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Der Hundsturm steht in der neuen Spielzeit ganz im Zeichen der „Besten aus dem Osten“. Wir laden freie Theatergruppen aus unseren Nachbarländern ein, die Erstaunliches und Begeisterndes leisten, und ganz aus der kulturellen Identität ihres Landes, ihrer Herkunft schöpfen, oder darum ringen. Unser erstes Gastland ist Rumänien: mit Theater, Autorenlesungen, Buchpräsentationen, Diskussionsrunden und ganz viel Musik...
Spielstätte: Hundsturm
Rumänien ist seit langer Zeit gelebte EU - ein Land der Minderheiten mit vielen europäischen Einflüssen. Das Bild Rumäniens ist nicht konkret zu fassen, es bleiben blinde Flecken auf der Landkarte des jüngsten EU-Beitrittslandes. Gerade im Bereich von Kunst und Kultur hatte es die rumänische Gegenwartsdramatik nicht leicht, bis sie es nach der politischen Wende auf die Bühnen schaffte. Neu entdeckt wurde das rumänische Theater erst seit weniger als 10 Jahren. Nachdem die Nachwendepolitik gescheitert war, fanden junge Leute den Willen - zuerst auf kleinen Off- Bühnen - Theater zu machen über Themen und in einer Art, wie es sie bis dahin nicht gegeben hatte. Themenauswahl, Duktus und Ästhetik standen im Gegensatz zur Repertoire-Politik der großen Häuser. Denn gerade Autoren wie Gianina Carbunariu gehören einer kompromisslosen Generation an, die es vermochte, das Hier und Jetzt der sich rasant verändernden Transformationsgesellschaft - oder eben auch die Vergangenheit im Kommunismus - neu zu beleuchten. Das heutige rumänische Theater ist ein junges Theater. Aus einem Land stammend, in dem weniger Intendanten und Dramaturgen, sondern vielmehr Regisseure die Spielpläne bestimmen, und in dem Uraufführungen eher die Ausnahme bilden, erlebt manches zeitgenössische Stück seinen Durchbruch zuerst im Ausland.
Im Mittelpunkt des Wochenendes steht die junge rumänische Theaterautorin und Regisseurin Gianina Carbunariu. Sie ist mit ihren Stücken mady-baby.edu und Stop the tempo! vertreten und wird während der Dauer unseres kleinen Festivals selbst anwesend sein!
Die Stadt gehört uns! – Stencil-Graffitis in Bukarest
Fotografien von Vlad Nanca
geboren 1979 in Bukarest, wo er lebt und arbeitet; studierte Fotografie und Video an der Universität der Künste in Bukarest. Europaweite Ausstellungen. Beschäftigt sich mit den subversiven Formen der urbanen Intervention und Kommunikation.
Die Besten aus dem Osten! Folge 1: Rumänien
In Zusammenarbeit mit der Österreichisch-Rumänischen Gesellschaft, Kultur Kontakt Austria und der rumänischen Botschaft in Österreich.
19.00 Uhr Eröffnung19.30 Uhr Autorenlesung Dan Lungu
Dan Lungu, 1969 geboren, ist Soziologiedozent in Iaşi. Mit der Gründung der literarischen Gruppe „Club 8“ sorgte er für Bewegung in dem rumänischen Kulturbetrieb. 12 Schriftsteller stellten sich gegen die Medienvormacht Bukarests und hatten Erfolg. Lungus Erzählungen wurden in mehreren Sprachen übersetzt. „Das Hühnerparadies“ erschien 2005 in Französisch. Dan Lungu wird von KulturKontakt Austria gefördert.
Gastspiel des Teatrul Mic, Bukarest, in rumänischer Sprache mit englischen Übertiteln
Die junge Rumänin Madalina will ihre Heimat Rumänien für immer verlassen und ihrem Freund Voicu nach Irland folgen. Auf dem Hinflug lernt sie ihren Landsmann Bogdan kennen, der in Irland Kunst studieren möchte. Monate später treffen sie sich die drei wieder. Sie stranden jedoch in Gewalt, Prostitution und illegalen Geschäften; den Traum vom neuen Leben im Westen kann Ihnen aber niemand nehmen. Der Neustart wird zur Zerreißprobe.Einladungen: Biennale- Neue Stücke aus Europa in Wiesbaden 2006, New Drama Festival Moskau, 2006, Festival Francophonie Métissée Paris, 2006, sowie in Poznan/Polen 2007. Autorin/Regie: Gianina Carbunariu Licht: Corneliu Dragan Bühne: Maria Draghici Mit: Madalina Ghitescu, Rolando Matsangos, Razvan Oprea
„MANELOS SPIRIT“ ist auf Bukarests Straßen zu lesen; neben dem Schriftzug grinst das Gesicht eines Stars der rumänischen Manele-Schlagerszene. – Wie solche Graffiti die politische Wirklichkeit Rumäniens kommentieren, wie es um Rumäniens Demokratie bestellt ist, ob sich die berühmten Boden-Turner oder die Devisen der ausländischen Investoren schneller überschlagen … das und mehr ist nachzulesen in der Anthologie Rumänien nach der Revolution. Eine kulturelle Gegenwartsbestimmung (hg. von Kristina Werndl, Braumüller Verlag, 2007).
freier Schriftsteller. Geboren in Timisora 1967; lebt in Zürich als Schweizer Bürger. Hochschulstudium der Psychologie und Psychopathologie an der Universität Zürich. Publizierte zahlreiche Romane, Kurzprosa, Essays und Rezensionen. Der Autor liest aus Der blinde Masseur und spricht mit der Herausgeberin.
Paula, Maria und der arbeitslose DJ Rolando - drei junge Leute in den Zwanzigern - träumen vom Erfolg, der großen Liebe und viel Geld. Die Realität aber sieht anders aus. Der Zufall führt sie in einem Club zusammen und sie bilden ein Trio der fatalen Abhängigkeit. Nach einem Autounfall treiben die drei ziellos durch das Nachtleben und drehen Sicherungen in Clubs heraus. Doch ihr neues Hobby endet tödlich. Die Geschichte einer Revolte gegen das System!
Stop the tempo! zählt zu den Entdeckungen der Wiesbadener Theaterbiennale 2004 und wurde bereits in Frankreich, Irland und dieses Jahr beim Heidelberger Stückemarkt gezeigt. Die junge Regisseurin Katrin Hiller (am Volkstheater u.a. Das Geheimnis der Irma Vep, Fräulein Braun) wird Stop the tempo! als szenische Lesung mit Annette Isabella Holzmann, Katharina Vötter und Thomas Meczele einrichten.
Wo sind Sie, die jungen Wilden, und worüber schreiben Sie? Welche Themen bewegen das rumänische Theater 15 Jahre nach dem Ende des Kommunismus? Mit: Iulia Popovici (Kulturredakteurin in Bukarest für Observator Cultural und ZIUA).
Gastspiel des Teatrul Mic, Bukarest, in rumänischer Sprache mit englischen Übertiteln
Die junge Rumänin Madalina will ihre Heimat Rumänien für immer verlassen und ihrem Freund Voicu nach Irland folgen. Auf dem Hinflug lernt sie ihren Landsmann Bogdan kennen, der in Irland Kunst studieren möchte. Monate später treffen sie sich die drei wieder. Sie stranden jedoch in Gewalt, Prostitution und illegalen Geschäften; den Traum vom neuen Leben im Westen kann Ihnen aber niemand nehmen. Der Neustart wird zur Zerreißprobe.
Einladungen: Biennale- Neue Stücke aus Europa in Wiesbaden 2006, New Drama Festival Moskau, 2006, Festival Francophonie Métissée Paris, 2006, sowie in Poznan/Polen 2007. Autorin/Regie: Gianina Carbunariu Licht: Corneliu Dragan Bühne: Maria Draghici Mit: Madalina Ghitescu, Rolando Matsangos, Razvan Oprea
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1977 in Pietra Neamt geboren, studierte Rumänische und Französische Literatur an der Universität Bukarest und nahm anschließend das Studium der Schauspielregie an der Nationalen Theater- und Filmakademie in Bukarest auf. Seit 2002 führt sie an verschiedenen Theatern in Bukarest Regie und hat u.a. Stücke von Matei Visniec, Hávar Sigurjónsson und Franz Xaver Kroetz inszeniert. 2000 legte sie ihr erstes Stück Unwirklichkeiten aus dem nahen wilden Osten vor, das den Ersten Preis beim Nationalen Drama- Wettbewerb gewann. Ihr zweites Stück Honey wurde 2002 in Piatra Neamt uraufgeführt und auch in der Schweiz gezeigt. 2002 zählte sie zu den Initiatoren von dramAcum - einem Projekt für Gegenwartsdramatik in Rumänien, das mittlerweile 5 Produktionen umfasst. Ihr Stück Kebab, eine Weiterführung von mady-baby.edu, wurde im Frühjahr 2007 an der Berliner Schaubühne als Deutschsprachige Erstaufführung präsentiert und auch an den Münchner Kammerspielen produziert (Regie: Barbara Weber). Diesen Herbst ist sie – nach dem Londoner Royal Court Theatre - Artist in Residence am Lark Theater in New York, wo sie ihr neues Stück schreiben wird, zusätzlich arbeitet sie an Auftragswerken für die Münchener Kammerspiele („Projekt: Calling Home“) und an einem Einakter für Graz zum Thema Saving The World.
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Premiere am 23. Mai
im Volkstheater in den Bezirken!
Mit: Annette Isabella Holzmann; Thomas Kamper, Matthias Mamedof
© Lalo Jodlbauer
Maria Bill als Edith Piaf: Faszinierend, berührend, aufregend und immer authentisch.
Jetzt Karten sichern!
© Lalo Jodlbauer
Mit Erni Mangold und
Erich Schleyer.
Nur mehr am 23. Mai
und 16. Juni 2012!
Infos & Karten
© Lalo Jodlbauer