VOLKSTHEATER - JEDEN TAG THEATER

Der Alpenkönig und der Menschenfeind 01

Der Alpenkönig und der Menschenfeind

Der Alpenkönig und der Menschenfeind

Spielstätte: Haupthaus

von Ferdinand Raimund
Schottenberg/Kudlich/Navas/Krausz
Premiere: 17. Dezember 2010

Spielstätte: Haupthaus

Der Alpenkönig greift in die Geschicke der Menschen ein, namentlich in die des Menschenfeinds Rappelkopf. Ihn zu heilen, macht er sich zur Aufgabe: Er verspricht Malchen, der Tochter Rappelkopfs, die Vereinigung mit ihrem Liebsten August, die der Vater ihr versagt, und erfindet eine ebenso weise wie theatralisch ergiebige Therapie. Er verwandelt sich in Rappelkopf und diesen in Sophies Onkel, dessen Besuch bevorsteht. So wird Rappelkopf mit sich selbst konfrontiert und kann sein wahres Wesen erkennen ...

In seinem „Helden" Rappelkopf konnte Raimund seinen eigenen inneren Zwiespalt dramatisch gestalten. Der Alpenkönig und der Menschenfeind, Raimunds 7. Stück, wurde 1828 uraufgeführt. Alles, was den Schöpfungen Raimunds vorgeworfen werden konnte, ist „wie durch Zaubermacht" in diesem romantisch-komischen Original-Zauberspiel überwunden, das als Höhepunkt seines Schaffens und in gleicher Weise als einer der Höhepunkte der dramatischen Dichtung Österreichs gilt. Raimund tritt mit diesem Stück aus den unübersichtlichen orientalisch-antiken Sphären des Zaubertheaters auf die Erde, jedoch nicht als schematisches Gleichnis, sondern als unverwüstliche Charakterkomödie voll Witz, Humor und Tiefe.

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  • Regie und Ausstattung

    Regie: Michael Schottenberg
    Bühne: Hans Kudlich
    Kostüme: Erika Navas
    Musik: Mischa Krausz
    Korrepetitor: Bernhard van Ham
    Dramaturgie: Hans Mrak

  • Besetzung
     Alpenkönig (Der Wächter)  Thomas Kamper
     Rappelkopf  Andreas Vitásek
     Sophie  Claudia Sabitzer
     Malchen  Andrea Wenzl
     Moritz Silberkern  Heinz Petters
     August Dorn  Matthias Mamedof
     Lisi  Andrea Bröderbauer
     Habakuk  Christoph F. Krutzler
     Sabine  Andy Hallwaxx
     Köhler  Thomas Bauer
     Köhlerin  Claudia Sabitzer
     Alte  Andrea Bröderbauer
     Salchen  Andrea Wenzl
     Kind  Andy Hallwaxx
     Hund  Matthias Mamedof
     Viktoria  Andy Hallwaxx
     Emerentia  Andrea Bröderbauer
     Walburga  Andrea Wenzl
     Alpanor  Thomas Bauer
       
     Musiker  Gerald F. Preinfalk/ Florian Fennes, Katharina Hofbauer/ Gabriela Mossyrsch
       
  • Pressestimmen

    „Schrullig, aber gut: "Der Alpenkönig und der Menschenfeind" im Wiener Volkstheater.
    Für „Der Alpenkönig und der Menschenfeind" hat sich Regisseur Michael Schottenberg im Wiener Volkstheater einen überaus kauzigen Einfall vergönnt. Anstatt sich nämlich zu überlegen, wie man Ferdinand Raimunds Zauberposse am wirkungsvollsten entstauben könnte - so sie das überhaupt nötig hat! -, verräumt sie der Herr Direktor höchstpersönlich ins Museum.
    In der windschiefen Behausung des cholerischen Menschenfeindes verlustiert sich ein tadelloses Komödien-Ensemble, das seinesgleichen in Wien nicht hat. Es ist schon recht erheiternd, Andreas Vitásek dabei zuzusehen, wie er Wut und Hass aus dem Pyjama eines notorischen Neurotikers ("dissoziale Soziopathie", wie seine Frau erklärt) herausschüttelt.
    Schottenberg hat über die Jahre einen recht präzisen Blick auf soziale Verwerfungen innerhalb komplizierter Figuren-Ensembles entwickelt. Rappelkopf fühlt sich von der Welt prophylaktisch betrogen.
    Im Volkstheater lässt sich eine famose Ansammlung von Nervenschwachen bewundern: Das Dienstmädchen Lisi (Andrea Bröderbauer) funkelt sachlich wie eine Schneide aus Nirosta-Stahl. Der verrückte Habakuk (Christoph F. Krutzler), der von sich behauptet, "zwei Jahre in Paris" gedient zu haben, ist ein wahrer Berg an trauriger Verzagtheit. Und auch in Schottenbergs schrulliger Bearbeitung funkelt ein köstlicher Kern: Heinz Petters gibt den Silberkern als Traumfigur, die sachte aus ihrer Rolle herausplatzt. Eine insgesamt doch höchst manierliche Museumsexkursion." (Der Standard)

    „Michael Schottenberg inszeniert Ferdinand Raimunds "Der Alpenkönig und der Menschenfeind" mit Lust, Ideenreichtum und einem starken Ensemble, das TV-Star Andreas Vitásek differenziert zur Seite steht.
    Dieses Spiel von und mit Ferdinand Raimund bezaubert. Und das ist die Leistung des gesamten Teams." (Die Presse)

    „Andreas Vitásek glänzt in „Der Alpenkönig und der Menschenfeind". Diese Aufführung hat das Zeug zum großen Publikums-Hit. Ferdinand Raimunds urwienerische Zauberposse wird im Wiener Volkstheater zum deftig-sinnlich-klugen Spiel vom Wüten des reichen Mannes. Andreas Vitásek legt den Menschenfeind Rappelkopf als monströse Gestalt an, deren zürnender Furor von Selbstmitleid und Verfolgungswahn gespeist wird. Thomas Kamper gibt dem Alpenkönig erst statuenhafte Grandezza und dann, in der Verwandlung zu Rappelkopfs Alter Ego, loderndes Temperament. Regisseur Michael Schottenberg führt das Stück in Hans Kudlichs feinem Museums-Bühnenbild stilsicher und mit rasantem Tempo in die Moderne. Aus dem famosen Ensemble ragen Andrea Wenzl, Christoph F. Krutzler und der hinreißende Heinz Petters heraus." (Österreich)

    „Michael Schottenbergs souveräne Regie versetzt den Alpenkönig, wohin er gehört: ins Reich der Bilder. Und so werden die Bilder per Bühnenzauber Wirklichkeit, öffnen sich zum schrägen Bürgersalon, den dann der wutentbrannte Hausherr Rappelkopf mit Genuss kurz und klein schlagen darf. Mit dieser Gestalt ist Raimund das frühe Psychogramm des wildgewordenen Wiener Grantlers gelungen. Wenn der imaginäre Alpenkönig (nobel: Thomas Kamper) den echten Rappelkopf ganz real verdoppelt, haben wir es mit einer Persönlichkeitsspaltung zu tun, die Raimund bei einem Pistolenduell der Doppelseele auf die schizophrene Spitze treibt. Und der wunderbare Heinz Petters hat es als Onkel Moritz beim Zwiegespräch mit seiner Souffleuse und dem Autor die Gelegenheit, alle Theaterkonventionen ganz nebenbei hoppszunehmen." (FAZ)

    „Andreas Vitásek läuft als Rappelkopf im zweiten Teil des Stücks, wo er sich selbst bei seinem schikanösen Treiben gegen Familie und Dienerschaft zusehen kann, zur darstellerischen Glanzleistung auf. Sein Spiegelbild verkörpert der Alpenkönig, der in Michael Schottenbergs Inszenierung als Nachtwächter (wunderbar unterspielt von Thomas Kamper) im Museum fungiert. Hans Kudlichs Bühnenbild, Schottenbergs schnörkellose Regie und dem enthusiasmierten Ensemble ist eine feine Theaterproduktion zu danken." (Oberösterreichische Nachrichten)

     

  • Fotos
    • Der Alpenkönig und der Menschenfeind 01 © Lalo Jodlbauer
    • Der Alpenkönig und der Menschenfeind 02 © Lalo Jodlbauer
    • Der Alpenkönig und der Menschenfeind 03 © Lalo Jodlbauer
    • Der Alpenkönig und der Menschenfeind 04 © Lalo Jodlbauer
    • Der Alpenkönig und der Menschenfeind 05 © Lalo Jodlbauer
    • Der Alpenkönig und der Menschenfeind 06 © Lalo Jodlbauer
    • Der Alpenkönig und der Menschenfeind 07 © Lalo Jodlbauer
    • Der Alpenkönig und der Menschenfeind 08 © Lalo Jodlbauer
    • Der Alpenkönig und der Menschenfeind 09 © Lalo Jodlbauer
    • Der Alpenkönig und der Menschenfeind 10 © Lalo Jodlbauer
    • Der Alpenkönig und der Menschenfeind 11 © Lalo Jodlbauer
    • Der Alpenkönig und der Menschenfeind 12 © Lalo Jodlbauer
    • Der Alpenkönig und der Menschenfeind 14 © Lalo Jodlbauer
    • Der Alpenkönig und der Menschenfeind 15 © Lalo Jodlbauer
    • Der Alpenkönig und der Menschenfeind 16 © Lalo Jodlbauer
    • Der Alpenkönig und der Menschenfeind 17 © Lalo Jodlbauer
    • Der Alpenkönig und der Menschenfeind 18 © Lalo Jodlbauer
    • Der Alpenkönig und der Menschenfeind 19 © Lalo Jodlbauer

  • Video

    Copyright: Johannes Hammel

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    Die Bühne auf Radio Stephansdom
    Stückauswahl: Der Alpenkönig und der Menschenfeind