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Wien 5

Wien 5 – Die Kunst der Nachbarschaft

Wien 5 – Die Kunst der Nachbarschaft will Begegnung initiieren und den Prozess des Austauschs und des Aushandelns einer gemeinsamen Zukunft befördern. Dafür lädt das Junge Volkstheater Vereine, Initiativen, Schulklassen und Einzelpersonen aus dem Fünften ein, zusammen die Kunst der Nachbarschaft zu erfinden.

Spieltriebe

Gesucht werden Menschen, die über die gesamte Spielzeit im regelmäßigen Abstand Teil einer spartenübergreifenden Produktion sein möchten. Die Präsentationen finden vom 25. bis 27. Mai 2018 im fünften Bezirk statt. Raus aus dem Schwarzen Salon, rein in die Stadt. Die Spielclubs verknüpfen sich dieses Jahr mit dem Stadtprojekt des Jungen Volkstheaters Wien 5 – Die Kunst der Nachbarschaft.

Teilnahmegebühr € 35 für die Spielzeit

Anmeldungen (Name, Alter, Kontakt, mind. 3 Spielclubs nach Priorität) bis 27. November 2017 an junges@volkstheater.at

 

„die welt ist bühne / samt einem wiederkehrenden motto“

Leitung: Constanze Stahr, Mascha Mölkner
Montags 16.30-19.00 Uhr (alle zwei Wochen ab November 2017)
Ab 12 Jahren

The|a|ter, das. Substantiv, Neutrum. Zur Aufführung von Bühnenwerken bestimmtes Gebäude, kulturelle Institution, Aufführung, Publikum, Ensemble, darstellende Kunst [eines Volkes, einer Epoche, Richtung]… ODER?
The|a|ter, das. [ist] Grenzen sprengen! Arbeit mit lyrischem Text, lauter Musik, leiser Improvisation, verdrehten Rollen, dynamischen Räumen, Menschen, Bildern, Stadt, Natur, mit Neugier, Spaß und Leidenschaft, mit Ehrlichkeit und Unbeschwertheit – was soll bloß das ganze Theater!?

Rock me Amadeus

Do the Rhythm on the Boogie the Beat

Leitung: Stagelab Academy
Dienstags, 18:30-19:30 (ab 16.01.)
Für alle bis 21 Jahre

Im fünften Bezirk verbrachte Falco seine Kindheit. Mit seiner Mutter lebte er von 1974 bis 1982  in der Ziegelhofengasse. Und genau dorthin begeben wir uns mit unseren Spielclub – auf die Spuren des Kommissars. An 10 Terminen interpretieren wir die Songs des Wiener Altmeisters neu und transportieren seinen Spirit zurück an den Ort seiner Kindheit und fragen: Ey Baby, do you wanna dance? Dieser Spielclub findet in Kooperation mit der Stagelab Academy statt.

ACHTUNG: Dieser Spielclub kann parallel zu anderen Spielclubs besucht werden!

Parlament der Liebe

Leitung: Constance Cauers, Viktoria Waldhäusl
Dienstags 17.00-19.00 Uhr ab Jänner 2018
Ab 12 Jahre

Im Parlament werden unterschiedliche ökonomische und soziale Interessen ausgehandelt – eine Sphäre, in der ein Begriff wie Liebe keinen Platz zu haben scheint. Aber ein Leben ohne Liebe scheint kaum möglich, und sitzen im Parlament nicht auch Menschen, die lieben und geliebt werden wollen? Wir möchten die Liebe aus dem Schatten der Privatsphäre holen, und sie zum Leitmotiv unserer politischen Auseinandersetzung machen. Was bedeutet es, Politik weniger vom Standpunkt ökonomischer Interessen, denn aus Liebe zum Leben und aus Liebe zur Welt zu machen? Ist Liebe eine politische Antwort auf Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit oder nur welke Blüte der 68er-Bewegung? Liebt links mehr als rechts? Und wie messen wir Liebe? Die Ergebnisse werde im Bezirksamt in Margareten präsentiert.

Margie´s Megaphone

Der Lautsprecher-Chor des Jungen Volkstheaters kopiert Margaretens Alltag

Leitung: Olivia Poppe, Franziska Kuen
Dienstags 19:00-20:30 (ab 09.01.2018)
für alle, die gern im Ensemble arbeiten

An der Station Arbeitergasse steigt eine junge Frau in blauen Schuhen und schwarzer Jacke aus der Bim und kreuzt die Straße. Ihre Schuhe klackern hell auf dem Asphalt. Die Bim fährt weiter und klingelt, um einen Fahrradfahrer zu verscheuchen. Er trägt kurze Hosen und keinen Helm. Beim Ausweichen auf den Gehsteig lässt er sich Zeit. Flatternd fliehen vor ihm die Tauben, die dort Krumen vor der Bäckerei aufgepickt hatten. Aus der Bäckerei kommt schlurfend eine ältere Dame mit einem Sackerl Gebäck und der „Kronenzeitung“ in ihren Händen. Sie pfeift leise „Das Wachaulied“ vor sich hin, welches noch kurz zu hören ist, nachdem sie schon um die Ecke verschwunden ist… Wie spricht Margareten? Wie klingt Margareten? Wie bewegt sich Margareten? Wir kopieren Gesprächsfetzen, Geräusche und Bewegungen. Aus diesen Kopien des Alltags kreieren wir in Schreibwerkstätten und Improvisationen eine chorische Collage Margaretens.

Circus of Trust

Was soll das ganze Zeugs?

Leitung: Arne Mannott
Mittwochs, 16-18 Uhr (ab Februar 2018)
Für alle ab 15 Jahre

Was passiert eigentlich, wenn man Objekte mal anders nutzt als im Alltag? Ist ein Stab nur ein Stab, bleibt ein Holzklotz immer ein langweiliger Holzklotz? Hier wird diesen und anderen Fragen auf den Grund gegangen, mit verschiedensten Objekten experimentiert und letztendlich alles in Bewegung gesetzt: Erst die Dinge und dann auch uns. Oder umgekehrt?

Mit Hilfe von Objekten soll versucht werden, Systeme und Gebilde zu formen, die nur stabil bleiben, wenn alle an einem Strang ziehen! Wie viel Vertrauen braucht es dafür? Und können wir uns nicht nur gegenseitig vertrauen, sondern auch den Objekten?

In diesem Spielclub unter der Leitung des Zirkuskünstlers Arne Mannott dreht sich alles um Objektmanipulation, Neuen Zirkus und die Frage nach der Beziehung zwischen uns und Objekten. Ende Mai gehen wir im Rahmen des Festivals in Margareten raus auf die Straße, präsentieren Ergebnisse aus dem Spielclub und laden die Nachbarschaft zur Vertrauensprobe und zum Objektspiel im öffentlichen Raum ein.

Bewegungsspenden

Das Labor der Margareten-Choreografie

Leitung: Martina Rösler, Inge Gappmaier
Donnerstags, 17-19 Uhr (ab Jänner 2018)
Für alle, die sich gerne bewegen

Wie verschieden und speziell bewegt es sich in Margareten? Welche Wege, Geschwindigkeiten, Schritte, Haltepunkte, Bewegungsabläufe, Gesten können wir aufspüren? Was bewegt mich und welches Statement möchte ich manifestieren? Wir suchen Bewegungen für eine bessere Nachbarschaft, sind Schwarm, Körperskulptur, Bewegungschor und Masse. Über einen Prozess des Sammelns dieser Vielstimmigkeit entwickeln wir eine Choreografie für, mit und in Margareten. Sei Teil von einem großen Bewegungsmosaik, forsche und tanze mit uns!

Die Gerüchteköche

Leitung: Malte Andritter, Philipp Ehmann
Donnerstags 17-19:30 Uhr (ab Jänner 2018)
für alle mit einem Mobiltelefon

Im Spieltriebe Spielclub geleitet von Gamedesigner Philipp Ehmann und Theaterpädagoge Malte Andritter gehen wir gemeinsam der Entstehung von Gerüchten in Margareten auf den Grund. Wie entstehen Gerüchte? Welche Mythen hat Margareten? Welche Intrigen und Heimlichkeiten werden untereinander ausgetauscht? Und welches Gerücht kann man selbst effektiv streuen?
In einer geführten Telefonperformance treten die Teilnehmer/innen mit dem/der Besuchenden in Kontakt und führen durch den 5. Bezirk. Hierbei werden die recherchierten und erfundenen Geschichten durch theatrale Mittel erfahrbar gemacht.

Durch wöchentlich stattfindende, mehrstündige Workshops wird in den Spielclubs, gemeinsam mit den Teilnehmer/innen diese Tour erarbeitet und mit den anderen Projekten des Festivals verknüpft. Wir behandeln die Entdeckung des öffentlichen Raumes als Projektionsfläche, Walks und Gedankenprozesse als nützliche Elemente in einer Performance, sowie spielerische Gedankengänge und Methoden der Misguides und des Urban Hacking. Dabei verwenden wir verschiedene technische Mittel, um Touren durch den öffentlichen Raum zu Framen. Jeder Guide erarbeitet eine eigene Tour, welche vom 25.-27. Mai 2018 gespielt werden kann.

Nervige Nachbarn

Leitung: Clara Gallistl
Für alle ab 60 Jahre

Leben Sie schon seit mehreren Jahrzehnten in Wien-Margareten? Wenn ja, suche ich Sie! “Nervige Nachbarn” ist ein Projekt, bei dem Sie fiktive, nervige Nachbarn spielen werden. Hinterhältig und hinterrücks werden Meinungen übereinander ausgeplaudert. Das humoristische Potenzial des “nervigen Nachbarn” wollen wir gemeinsam suchen. Ich freue mich auf Sie!

Die Kunst der Nachbarschaft fasst einen wesentlichen Aspekt kollaborativer Zukunftsmodelle ins Blickfeld: Wo Menschen zusammen arbeiten und leben sind zunächst einmal – Menschen. Was auf den ersten Blick schön und idealistisch erscheint kann sich über die Jahre und Jahrzehnte von Nachbarschaft leicht in einen Albtraum entwickeln. Senior_innen können von “nervigen Nachbarn” bestimmt viel erzählen. Im Verlauf des Projekts entwickeln die Teilnehmer_innen einen prototypischen “idealen Nachbarn” und viele nachbarschaftliche Verhaltensweisen, die man als “nervig” bezeichnen kann. Auf diesem Fundament diskutieren wir die Möglichkeiten eines friedlichen, ko-existenten Zusammenlebens. Welche Möglichkeiten des Nervens, der Reaktion auf Nervigkeit und des Rückzugs vom Genervt-Sein bietet der 5. Bezirk?

Cultureclash

Leitung: Chiara Hunski
Freitags 16.00-18.00 (ab 12.1.18)
Für Jugendliche, die zweisprachig aufgewachsen sind oder Deutsch als Fremdsprache lernen.

Sprache ist ein großer Teil unserer Identität und der Gesellschaft in der wir leben. Worte sind mächtig und können viel bewegen und die Welt verändern. Doch was passiert, wenn man zwei Muttersprachen hat? Hat man dann zwei Identitäten und verhält man sich anders in dem Umfeld, in dem man die jeweilige Sprache spricht? In diesem Spielclub wird das Leben zwischen zwei Kulturen erforscht. Wer bin ich? Wohin gehöre ich und welche Bedeutung hat die zweite Muttersprache für mich? Persönliche Geschichten sollen einer Grundlage zur Erarbeitung einer Performance im öffentlichen Raum dienen.

Traži se mlade ljude koji su rasli sa dva jezika. Jezik je raznovrstan dijo našeg identiteta i društva u kojemu živimo. Riječi su snažne, mogu mnogo pokrenuti i promjeniti svijet. Ali šta se događa kada se ima dva materinska jezika?
Imali se onda dva identiteta i jeli se čovjek ponaša drugačije, oviseči o jeziku i sredini u kojoj se kreče? U ovom klubu kazališne mladež bavimo se iztraživanjem života između dvije kulture.
Tko sam? Kuda spadam i koje značenje ima drugi majčinski jezik za mene?
Osobne priče služe kao podloga za sastavljanje jednog performansa u javnom prostoru.