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Spielstätte: Volkstheater in den Bezirken
von Johann Nestroy
Zwei Einakter
Hallwaxx/Leikauf/Fehringer/Navas
Premiere: 6. Oktober 2010
Spielstätte: Volkstheater in den Bezirken
Der Zettelträger Papp Heute ist der Abend der Abende: Mit einer Hauptrolle für die Tochter des Hauptsponsors, Eleonore Düse, wäre das kleine Theater seine Geldnöte los. Ungeduldig und mit Skepsis wird das neue Stück von Theaterdirektor Papp erwartet, der - sehr zum Unmut der Diva und seines traditionsbewussten ersten und einzigen Schauspielers - seine wahre Bestimmung in der eifrigen Bearbeitung von Stücken sieht, und zwar so, „dass sie in die neuesten Zeiten passen" ...
Frühere Verhältnisse Herr Scheitermann ist in arger Not. Denn seit seiner Hochzeit mit der aus besseren Kreisen stammenden Josephine versucht er, vor ihr seine niedere Herkunft zu verbergen. Der Schwindel droht aufzufliegen, als sich für eine vakante Dienstbotenstelle ausgerechnet der heruntergekommene Anton Muffl bewirbt, bei dem der jetzige Hausherr einst selbst Hausknecht war. Die Sache verkompliziert sich zusätzlich, als Josephine die ehemalige Schauspielerin Peppi als Köchin aufnimmt, die früher während ihrer Theaterzeit mit Muffl eine Affäre hatte. Und schon bald zeigt sich: „Das Fatale an früheren Verhältnissen ist, dass sie später oft aufkommen tun."
Frühere Verhältnisse, eines der letzten Stücke Nestroys, ist auch eines seiner beliebtesten. Es hat mit Der Zettelträger Papp, aus seiner frühen Schaffensperiode, ein zentrales Thema gemein: die Liebe zum Theater.
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Regie: Andy Hallwaxx
Bühne: Judith Leikauf, Karl Fehringer
Kostüme: Erika Navas
Musik: Matthias Bauer
Dramaturgie: Elisabeth Geyer
Der Zettelträger Papp
| Pappuschek | Alfred Pfeifer |
| Klaus Maria Maus | Thomas Kamper |
| Peppi Vogel | Doris Weiner |
| Eleonora Düse | Eva Maria Marold |
Frühere Verhältnisse
| Herr von Scheitermann | Thomas Kamper |
| Josephine | Eva Maria Marold |
| Anton Muffl | Alfred Pfeifer |
| Peppi Amsel | Doris Weiner |
„Volkstheater bringt gelungenen Nestroy zum Vorstadt-Gastspiel.
Mit zwei kurzen Nestroy-Stücken, bearbeitet und inszeniert von Andy Hallwaxx, startete das Volkstheater seine diesjährige Bezirks-Tournée. Der erste Blick ins Programmheft lässt Skepsis aufkommen. Denn von den vier Figuren, die Hallwaxx im "Zettelträger Papp" (1827) als Vorspiel zur einaktigen Posse "Frühere Verhältnisse" (1862) auftreten lässt, steht bei Nestroy keine einzige im Rollenverzeichnis. Doch die Mogelpackung macht Spaß und ist insofern legitim, als Hallwaxx mit der Vorlage zwar ebenso frei umgeht, wie es einst Nestroys Gewohnheit war, dabei aber Teile des Original-Textes beibehält und mit erkennbar eigenen, den heutigen Theaterbetrieb mehr oder weniger witzig aufs Korn nehmenden Passagen zu einem frisch-fröhlichen Quodlibet (Musikarrangement: Matthias Bauer) collagiert.
Zu den Klängen der Barcarole erledigen die beiden Angestellten eines Schmierenunternehmens die Vorbereitungen für die Abendvorstellung: Doris Weiner steht als hantiges, trocken pointierendes, hinter und auch auf der Bühne unverzichtbares Faktotum Pepi Amsel am Bühnenbrett, Thomas Kamper erhofft sich als seit Jahrzehnten auf den Durchbruch wartender Mime Klaus Maria Maus endlich eine ergiebige Rolle. Aus dem Zettelträger wird der Theaterdirektor Pappuschek (Alfred Pfeifer), der sich in Anlehnung an die Papageno-Arie selbstbewusst vorstellt, um kurz darauf im Sarastro-Ton darauf zu verweisen, dass man "in diesen heil'gen Hallen die Gage nicht" zahlt. Um den Ruin des Theaters aufzuhalten, muss die Tochter des Hauptsponsors in einer Hauptrolle herausgestellt werden. Eva Maria Marold als Möchtegern-Star mit dem Künstlernamen Eleonore Düse präsentiert sich auch - wie Mozarts Figaro - mit gekonnt schrillen Spitzentönen als vielgefragte Alleskönnerin, die in einem Musical zu brillieren gedenkt. In der Tat zieht der auf Bearbeitungen klassischer Werke spezialisierte Direktor ein geeignetes Stück aus der Tasche, und zwar "Frühere Verhältnisse". Flugs packen alle beim Dekorationsaufbau (Bühne: Judith Leikauf und Karl Fehringer) - Prunkstück: ein goldenes Nilpferd mit integrierter Hausbar - mit an, damit es nach der Pause mit einer Posse losgehen kann, die Menschen vorführt, die im Leben Theater spielen..." (Wiener Zeitung)
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Premiere am 23. Mai
im Volkstheater in den Bezirken!
Mit: Annette Isabella Holzmann; Thomas Kamper, Matthias Mamedof
© Lalo Jodlbauer
Maria Bill als Edith Piaf: Faszinierend, berührend, aufregend und immer authentisch.
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© Lalo Jodlbauer
Mit Erni Mangold und
Erich Schleyer.
Nur mehr am 23. Mai
und 16. Juni 2012!
Infos & Karten
© Lalo Jodlbauer