VOLKSTHEATER - JEDEN TAG THEATER

Im Weißen Rössl 01

Im Weißen Rössl

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Im Weißen Rössl

Spielstätte: Haupthaus

von Ralph Benatzky
Singspiel in drei Akten frei nach dem Lustspiel von Blumenthal und Kadelburg
von Hans Müller und Erik Charell
Gesangstexte von Robert Gilbert, Musik von Ralph Benatzky
Musikalische Einlagen von Robert Gilbert, Bruno Granichstaedten und Robert Stolz
Bearbeitung von Michael Schottenberg
Schottenberg/Lammer/Kudlich/Navas/Zeh
Premiere: 14. Dezember 2012

Spielstätte: Haupthaus

Im Weißen Rössl am Wolfgangsee, da steht das Glück vor der Tür! Und zwar in Gestalt der reschen Wirtin Josepha Vogelhuber und ihres tüchtigen Zahlkellners Leopold. Täglich begrüßen sie zahlreiche in- und ausländische Neuankömmlinge in ihrer Gastwirtschaft im Herzen der Touristenschwemme St. Wolfgang. Denn es hat sich weit herumgesprochen, dass man im Salzkammergut gut lustig sein kann. Unter den Gästen befinden sich der bekannte Berliner Trikotagen-Fabrikant Giesecke mit seiner Tochter Ottilie. Auch der Anwalt Dr. Siedler, von der Rösslwirtin schon sehnsüchtig erwartet, trifft ein. Doch zu Josephas Bedauern hat dieser nur Augen für die hübsche Ottilie. Leopold seinerseits ist eifersüchtig auf Siedler, schlägt doch sein Herz ganz für Josepha – und zuschauen kann er nicht, wie die sich nach Siedler verzehrt. Noch vertrackter wird die Lage, als sich Gieseckes größter Konkurrent, der junge Sülzheimer, im Rössl einquartiert. Ausgestattet mit einer unwiderstehlichen Schönheit, für die er selbst, wie er sagt, nichts kann, verliebt er sich in Klärchen, die ebenfalls mit ihrem Vater im Gasthof logiert. S'ist einmal im Leben so: Die Herzens- und Gefühlsquerelen steigern sich, Liebeslieder müssen Walzer sein und überhaupt wäre es etwas Wunderbares, geliebt zu werden. Als Leopold genau das von Josepha einfordert, entlässt sie ihn. Und schon ist am Wolfgangsee die ganze Welt alles andere als himmelblau ...

Eine Kalkulation, die aufging: Natur als Revue-Prospekt, großstädtisches Flair in älplerischer Ferienidylle, im Glück vereinte Liebespaare zwischen Kuhstall und Schuhplattlern. Dazu Ohrwürmer, beigesteuert von den bekanntesten Schlagerkomponisten der damaligen Zeit. Im Weißen Rössl ist eine Operette, die alle Rekorde brach – und bricht, die jeder kennt, an der seit ihrer Berliner Uraufführung 1930 keiner vorbeikommt. Sie ist das meistgespielte Stück Musikliteratur aller Zeiten, populärer noch als die bekanntesten Takte aus Beethovens Fünfter. Und sie scheidet – damals wie heute – die Geister: Was den einen immer schon das größte Vergnügen bereitete, ist für die anderen der Inbegriff von falscher Idylle: Wo würde sich daher die Doppelgesichtigkeit unseres Marzipanstaates besser entlarven lassen? Denn das Bild von Österreich, das das Weiße Rössl transportiert und das auch in der jungen 2. Republik heftig propagiert wurde, ist das eines Punschkrapferls: außen rosa, eine Insel der Seligen voller Blumenwiesen und Zuckerberge, die den faschistischen Untergrund – die braune Fülle – nur allzu gut verdeckt ...

Im Weißen Rössl in Aktuelles im Blog:

Trügerische Idylle - Probenbeginn von Im Weißen Rössl - Video von der ersten (Lese)Probe mit Regisseur Michael Schottenberg

Vorhang auf für Im Weißen Rössl - Interview mit Regisseur Michael Schottenberg

Weitersagen:

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  • Regie und Ausstattung

    Regie: Michael Schottenberg
    Szenische Mitarbeit und Assistenz: Susanne Egger
    Musikalische Einstudierung und Leitung: Patrick Lammer
    Bühne: Hans Kudlich
    Kostüme: Erika Navas
    Choreinstudierung: Walter Zeh
    Dramaturgie: Hans Mrak

  • Besetzung

     

    Josepha Vogelhuber
    Wirtin vom
    "Weißen Rössl"                   
    Maria Bill 
    Leopold Brandmeyer, Oberkellner Günter Franzmeier
    Wilhelm Giesecke,
    Fabrikant aus Berlin
    Erwin Ebenbauer 
    Ottilie, seine Tochter  Nanette Waidmann
    Dr. Otto Siedler, Rechtsanwalt Patrick Lammer
    Sigismund Sülzheimer  Matthias Mamedof 
    Prof. Hinzelmann Thomas Kamper 
    Klärchen, seine Tochter Andrea Bröderbauer
    Franz Emperer, Feuerwehrkommandant              Haymon Maria Buttinger
    Der Piccolo  Christoph F. Krutzler 
       
    Die amerikanische Reisegruppe/ Postlerin Chorvereinigung Wien Neubau 
    2 Feuerwehrmänner  Leopold Böhm, Christoph Diehl/Andreas Brixler
       
    MusikerInnen  Viola Falb/Julia Schreitl,
    Johannes Dickbauer/Florian Hasenburger,
    Florian Fennes/Lisi Stiger,
    Philipp Jagschitz/Benjamin Omerzell,
    Herbert Pirker/Hubert Bründlmayer,
    Christian Wendt/Bernhard Osanna 
  • Pressestimmen

    „Die besten Augenblicke der zweieinhalbstündigen Aufführung gehören Maria Bill, die einmal mehr ihr Talent als exzellente Sängerin unter Beweis stellen darf, und Günter Franzmeier, der den Zahlkellner Leopold mit lässiger Grandezza verkörpert."(Wiener Zeitung)

    „Als Ralph Benatzkys Singspiel Im Weißen Rössl 1930 in Berlin uraufgeführt wurde, litt die Bevölkerung seit Jahren unter der Weltwirtschaftskrise. Es ist also nur konsequent, wenn Michael Schottenberg das Stück nun, fünf Jahre nach Beginn der Finanzkrise, am Volkstheater spielt.
    Die walzer- und foxtrottselige Geschichte von Rössl-Wirtin Josepha Vogelhuber, die nach den üblichen Irrungen und Wirrungen glücklich in den Armen des Oberkellners Leopold landet, spielt ausschließlich im Wirtshaus (Bühne: Hans Kudlich): Eine heile Nachkriegswelt in Pastell.
    Maria Bill gibt die resolute Wirtin, kompromisslos wie ein General. Hinter dieser völlig übersteuerten Arbeitswütigen ließe sich bisweilen das Drama einer verwitweten Frau erahnen, die allein für ihren Unterhalt sorgen muss. Mit stets leicht ironischem Zug um die Lippen begegnet dieser Günter Franzmeier als Oberkellner Leopold.
    Vereinzelt bricht die Inszenierung den Schein von der sorgenfreien Tourismusidylle Salzkammergut. Da sind die amerikanischen Touristen (die Chorvereinigung Wien-Neubau), die das unvermeidliche Im Salzkammergut, da ka'mer gut lustig sein offensichtlich verständnislos vom Blatt singen. Oder der von den Touristen irrtümlich angehimmelte "Kaiser" Franz (Haymon Maria Buttinger), der eigentlich nicht Emperor, sondern Emperer heißt und an seiner Trinkfestigkeit zu zweifeln beginnt." (Der Standard)

    „Michael Schottenberg verlegt Ralf Benatzkys Sommeroperette in die Faschingszeit und hat sich auch sonst Schräges einfallen lassen.
    Maria Bill stattet die Wirtin mit der ihr eigenen Energie und ihrem charakteristischen Timbre aus. Günter Franzmeier singt mit stoischer Miene: „Es muss was Wunderbares sein, von dir geliebt zu werden." Patrick Lammer, der wie schon bei den entzückenden „Comedian Harmonists" für die perfekte musikalische Einstudierung sorgte, spielt auch den jungen Berliner Rechtsanwalt Siedler, der Frieden stiftet zwischen zwei verfeindeten Trikotagenherstellern, die sich um die Patentierung von vorn oder hinten geknöpfter Unterwäsche streiten. Erwin Ebenbauer berlinert souverän als Fabrikant Giesecke. Matthias Mamedoff als schöner Sigismund hat Glatze, Brille und Sprachfehler. Mit dem S kämpft auch das herzige, blonde Klärchen (Andrea Bröderbauer), Tochter des Wandervogels Professor Hinzelmann (Thomas Kamper). Kaiser Franz Joseph ist hier ein Feuerwehrmann (Haymon Maria Buttinger), der Emperer heißt und mit dem Monarchen verwechselt wird." (Die Presse)

    „Zu Amüsement tragen Matthias Mamedof als der „schöne" Sigismund Sülzheimer, Andrea Bröderbauer als entzückendes Klärchen und vor allem Erwin Ebenbauer bei, der „dat Berliner Orinjal" Wilhelm Giesecke überllaunig darstellt." (Kronen Zeitung)

    „Am Volkstheater transportierte Regisseur Michael Schottenberg die Operette in die tristen 1950er- Jahre samt muffiger Wirtsstube, wimmernder Jukebox und Dauerregen. Maria Bill verkörpert die liebestolle Rössl-Wirtin mit Brille und Lockenwicklern, den Zahlkellner Leopold legt Günter Franzmeier als langen Lulatsch an. Eine Live-Band verfremdet die populären Hits. - Applaus." (Österreich)

  • Fotos
    • Im Weißen Rössl 01 © Lalo Jodlbauer
    • Im Weißen Rössl 02 © Lalo Jodlbauer
    • Im Weißen Rössl 03 © Lalo Jodlbauer
    • Im Weißen Rössl 04 © Lalo Jodlbauer
    • Im Weißen Rössl 05 © Lalo Jodlbauer
    • Im Weißen Rössl 06 © Lalo Jodlbauer
    • Im Weißen Rössl 07 © Lalo Jodlbauer
    • Im Weißen Rössl 08 © Lalo Jodlbauer
    • Im Weißen Rössl 09 © Lalo Jodlbauer
    • Im Weißen Rössl 10 © Lalo Jodlbauer
    • Im Weißen Rössl 11 © Lalo Jodlbauer
    • Im Weißen Rössl 12 © Lalo Jodlbauer
    • Im Weißen Rössl 13 © Lalo Jodlbauer
    • Im Weißen Rössl 14 © Lalo Jodlbauer
    • Im Weißen Rössl 15 © Lalo Jodlbauer
    • Im Weißen Rössl 16 © Lalo Jodlbauer
    • Im Weißen Rössl 17 © Lalo Jodlbauer
    • Im Weißen Rössl 18 © Lalo Jodlbauer
    • Im Weißen Rössl 19 © Lalo Jodlbauer
    • Im Weißen Rössl 20 © Lalo Jodlbauer
    • Im Weißen Rössl 21 © Lalo Jodlbauer
    • Im Weißen Rössl 22 © Lalo Jodlbauer
    • Im Weißen Rössl 23 © Lalo Jodlbauer
    • Im Weißen Rössl 24 © Lalo Jodlbauer
    • Im Weißen Rössl 25 © Lalo Jodlbauer
    • Im Weißen Rössl 26 © Lalo Jodlbauer
    • Im Weißen Rössl 27 © Lalo Jodlbauer

  • Video

    © Johannes Hammel

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