VOLKSTHEATER - JEDEN TAG THEATER

Gin Rommé 02

Gin Rommé

Gin Rommé

Spielstätte: Volkstheater in den Bezirken

von Donald L. Coburn
(The Gin Game) Deutsch von Barbara Christ
Weiner/Kudlich/Navas
Premiere: 23. November 2011

Spielstätte: Volkstheater in den Bezirken

Besuchstag im Altersheim. Während die meisten seiner Mitbewohner gemütlich mit ihren Kindern und Enkeln beisammensitzen, flüchtet sich Weller auf die Veranda, um dem Trubel zu entgehen. Er bekommt schon seit langem keinen Besuch mehr, verweigert sich aber auch der „fürsorglichen Belagerung" durch das Pflegepersonal. Noch weniger will er mit seinen Leidensgenossen zu tun haben, die ständig über ihre Wehwehchen klagen. Da taucht Fonsia auf. Auch sie ist einsam. Wellers Leidenschaft für das Kartenspiel „Gin Rommé" führt die beiden zusammen. Das Spiel wird zum Bindeglied und zum Katalysator für Konflikte. Lebenslügen werden aufgedeckt wie Karten und lang unterdrückte Emotionen brechen hervor - besonders auch weil Fonsia mit schöner Regelmäßigkeit das Spiel gewinnt und Weller ein äußerst schlechter Verlierer ist. Schnell wird klar: Die beiden können nicht miteinander, aber ohne einander noch viel weniger.

Gin Rommé verhalf seinem Autor zum Durchbruch und wurde 1978 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Coburn versucht in seinem Stück, die ganze Konzentration auf zwei Personen zu lenken, die sich dem Ende ihres Lebens nähern. Sie sind isoliert und einsam - durch die Art wie sie ihr Leben geführt haben genauso wie durch die äußeren Umstände. Der Autor wirft einen liebevollen Blick auf das Altern, ohne jedoch die Schattenseiten außer Acht zu lassen.
Gin Rommé feierte 1977 seine Premiere am Broadway und wurde 517 Mal gespielt. Die Verfilmung 1980 gewann einen Golden Globe Award sowie drei Nominierungen für die Emmy Awards.

 

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  • Regie und Ausstattung

    Regie: Doris Weiner
    Bühne: Hans Kudlich
    Kostüme: Erika Navas
    Dramaturgie: Doris Happl 

  • Besetzung

    Fonsia Dorsey  Julia Gschnitzer 
    Weller Martin Pavel Fieber
    Schwester Rebecca Elisabeth Balog

  • Pressestimmen

    „Als Julia Gschnitzer alias Altenheimbewohnerin Fonsia Dorsey (in umwerfenden Kleidern von Erika Navas) auf die Bühne wirbelt und ihrem Spielpartner Pavel Fieber alias mürrischer Mitbewohner Weller Martin hinreißend Paroli bietet, geht ein positives Raunen durch die Mehrzweckhalle - und jungen wie älteren Zuschauern ist ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.
    Volkstheater in den Bezirken - Leiterin Doris Weiner gelingt eine humorvolle und zugleich tiefsinnige Inszenierung des mit dem Pulitzerpreis für Theater ausgezeichneten Kammerspiels von Donald L. Coburn über zwei Personen, die sich dem Ende ihres Lebens nähern und mit gegenseitiger Hilfe ihre Fehler reflektieren.
    Auf einer schäbigen Veranda mit Kartentisch und Hollywoodschaukel (Bühne: Hans Kudlich) liefern sich die beiden Protagonisten einen fulminanten Schlagabtausch, und mit jeder Partie dringen sie tiefer in die eigenen Schattenseiten ihrer Biografien ein. Ein Happyend im klassischen Sinne gibt es nicht, dennoch geht das Spiel gut aus." (Der Standard)

    „Ein tragikomisches Duell am Spieltisch des Lebens
    Der einstige Broadway-Hit bietet nach wie vor exzellentes Schauspielerfutter. Julia Gschnitzer und Pavel Fieber - neu am Volkstheater - treffen denn auch beim zweistündigen Karten-Duell in Doris Weiners diskret-feinfühliger Inszenierung komödiantisch und punktgenau jede Schwäche des Gegners.
    Mit charmant triumphierendem Lächeln provoziert Julia Gschnitzers Fonsia den cholerischen Weller von Pavel Fieber zu Wutausbrüchen, die einen Herzinfarkt befürchten lassen.
    Karten werden ausgespielt und zwei Menschenleben dabei sichtbar gemacht: amüsant sowie tieftraurig und unsentimental." (Wiener Zeitung)

    „Das Volkstheater bietet zwei hinreißende Schauspieler auf, die diesen Rollen Profil geben, ja brillieren: Pavel Fieber spielt den nervösen, streit- und herrschsüchtigen Mann, Julia Gschnitzer die zauberhafte, in ihrem Leben und ihren Beziehungen gescheiterte Lady. Beide begeistern das Publikum, beiden glaubt man, dass sie im Leben schon einander begegnet sind. So souverän und natürlich schlüpfen sie in diese Rollen." (Kronen Zeitung)

     

  • Fotos
    • Gin Rommé 01 © Lalo Jodlbauer
    • Gin Rommé 02 © Lalo Jodlbauer
    • Gin Rommé 03 © Lalo Jodlbauer
    • Gin Rommé 04 © Lalo Jodlbauer
    • Gin Rommé 05 © Lalo Jodlbauer
    • Gin Rommé 06 © Lalo Jodlbauer
    • Gin Rommé 07 © Lalo Jodlbauer
    • Gin Rommé 08 © Lalo Jodlbauer
    • Gin Rommé 09 © Lalo Jodlbauer
    • Gin Rommé 10 © Lalo Jodlbauer
    • Gin Rommé 11 © Lalo Jodlbauer
    • Gin Rommé 12 © Lalo Jodlbauer
    • Gin Rommé 13 © Lalo Jodlbauer
    • Gin Rommé 14 © Lalo Jodlbauer
    • Gin Rommé 15 © Lalo Jodlbauer

  • Video

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