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Jeden Tag Theater.
von Woody Allen
Übersetzung und Bühnenbearbeitung: Gil Mehmert
Uraufführung
Mehmert/Meixner/Fritz/Lammer
Premiere: 11. Dezember 2009
Spielstätte: Haupthaus
Brooklyn: Die verträumte Cecilia versucht Wirtschaftskrise, einen arbeitslosen, prügelnden Ehemann und den nervenaufreibenden Aushilfsjob in einem Restaurant durch exzessive Kinobesuche zu verdrängen. Schließlich nimmt sich Tom Baxter, der jugendliche Held der romantischen Abenteuerkomödie Purple Rose Of Cairo, ihrer Sehnsüchte an und entsteigt der Leinwand. Mit seiner Flucht in die Realität überrascht er nicht nur Cecilia, sondern vor allem auch die völlig konsternierten Mitakteure seiner Filmgeschichte sowie das Publikum im Kinosaal. Die Presse vermutet längst das Werk von Kommunisten. Um wieder Ordnung in die Handlung und das Leben zu bringen, verständigen die entsetzten Produzenten den Schauspieler Gil Shepard, der den von ihm geschaffenen Charakter wieder zur Räson bringen soll. Dieser versteckt sich inzwischen in einem stillgelegten Vergnügungspark und versucht ausgerechnet dort mit Hilfe von Cecilia das reale Leben kennenzulernen. Als Gil Shepard dazu stößt, steht Cecilia plötzlich zwischen zwei Männern, die äußerlich zwar identisch sind, die jedoch Welten trennen.
In seinem 1985 gedrehten Film (mit Mia Farrow und Jeff Daniels in den Hauptrollen), dessen Drehbuch für einen Oscar nominiert war, erschuf Woody Allen nicht nur das wundervolle Dreier-Geflecht seiner Protagonisten, sondern verbindet die Ebenen von Traum, Realität und das reale Geschäft der Traumfabrik zu einer tragikomischen Einheit.
Das Volkstheater zeigt in der Fassung von Gil Mehmert die Uraufführung von Purple Rose Of Cairo als Bühnenstück.
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Regie: Gil Mehmert
Bühnenbild: Heike Meixner
Kostüme: Werner Fritz
Musik: Patrick Lammer
Kamera und Schnitt: Ortrun Bauer
| Cecilia |
Heike Kretschmer |
| Tom Baxter/Gil Shepard |
Till Firit |
| Monk, Cecilias Mann |
Erwin Ebenbauer |
| Rita/Polly, Prostituierte |
Suse Lichtenberger |
| Kitty Haines/Emma |
Susa Meyer |
| Olga/Gräfin |
Claudia Sabitzer |
| Jane/Martha/Reporterin |
Katharina Vötter |
| Jason/Agent |
Raphael von Bargen |
|
Dinerboss/Pater Donelly |
Wolf Dähne |
| Raoul Hirsch, Produzent |
Rainer Frieb
|
| Delilah |
Christoph F. Krutzler |
| Henry/Oberkellner |
Simon Mantei |
| Kinobesitzer/Kommunist |
Thomas Meczele |
| Arturo |
Michael Seida |
| Kinopublikum |
Suse Lichtenberger, Susa Meyer, Wolf Dähne Patrick Lammer, Imre Lichtenberger-Bozoki, Simon Mantei, Raphael von Bargen |
| Musiker |
Patrick Lammer (Klavier), Imre Lichtenberger-Bozoki/ Jörg Engels (Trompete), Vladimir Kostadinovic/Moritz Labschütz (Schlagzeug), Michael Kröss/Heinrich Werkl (Bass) |
| Komparserie im Film |
Veronika Barnas, Susanne Egger, Milena Fina, Martina Greiner, Johanna Hlawica, Stefanie Przybecki, Marie Steiner, Ivo Fina, Alexander Gruber, Raffael Hörlesberger, Sigmar Kusdas, Clemens Pegritz, Mario Schober, Jounes Weidacher, Klaus Winkler |
„Dass diese Theatralisierung eines der schönsten New-York-Filme Allens großartig gelang, liegt vor allem an den Schauspielern. Heike Kretschmer ist eine herrlich naive Cecilia, die in ihrer Kinoseligkeit den öden Ehealltag vergisst, sie spielt die im Fernvergleich eher fahrige Mia Farrow locker an die Wand. Till Firit glänzt in der Doppelrolle des tropenbehelmten Kinohelden Tom Baxter und des realen Schauspielers Gil Shepard. Einmal dürfen sich die beiden Versionen desselben Menschen sogar hinter einem Vorhang begegnen, wobei Firit mit fliegendem Kleiderwechsel ein schizophrenes Kabinettstück gelingt.
Das Amerika der großen Depression mit Arbeitslosigkeit und Börsencrash wirkt traurig aktuell, doch die Modedetails der dreißiger Jahre, eine coole Bühnenjazzband mit Comic-Helmen und eine grelle Technicolor-Ausstattung verleihen dem Purpurdrama eine wundervoll humane Poesie. Ja, vielleicht passt diese „Purple Rose" sogar besser ins Theater als ins Kino." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
„Heike Kretschmer und Till Firit sind ein fulminantes Liebespaar.
Mehmert organisiert das große Ensemble umsichtig, Heike Kretschmer und Till Firit sind ein wahrhaft hinreißendes Paar. Es ist erstaunlich, wie viele Facetten Kretschmer beherrscht, nicht nur das Herbe, sondern auch das Romantisch-Herzige. Mit runden Kulleraugen und hochgestecktem Blondhaar laviert sie ihren der Leinwand entsprungenen Galan, der durch die Stromschnellen seines kurzen Reallebens, von einer Panne zur anderen stolpert - in der Bar mit Filmblüten zahlen will und weder weiß, wo Gott wohnt, noch wo die Kinder herkommen. Firit wechselt souverän zwischen dem Schauspieler und seiner Figur. Der Schauspieler ist ein eingebildeter, eitler Selbstdarsteller, die Figur sanft und naiv." (Die Presse)
„Heike Kretschmer und Till Firit sind die wahren Stars des Abends. Kretschmer glänzt zwischen Komödie und Tragödie durch eine Qualität, die in allen Nuancen ihrer Rolle der Geplagten zum Vorschein kommt. Till Firit spielt die Doppelrolle des besagten Kinohelden und dessen Darstellers einfach grandios. Ein Abend, der es in sich hat: Humor, Spannung, Tragik, eine Liebesgeschichte, exzellente Schauspieler und jede Menge Stoff zum Nachdenken." (Kronen Zeitung)
„Till Firit ist in der Doppelrolle als Filmabenteurer Tom Baxter und dessen Darsteller Gil Shepard im Wortsinn der Held des Abends, findet für beide Figuren einen eigenständigen Ausdruck, unterschiedliche Tonlagen. Für den vom ihm ausgetragenen Streit zwischen Tom und Gil - möglich gemacht mit einem Vorhangtrick - gab's zu Recht Szenenapplaus." (Kurier)
Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Publikumsgespräch mit Ute Bock in der Roten Bar statt!
Weitere Infos
© Lea Friessner
Faschingskonzert mit
dem deutschen Ensemble Selmer Saxharmonic.
19.02.2012, 20.00 Uhr
Karten und Infos
© Werner Kmetitsch