Mangold und
Erich Schleyer.
Nur mehr am 23. Mai
und 16. Juni 2012!
Infos & Karten
© Lalo Jodlbauer