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von William Shakespeare
in einer Bearbeitung von Nuran David Calis
Premiere: 11. Mai 2007
Spielstätte: Haupthaus
So fein und faul war nie ein andrer Tag - ein seltsames Resümee des Generals Macbeth, der als Sieger auf das Schlachtfeld blickt. Hoch- und Landesverrat sind niedergeschlagen, die norwegischen Eindringlinge vertrieben, Schottland kann einem neuen Frieden entgegensehen. Aber auf dem Weg zu ihrem König Duncan begegnen den Feldherren Macbeth und Banquo drei Hexen, und ihre Prophezeiungen geben der Welt einen anderen Verlauf ...
Macbeth ist ebenso politische Warnung vor Umsturz und tyrannischer Willkürherrschaft wie Exemplum gegen Wertezerfall und die Verführungskraft des Bösen. Es geht um existentielle Grundbefindlichkeiten und Grenzsituationen: um Mord und Glaubensverlust, Egomanie und Machtgier, um Angstterror und seelische Qual, das Herausfallen aus allen Halt gebenden Ordnungen, um schreckliches Alleinsein und eine große postpsychotische Erstarrungskälte. Die Titelfigur ist vielschichtig: Krieger, Machtmensch, Frommer, liebender Gatte, Verführter, Visionär, Angstbesessener, Egomane, Machiavellist, Atheist, Sadist, Zyniker,Wahnkranker, Amokläufer, Massenmörder. Als Ganzes aber ist Macbeth Inbegriff der modernen Selbstvergottung,Vergewaltiger seiner selbst, individualistischer uomo singolare, der sich aus dem Naturverband losreißt, die alte einengende Weltordnung zurückweist, und zu spät merkt, dass damit auch Humanitätsgrenzen und seelischer Halt verloren gehen. Am Schluss wird die zivile Ordnung zwar wiederhergestellt. Aber es ist eine soziale Organisationsform zweiten Grades, die durch das Stahlbad der Auflösung gegangen ist. Die Möglichkeit der Liquidation aller festen Verhältnisse ist nunmehr in der Welt. Nichts wird sein wie vorher. Horst Breuer
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Regie: Nuran David Calis
Ausstattung: Irina Schicketanz
Video: Karnik Gregorian
Musik: Vivan Bhatti
Licht: Michael Zerz
Dramaturgie: Hans Mrak
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Duncan, König von Schottland |
Rainer Frieb |
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Malcolm, sein Sohn |
Peter Becker |
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Macduff, Anführer des königlichen Heeres |
Marcello de Nardo |
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Macbeth, Anführer des königlichen Heeres |
Till Firit |
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Banquo, Anführer des königlichen Heeres |
Ismail Deniz |
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Lenox, schottischer Edler |
Thomas Bauer |
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Rosse, schottischer Edler |
Thomas Kamper |
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Lady Macbeth |
Heike Kretschmer |
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Drei Hexen |
Ivanka Brekalo, Jennifer Frank, Beatrice Frey |
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Fleance |
Martin Karwautz / Tobias Schramek |
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Videoeinspielung: |
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Lady Macduff |
Annette Isabella Holzmann |
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Sohn Macduff |
Oscar Schöller |
"Das Ergebnis des Theaterabends ist ein Stück voller starker Bilder mit beeindruckenden Bühnenbauten und einem durchwegs jungen Ensemble." (Wien live)
"Auf der größeren Bühne Wiens mag sich Burgtheaterdirektor Klaus Bachler gerne weiter auf "Shakespearewahrheitssuche", wie er es nennt, begeben. Im Volkstheater hat man jetzt wenigsten schon mal eine Spur davon gefunden." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
"Ausstatterin Irina Schicketanz hat eines der besten Bühnenbilder der Saison gebaut: einen weißen Halbzylinder, der einerseits an seiner glatten Außenfläche uneinnehmbare Festung signalisiert, als perfekte Leinwand für dramaturgisch klug eingesetzte Videoeinspielungen dient und gleichzeitig wandelbaren Innenraum bietet." (Oberösterreichische Nachrichten)
"Calis' Interpretation zeigt mit Elementen aus Film und Videoclips, wie aktuell Shakespeare heute ist - und wohl immer bleiben wird. Hingehen, schauen und staunen." (LIVE)
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Premiere am 23. Mai
im Volkstheater in den Bezirken!
Mit: Annette Isabella Holzmann; Thomas Kamper, Matthias Mamedof
© Lalo Jodlbauer
Maria Bill als Edith Piaf: Faszinierend, berührend, aufregend und immer authentisch.
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© Lalo Jodlbauer
Mit Erni Mangold und
Erich Schleyer.
Nur mehr am 23. Mai
und 16. Juni 2012!
Infos & Karten
© Lalo Jodlbauer