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(Moonlight and Magnolias)
Komödie von Ron Hutchinson
Deutsch von Katharina Abt und Daniel Karasek
Schubert/Koch/Stolterfoht
Premiere: 19. Juni 2011
Spielstätte: Haupthaus
Hollywood 1939, hinter den Kulissen jenes Films, der bis heute als größter Kassenschlager aller Zeiten gilt: Vom Winde verweht. Der Produzent David O. Selznick hat ein Vermögen in das Projekt investiert, seine ganze Existenz steht auf dem Spiel. Doch kaum laufen die Dreharbeiten, lässt er sie wieder stoppen, weil er merkt, er hat den falschen Regisseur und - selbst nach der x-ten Fassung - immer noch kein gutes Drehbuch. Die Zegiefrage ist schnell gelöst. Selznick engagiert Victor Fleming, einen leidgeprüften Routinier, der eigentlich gerade den Zauberer von Oz dreht. Schwieriger ist es, den Star-Schreiber Ben Hecht zu überzeugen, ein handhabbares Script zu liefern.
Hecht hat keine Zeile des Romans gelesen, findet die Saga um Scarlett O'Hara und Rhett Butler, Melanie und Ashley scheußlich, eine Liebesschnulze, „Mondlicht und Magnolien"-Kitsch. Außerdem: „Noch nie hat ein Bürgerkriegsfilm auch nur einen Cent eingespielt." Panisch greift Selznick zu einer Notlösung. Gemeinsam mit Fleming spielt er Hecht die komplizierte Handlung vor. Parallel dazu schreibt Hecht die Dialoge. Knapp eine Woche sind die drei Männer in Selznicks Büro eingesperrt, schlüpfen in wechselnde Rollen, durchleben die Irrungen und Wirrungen der weltberühmten Charaktere, den Brand Atlantas, die Geburt von Melanies Baby, den Wiederaufbau Taras. Sie geraten in den Rausch des Melodrams, kämpfen mit ihrer eigenen Erschöpfung, wachsender Gereiztheit, Zerschleißerscheinungen und höchst verschiedenen Sichtweisen des Stoffs - alles mit dem Ziel, ganz großes Kino zu erschaffen, auch wenn Hecht und Fleming eher den Flop des Jahrhunderts fürchten.
Basierend auf wahren Ereignissen, ist Mondlicht und Magnolien eine temporeiche „Backstage-Comedy", die ein bissiges Licht auf den Aberwitz und die Hysterie der Filmindustrie wirft. Kenntnisreich verfolgt Ron Hutchinson die Entstehung eines Bürgerkriegsepos, während im fernen Europa ein sehr realer Krieg heraufzieht.
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Samstag, 23. Juni 2012, 19:30 bis 21:30 Uhr zum letzten Mal
Wahlabo, Bezirke-Wahlabo, freier Verkauf
Regie: Vicki Schubert
Bühne: Stephan Koch
Kostüme: Inge Stolterfoht
Dramaturgie: Susanne Abbrederis
| David O. Selznick | Thomas Kamper |
| Ben Hecht | Till Firit |
| Victor Fleming | Christoph F. Krutzler |
| Miss Poppenghul | Heike Kretschmer |
„Von den Geburtswehen des Kino-Welterfolgs „Vom Winde verweht" (1939) erzählt Ron Hutchinsons Komödie „Mondlicht und Magnolien", die Viktoria Schubert zum Saisonabschluss am Volkstheater Wien auf die Bühne wuchtete. Mit einem vierköpfigen Ensemble, dem aus jeder Pore die reine Spiellust herausspritzt. Die Komödie funktioniert von der ersten bis zur letzten Sekunde. Die Not, in der sich die Figuren befinden, befördert das Lachen. Thomas Kamper zeigt den Produzenten sowohl als Geschäftsmann als auch als Kindskopf. Till Firits Hecht strapaziert den Wahnsinn, um Unmögliches doch möglich zu machen." (Oberösterreichische Nachrichten)
„Mondlicht und Magnolien", ein brillantes Lustspiel von Ron Hutchinson über die Entstehung eines der größten Filmhits: rasante Regie, gutes Ensemble. Das Stück ist genial, gewürzt mit dem grimmigen irischen Humor seines Schöpfers. Vicki Schubert hat inszeniert. Sie ist auch Schauspielerin, weiß, wie Pointen zu platzieren sind. Wunderbar gelang Till Firit Ben Hecht, Zyniker und Idealist in einem, ein Schläger mit Worten, ein Eiferer, aber auch einer, der die Sachlage, gleich welche, glasklar durchschaut. Christoph F. Krutzler ist als Regisseur Victor Fleming - den Fotos als Beau zeigen - im Grunde eine Fehlbesetzung, aber als „lustiger Typ" sehr brauchbar. Thomas Kamper gibt sich als Selznick die allergrößte Mühe. Die meiste Zeit gelingt es ihm, diesen Visionär und Spinner, dessen gesamte Existenz wegen des Films auf dem Spiel stand, überzeugend über die Rampe zu bringen. Diesmal stark unter ihrem Wert geschlagen: Heike Kretschmer als Sekretärin, die praktisch nur einen Satz sagen darf: „Ja, Mr. Selznick."
Stephan Koch (Bühne) und Inge Stolterfoht (Kostüme) sorgen für nostalgische Atmosphäre." (Die Presse)
„Die Silhouette der Hollywood-Hills erhebt sich über dem kostspielig vertäfelten Produktionsbüro von Produzentenlegende David O. Selznick (Thomas Kamper): Man schreibt das Jahr 1939, das Wiener Volkstheater leitet mit „Mondlicht und Magnolien" die Sommertheatersaison ein, und der Filmmogul lässt „Gone with the Wind" drehen, das größenwahnsinnigste Melodram aller Zeiten. In Ron Hutchinsons Komödie zeigt Hollywood die erdabgewandte Seite des amerikanischen (Alb-)Traums.
Thomas Kamper zeigt - in einer für ihn ohnedies wunderbar verlaufenden Volkstheater-Saison - eine seiner schönsten Leistungen seit langem. Er gießt alle Anwandlungen des Größenwahns in das Gefäß eines grundgescheiten, jüdischen Selfmade-Millionärs, der vor dem Bankrott steht, alles oder nichts spielt und jederzeit um seine Reputation bangen muss." (Der Standard)
„Zwei Stunden lang lachen: Das Volkstheater zeigt „Mondlicht und Magnolien". Thomas Kamper (ein despotischer, desperater Selznick), Till Firit (als Hecht moralisch entrüstet ob der Sklaverei-Szenen) und Christoph F. Krutzler (ein Fleming wie ein Filmgroßwildjäger) bringen die Pointen auf den Punkt und agieren in temporeichem Totaleinsatz. Vicki Schubert inszeniert mit viel Gespür für Slapstick." (Kurier)
„Mit der Komödie „Mondlicht und Magnolien" von Ron Hutchinson hat das Wiener Volkstheater zu Saisonende einen garantierten Publikumserfolg gelandet. Thomas Kamper als Selznick, Till Firit als der kluge Ben Hecht und Christoph F. Krutzler als der robuste Fleming haben sich mit umwerfender Komik in die dankbaren Rollen gestürzt, wie auch Heike Kretschmer als die alles ermöglichende, typisch amerikanische Sekretärin. Im authentischen Bühnenbild von Stephan Koch hat Vicki Schubert mit Scarletts wilden Vätern turbulente Komödie inszeniert. Das Publikum tobte vor Begeisterung." (Kronen Zeitung)
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Premiere am 23. Mai
im Volkstheater in den Bezirken!
Mit: Annette Isabella Holzmann; Thomas Kamper, Matthias Mamedof
© Lalo Jodlbauer
Maria Bill als Edith Piaf: Faszinierend, berührend, aufregend und immer authentisch.
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© Lalo Jodlbauer
Mit Erni Mangold und
Erich Schleyer.
Nur mehr am 23. Mai
und 16. Juni 2012!
Infos & Karten
© Lalo Jodlbauer