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Nora oder Ein Puppenheim 15 - Header

Nora oder Ein Puppenheim

Nora oder Ein Puppenheim

Spielstätte: Volkstheater in den Bezirken

von Henrik Ibsen
Schauspiel in drei Akten
Arens/Kudlich/Navas
Premiere: 15. Februar 2012

Spielstätte: Volkstheater in den Bezirken

Weihnachten im Hause Helmer. Fröhliche Stimmung. Torvald, der „Herr des Hauses", ist befördert worden. Geld und gesellschaftlicher Aufstieg winken. Für Nora, Torvalds Frau, bedeutet die finanzielle Verbesserung nach Jahren des Bangens Erleichterung. Denn sie hat ein Geheimnis: Zu Beginn ihrer Ehe nahm sie - um ihrem schwerkranken Mann eine Kur in Italien zu ermöglichen - heimlich einen Kredit bei dem Advokaten Krogstad auf und fälschte dafür die Unterschrift ihres im Sterben liegenden Vaters. Seither lebte sie in ständiger Spannung und Sorge, ob es ihr auch gelingen würde, ihre Schulden zurückzuzahlen. Doch die Erleichterung hält nicht lange an. Krogstad erpresst sie mit der gefälschten Unterschrift. Nora soll verhindern, dass Torvald ihm kündigt. Ihre Versuche diesbezüglich schlagen jedoch fehl, die Lage scheint ausweglos. Zu allem Übel erhält Torvald einen Brief von Krogstad, der Noras Tat enthüllt. Torvald, entsetzt, kann nicht sehen, dass Nora aus Liebe zu ihm so gehandelt hat, und fürchtet einen Skandal, der ihn seine berufliche und gesellschaftliche Stellung kosten könnte. Da trifft ein weiterer Brief Krogstads ein, der den zerrissenen Schuldschein enthält - und das Familienglück scheint wiederhergestellt. Doch für Nora hat sich alles geändert...

Henrik Ibsen, der wie kaum ein anderer die gesellschaftlichen Zustände seiner Zeit erbarmungslos sezierte, schrieb dieses Stück im Sommer 1879. Es ist eines seiner erfolgreichsten und weist mit der Thematik der Emanzipation weit in die Zukunft. Noch im selben Jahr folgte die Uraufführung am Königlichen Theater in Kopenhagen, allerdings mit geändertem Schluss. Dass Nora, die „Puppenfrau" in einem „Puppenheim", in dem aus Liebe gelogen wird, Mann und Kinder verlässt, um zu sich selbst zu finden, und ein eigenständiger Mensch wird, war für die damalige Zeit zu brisant.

 

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  • Regie und Ausstattung

    Regie: Babett Arens
    Bühne: Hans Kudlich
    Kostüme: Erika Navas
    Dramaturgie: Elisabeth Geyer

     

  • Besetzung

    Helmer, Advokat  Till Firit 
    Nora, seine Frau Annette Isabella Holzmann
    Doktor Rank Tim Breyvogel
    Frau Linde Katrin Grumeth
    Rechtsanwalt Krogstad Tobias Voigt
    Maria, Angestellte bei Helmers Irene Pernsteiner

  • Pressestimmen

    „Sie hat noch immer Kraft, diese Tragödie einer jungen Frau, die um ihr Recht kämpft und auf „das Wunderbare" hofft. Einst hat Nora eine Unterschriftenfälschung begangen, aus Liebe zu ihrem Mann. Dieses Unrecht holt sie nun ein, sie will es gemeinsam mit dem Gatten bewältigen. Er lässt ihr keine Chance.
    Diese von Annette Isabella Holzmann gespielte Nora will hoch hinaus. Sie kommt soeben vom Kaufrausch für Weihnachten zurück, legt sich eine Platte von Abba auf: „I Do, I Do, I Do", später dann „Money, Money, Money". Bei Arens muss sie anfangs eine ganz Naive sein, die glaubt, dass Shopping happy macht. Sie braucht Geld? Sie muss darum betteln. Man möchte ob ihrer Naivität erst sogar für Helmer Partei ergreifen, der von Till Firit ausgezeichnet verkörpert wird als Mann voll Unsicherheit hinter gespielter Dominanz. Diese Ängste vor dem Absturz setzen auch Tim Breyvogel (Rank), Katrin Grumeth (Linde) und Tobias Voigt (Krogstad) um, jeder in seiner eigenen, differenzierten Art.
    Am schwersten hat es aber in dieser Inszenierung die Hauptdarstellerin. Ihr wird eine ungeheure Fallhöhe zugemutet, wie in der Anfangszeit der Suffragetten. Von der anspruchsvollen Puppe muss sie sich über die manipulierte Ehefrau zu jener Nora entwickeln, die in einer einzigen enthüllenden Szene, in der Konfrontation mit dem Monster Mann, zur konsequenten Heldin wird. Das Finale, in dem eine intelligente Frau erkennt, wie ihr Vater das Töchterchen um ihren freien Willen, wie ihr Mann sie dann um ihre Chancen zur freien Entwicklung gebracht hat, passt besser zu Holzmann als die Kindfrau in den ersten beiden Akten. Und das kann doch nur im Sinne Ibsens sein." (Die Presse)

    „Auffallend in Babett Arens' Inszenierung für das Volkstheater in den Bezirken ist die das Puppenhausthema aufgreifende Bühne Hans Kudlichs: Tapete, Kanapee und Plastikweihnachtsbaum in unangenehmer Farbmischung sowie Vintage-Mode (Kostüme: Erika Navas) unterstreichen die unbehagliche Stimmung des Stücks.
    Till Firit zeigt als Torvald eine eindrucksvolle Abfolge von Gefühlszuständen. Und schließlich erwacht auch Nora zu authentischem Leben, wo das Stück seine Gesellschaftskritik auf den Punkt bringt und sie ihr Puppenheim verlässt: Holzmanns stärkste Szene. Ibsens wortgewaltiges Ende verfehlt seine Wirkung nicht." (Der Standard)
     

     

     

  • Fotos
    • Nora oder Ein Puppenheim 01 © Lalo Jodlbauer
    • Nora oder Ein Puppenheim 02 © Lalo Jodlbauer
    • Nora oder Ein Puppenheim 03 © Lalo Jodlbauer
    • Nora oder Ein Puppenheim 04 © Lalo Jodlbauer
    • Nora oder ein Puppenheim 05 © Lalo Jodlbauer
    • Nora oder ein Puppenheim 06 © Lalo Jodlbauer
    • Nora oder ein Puppenheim 07 © Lalo Jodlbauer
    • Nora oder ein Puppenheim 08 © Lalo Jodlbauer
    • Nora oder ein Puppenheim 09 © Lalo Jodlbauer
    • Nora oder ein Puppenheim 10 © Lalo Jodlbauer
    • Nora oder ein Puppenheim 11 © Lalo Jodlbauer
    • Nora oder ein Puppenheim 12 © Lalo Jodlbauer
    • Nora oder ein Puppenheim 13 © Lalo Jodlbauer
    • Nora oder ein Puppenheim 14 © Lalo Jodlbauer
    • Nora oder ein Puppenheim 15 © Lalo Jodlbauer
    • Nora oder ein Puppenheim 16 © Lalo Jodlbauer
    • Nora oder ein Puppenheim 17 © Lalo Jodlbauer

  • Video

    © Johannes Hammel / Christian Haake

    © Johannes Hammel / Christian Haake

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