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MEMOIREN der Sarah Bernhardt 03

MEMOIREN der Sarah Bernhardt

MEMOIREN der Sarah Bernhardt

Spielstätte: Haupthaus

(Memoir)

von John Murrell
Deutsch von Ute Horstmann
Schottenberg/Kudlich/Navas
Premiere: 23. März 2011

Spielstätte: Haupthaus

Sommer 1922 an der französischen Atlantikküste: Die große französische Schauspieldiva Sarah Bernhardt sitzt - 77-jährig - auf der Terrasse ihres Sommerhauses und arbeitet an ihren Memoiren. Mit Hilfe ihres Sekretärs Pitou versetzt sie sich zurück in ihre Vergangenheit und lässt die wichtigsten Momente ihres Lebens Revue passieren: Ihren künstlerischen Durchbruch, die Beziehung zu ihrer lieblosen Mutter, ihre Tournee als Weltstar durch die USA, ihre Männergeschichten und die große Tragödie ihres Lebens - die Amputation ihres rechten Beins und wie sie dennoch unaufhörlich weiter Theater spielte ... 

MEMOIREN der Sarah Bernhardt ist ein halb fiktives, halb biografisches Stück über Sarah Bernhardt. 1844 in Paris geboren, wollte sie zunächst Nonne werden, begann aber dann mit dem Schauspielstudium. 1862 debütierte sie an der Comédie Française, ohne große Beachtung zu finden. Der Durchbruch gelang ihr erst einige Jahre später. Sie unternahm zahlreiche Tourneen durch die ganze Welt und feierte triumphale Erfolge. Berühmt war sie nicht zuletzt für ihre Exzentrik und eigentümliche Koketterie mit dem Tod. Als Sarah Bernhardt 1923 in Paris starb, galt sie als die berühmteste Schauspielerin ihrer Zeit und war einer der ersten Weltstars überhaupt.

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  • Termine
    • Mittwoch, 23. Mai 2012, 19:30 bis 20:40 Uhr zum vorletzten Mal
      Wahlabo, freier Verkauf

    • Samstag, 16. Juni 2012, 19:30 bis 20:40 Uhr zum letzten Mal
      Wahlabo, freier Verkauf

  • Regie und Ausstattung

    Regie: Michael Schottenberg
    Bühne: Hans Kudlich
    Kostüme: Erika Navas
    Dramaturgie: Elisabeth Geyer

  • Besetzung

     

     Sarah Bernhardt               Erni Mangold               
     Georges Pitou  Erich Schleyer
  • Pressestimmen

    „Bühnenwirksam ist das geschickt konstruierte Zwei-Personen-Stück in der Verknüpfung von Fiktion und biographischer Überlieferung allemal. Vor allem aber bietet es eine Paraderolle für die schlichtweg großartige Erni Mangold, die der oszillierenden Persönlichkeit der schon zu Lebzeiten zur Legende gewordenen Sarah Bernhardt (1844 bis 1923) in Michael Schottenbergs sensibler Inszenierung bestens gerecht wird.
    In Erni Mangolds Darstellung verschwimmen die Grenzen zwischen bewusster Selbstinszenierung und einer trotz äußerem Erfolg lebenslang um Zuwendung und Anerkennung ringenden, innerlich unsicheren Frau, die sich hinter den verschiedensten Masken verschanzt. Wenn sie es für nötig hält, spielt sie ihre Gebrechlichkeit aus, verwandelt sich aber im nächsten Moment in ein verschüchtertes Kind, das von der dominanten Mutter - einer stadtbekannten Pariser Maitresse jüdischer Herkunft - in ein katholisches Internat gesteckt, allerdings dann als 15-Jährige verkuppelt wird. Sie verfügt über das Bühnen-Pathos von Racines "Phädra", zeigt die Allüren eines Weltstars, trifft in jeder gespielten Lebensstation den richtigen Ton, um im nächsten Augenblick - gewissermaßen privat - ihren widerborstigen, aber treu ergebenen Sekretär Pitou resolut herumzukommandieren. Oder sie zwingt ihm schmeichelnd und schmollend Rollen auf, die ihm - wie etwa eine Nonne oder Oscar Wilde - besonders widerwärtig sind. Erich Schleyer ist ihr in diesem tragikomischen Spiel ein kongenialer, betont umständlich mit Requisiten hantierender Partner.
    Ein großer Abend für das Volkstheater in den Bezirken. Und ein großer Abend für Erni Mangold zu ihrem 65-jährigen Bühnenjubiläum." (Wiener Zeitung)

    „Erni Mangold brilliert in "Memoiren der Sarah Bernhardt"
    Michael Schottenberg inszenierte für das Volkstheater in den Bezirken John Murrells Tragikomödie "Memoiren der Sarah Bernhardt". Dass ein halb fiktionales Stück über "la Voix d'Or" genug Stoff für einen spannenden Theaterabend hergibt, ist klar. Doch wie Erni Mangold diesen um sich drapiert, ist unvergleichlich. Da trifft eine Grande Dame des Theaters auf eine andere.
    Madame möchte also ihr Leben in Buchform gießen und hat sich dazu den treu ergebenen Pitou geholt. Erich Schleyer ist dieses Faktotum, der sich mit seiner Dienstherrin in Rollenspielen ergehen muss, um ihre Erinnerungen aufzufrischen. Köstlich, wie er widerborstig die heftig fächerwedelnde Mutter und eine nicht minder heftig mit dem Kreuz Jesu wedelnde Schwester Oberin (Sarah Bernhardt wurde im Kloster erzogen) gibt.
    Außerdem diverse Ehemänner und schließlich den Arzt, der dem Star nach einem Bühnenunfall ein Bein amputieren musste. Um das alles zu ertragen, dezimiert er währenddessen die Spirituosen-Bestände der Hausbar.
    Denn die Mangold/Bernhardt springt mit ihm ganz schön um. Beschwört die Lust nach dem Laster, legt die dunkle Seite ihrer Seele bloß. Bis sie ihm zum Schluss ganz zahm in die Arme sinkt. Das aber mit sehr viel Sexappeal." (Kurier)

    „In Michael Schottenbergs kluger, feinfühliger Inszenierung wächst Erni Mangold von Szene zu Szene stärker in die Rolle dieser egozentrischen, an ihrer Begabung leidenden, hinreißend vitalen Künstlerin. Sie wird da wirklich zum männermordenden Vamp und verlockenden Monster. Erich Schleyer als armseliger, gehbehinderter Georges Pitou, ist gleichzeitig gequälte Kreatur wie großer Liebender, der das Spiel beenden möchte und aus einer erotischen Abhängigkeit Sarah total verfällt. Ein hinreißender Theaterabend." (Kronen Zeitung)

    „Die Bernhardt muss, weil sie ihre Memoiren schreibt, die ewige Schaustellerin geben. Sie hat einen wunderbar hüftsteifen Leibkammerdiener (Erich Schleyer) zum Sekretär, der mit grandseigneuraler Harthörigkeit und verschnupfter Renitenz in die Rollen der Bernhardt'schen Widersacher schlüpft. Niemand ist komischer anzusehen als Schleyer, der seine Oscar Wilde'sche Haarwelle mit einem Fächer hochwirbelt. Niemand berührt mehr als Erni Mangold, die ihre weizenblonden Haare ins Gesicht strähnt, um die Diva als Viper zu zeigen, als Vamp, als Kind, das mit dem Bühnentod jongliert und noch im privatesten Verband nach Wirkung lechzt." (Der Standard)

    „Die Kammerschauspielerin brilliert als Sarah Bernhardt, Erich Schleyer ergänzt sie einfühlsam.
    Frau Mangold ist hervorragend in der Übertreibung, Herr Schleyer ergänzt sie in der Inszenierung von Michael Schottenberg perfekt. Dieses Duo ist traumhaft sicher beim Setzen der Pointen.
    Mangold wird zur männerverschlingenden Kameliendame, der sich Schleyer nur mit größter Vorsicht nähert, im nächsten Augenblick ist sie ein elfjähriges Mädchen, während er eine grauenhafte Mutter und schließlich ansatzlos eine strenge Oberschwester spielt, die Frau Bernhardt vergeblich Zucht beibringen möchte. Da wird das Stück zur schrillen Klamotte. Dazu gehört auch, dass sich der Sekretär effektvoll beim Cognac bedient. Besonders die exzentrische Rolle des Oscar Wilde verlangt ihm Überwindung ab. Hingegen genießt Pitou es offenbar, Madame als Arzt mitzuteilen, dass er ihr lädiertes Bein amputieren muss - ein rascher Wechsel vom Masochisten zum Sadisten.
    Der hünenhafte Diener verbirgt Widerstand hinter Taubheit, die elfenhafte, aber eisenharte Dame kann sich nicht einmal damit durchsetzen, dass er ihr einen Sonnenschirm bringt - das bietet reichlich Gelegenheit für Komödie. Eine fantastische Darstellerin spielt eine Legende. Anhaltender, begeisterter Applaus." (Die Presse)

    „Erich Schleyer ist wunderbar als Pitou, der sich immer wieder wehrt, bei Sarahs Spielchen mitzumachen, sich aber dann doch temperamentvoll in die jeweiligen Rollen hinein stürzt. Die Bernhardt ist mit der 84-jährigen Erni Mangold besetzt, ganz die Egozentrik, die ewige Allüre des Stars. Viel Applaus für einen ebenso kurzen wie unterhaltenden Abend." (Neues Volksblatt)

  • Fotos
    • MEMOIREN der Sarah Bernhardt 01 © Lalo Jodlbauer
    • MEMOIREN der Sarah Bernhardt 02 © Lalo Jodlbauer
    • MEMOIREN der Sarah Bernhardt 03 © Lalo Jodlbauer
    • MEMOIREN der Sarah Bernhardt 04 © Lalo Jodlbauer
    • MEMOIREN der Sarah Bernhardt 05 © Lalo Jodlbauer
    • MEMOIREN der Sarah Bernhardt 06 © Lalo Jodlbauer
    • MEMOIREN der Sarah Bernhardt 07 © Lalo Jodlbauer
    • MEMOIREN der Sarah Bernhardt 08 © Lalo Jodlbauer
    • MEMOIREN der Sarah Bernhardt 09 © Lalo Jodlbauer
    • MEMOIREN der Sarah Bernhardt 10 © Lalo Jodlbauer
    • MEMOIREN der Sarah Bernhardt 11 © Lalo Jodlbauer
    • MEMOIREN der Sarah Bernhardt 12 © Lalo Jodlbauer

  • Video

    Copyright: Johannes Hammel

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