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Tragische Komödie in 3 Akten
von Friedrich Dürrenmatt
Premiere: 23. Mai 2008
Spielstätte: Haupthaus
Claire Zachanassian, geborene Kläri Wäscher, kehrt als Multimillionärin in ihre Heimat Güllen zurück. Die Hoffnung der Bevölkerung des heruntergekommenen und völlig verarmten Städtchens auf eine Finanzspritze der Zachanassian ist groß. Man bereitet der alten Dame einen rührenden Empfang und zählt dabei auf Alfred Ill, mit dem Kläri Wäscher einst eine Liebschaft gehabt hat. Doch Claire ist angereist, um sich zu rächen: Vor Jahrzehnten bekam sie ein Kind von Ill, der damals die Vaterschaft bestritten und Zeugen bestochen hat, um statt Kläri die Tochter eines Kleinunternehmers zu heiraten. Aus ihrer Heimat vertrieben, ist Kläri Wäscher über den Umweg der Prostitution die Witwe des Multimillionärs Zachanassian geworden und fordert nun Ills Tod: „Gerechtigkeit für eine Milliarde". Der Bürgermeister weist ihre Forderung „im Namen der Menschlichkeit" zurück, doch die Empörung legt sich rasch: Die bankrotten Bürger leisten sich ungewohnten Luxus und lassen auch bei Ill ihre Einkäufe anschreiben. Als der schwarze Panther der Zachanassian ausbricht und alle männlichen Bewohner von Güllen mit Schusswaffen herumlaufen, fühlt sich Ill endgültig bedroht. Der Pfarrer rät ihm zur Flucht und der Lehrer bittet Claire, der Kleinstadt auch ohne Mord zu helfen. Doch die Zachanassian bleibt hart: „Die Welt machte mich zu einer Hure, nun mache ich sie zu einem Bordell." Claire spielt mit Ill ein grausames Spiel des Abschieds und besucht mit ihm die Plätze, an denen sie sich einst geliebt haben. Im Stadtsaal wird über Claires Stiftung abgestimmt.
Mit der 1956 uraufgeführten Parabel über die totale Käuflichkeit der Welt, über Schuld und Rache gelang Dürrenmatt endgültig der internationale Durchbruch als Dramatiker. Er verhöhnt jedoch weder den Krämer Ill noch seine Jäger, die Einwohner Güllens, sondern lässt in einer unerbittlichen, formal an die antike Tragödie erinnernden Zuspitzung der Fabel bis zur Katastrophe, die Gerechtigkeit als pure Rache an der korrumpierbaren Welt aufdecken.
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Regie: Alexander Kubelka
Bühne: Paul Lerchbaumer
Kostüme: Cornelia Brey
Musik: Mischa Krausz
Dramaturgie: Irene Girkinger
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Claire Zachanassian |
Vera Borek |
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Ill |
Rainer Frieb |
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Ills Tochter |
Luisa Katharina Davids |
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Ills Sohn |
Christoph F. Krutzler |
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Ills Frau |
Johanna Mertinz |
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Der Bürgermeister |
Alexander Lhotzky |
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Der Pfarrer |
Thomas Meczele |
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Die Lehrerin |
Katharina Straßer |
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Der Arzt |
Andy Hallwaxx |
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Der Polizist 1 |
Georges Kern |
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Der Polizist 2 |
Thomas Kamper |
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Die Malerin |
Inge Altenburger |
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Der Butler |
Peter Vilnai |
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Claires Gatten |
Till Firit |
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Koby |
Thomas Bauer |
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Loby |
Wolf Dähne |
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Pressemann I/II |
Thomas Bauer, Wolf Dähne |
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Radioreporter |
Peter Vilnai |
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Die Pfändungsbeamtin |
Veronika Glatzner |
„Ein großer Theaterabend mit einem Werk aus der Weltliteratur.
Frenetischer Applaus!" (Die Virtuelle)
„Vera Borek und Rainer Frieb überzeugen in Dürrenmatts "Der Besuch der alten Dame". Claire, Cyborg Borek beherrscht ihr Handwerk, gestaltet eine Claire, die Kunstfigur genug ist, um zum Lachen zu verführen. Mensch genug, um einen das Fürchten zu lehren. Zart, mit sanften Worten umschmeichelt sie die Güllener, und schwebt schon wie ein Raubvogel über ihnen. Als Ill spielt Rainer Frieb alle Phasen der Trauer ums eigene Leben durch: Verleugnung, Aggression, Resignation, Annahme. Großartig seine Infights mit Vera Borek. Gelungen: die weißen Kuben von Paul Lerchbaumer, die immer wieder neue Spielorte freigeben." (Kurier)
„Stark spielen Vera Borek und Rainer Frieb die Hauptrollen." (Die Presse)
„Das Volkstheater kann für das Volk der Güllener eine schöne Sammlung kräftiger Typen aufbieten: einen taktierenden Bürgermeister (Alexander Lhotzky), eine wackere, mit sich ringende Lehrerin (Katharina Straßer), einen Pfarrer, der seine Grundsätze flexibel handhabt (Thomas Meczele), übereifrige Polizisten (Georges Kern, Thomas Kamper) und andere mehr." (Salzburger Nachrichten)
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Premiere am 23. Mai
im Volkstheater in den Bezirken!
Mit: Annette Isabella Holzmann; Thomas Kamper, Matthias Mamedof
© Lalo Jodlbauer
Maria Bill als Edith Piaf: Faszinierend, berührend, aufregend und immer authentisch.
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© Lalo Jodlbauer
Mit Erni Mangold und
Erich Schleyer.
Nur mehr am 23. Mai
und 16. Juni 2012!
Infos & Karten
© Lalo Jodlbauer