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Wien 5

Wien 5 – Die Kunst der Nachbarschaft

Wien 5 – Die Kunst der Nachbarschaft will Begegnung initiieren und den Prozess des Austauschs und des Aushandelns einer gemeinsamen Zukunft befördern. Dafür lädt das Junge Volkstheater Vereine, Initiativen, Schulklassen und Einzelpersonen aus dem Fünften ein, zusammen die Kunst der Nachbarschaft zu erfinden.

Spieltriebe

Von der Bühne, rein in die Stadt. Die Spielclubs verknüpfen sich dieses Jahr mit dem Stadtprojekt des Jungen Volkstheaters Wien 5 – Die Kunst der Nachbarschaft. Die Präsentationen finden vom 25. bis 27. Mai 2018 im fünften Bezirk statt. Kosten pro Spielclub sind einmalig 35 €.

Heavy Metal und Margareten

Leitung: Claudia Wadlegger aka Crackthefiresister
Donnerstags, 1.2.2018, 15.2.2018, 22.3.2018, 12.4.2018, 17.5.2018
jeweils von 18.00-20.30 Uhr in der Stagelab Academy (Gumpendorfer Straße 138/3
1060 Wien)

Ab 15 Jahre

Wie drücken wir uns im Alltag aus? Und in Extremsituationen? Wo gibt es diese in der Nachbarschaft? Im Workshop erfahrt ihr, welche Themen im Metal verarbeitet werden, wie die Stimme dazu beiträgt und was Metal-Musiker/innen aus Wien bewegt, ihre Musik zu schreiben und zu spielen. Die Themen reichen von Umweltschutz über den Aufruf gegen Gewalt bis hin zu Heldengeschichten. Wer sind eure Held/innen, was sind eure Themen? Lernt euren Körper als Instrument kennen und findet euren eigenen Zugang zu unterschiedlichen Ausdrucksweisen, die im Metal besonders häufig vorkommen, aber auch in anderen Stilen zu finden sind. Geplant sind kleine Beiträge, die wir im Rahmen des Festivals vom 25.-27. Mai im öffentlichen Raum präsentieren werden.

 

Gschaftlhuaba Melange

„Das Kaffeehaus erspart uns die Stubn“

Eine Kooperation mit dem Kaffeemuseum Wien
Leitung: Mirijam Kälberer und Matthias Rankov
Vom 6.2. – 15.3.2018 jeweils von Dienstag bis Donnerstag von 15.00-17.30 Uhr im Weißen Salon, Volkstheater

In der Früh eine Melange mit einem Kipferl und roter Marmelad, tratschen und diskutieren, Zeitung lesen und philosophieren. Das Wiener Kaffeehaus, ein Ort wo noch heute der Herr Ober im Frack auf dem Silbertablett uns Melange, Fiaker und Co. serviert.

Wir interessieren uns für eure Kaffee(haus)gelüste! Die schönsten und schlimmsten Kaffeeerlebnisse! Was macht Kaffee zu Kaffee und wie unterscheidet sich der Kaffeetrinker vom Teetrinker? Gesucht werden theaterbegeisterte Wiener/innen, Wahlwiener/innen und Zuagroaßte (Zugereiste), die Lust haben, ihre Kaffeegeschichten und Erfahrungen zu teilen.

Gemeinsam wird ein Theaterstück erarbeitet, in dem sich alles um Kaffee dreht, die „Gschaftlhuaba Melange“. Die Proben sind von Anfang Februar bis Mitte März, sowie vom 19.-24.Mai. Die Aufführung findet im Rahmen des Festivals vom 25.-27.Mai statt. Als Aufführungsort dient uns dafür passender Weise das Kaffeemuseum im 5.Bezirk.

 

Genüsslich rebellieren für Anfänger*innen

Leitung: Carmen Kirschner, Maria Stadlober aka Ma.men

Workshop im Februar:

26.02.-02.03.2018   Schwarzer Salon
26.02. 12:30-16:00 / 27.02. 13:30-17:00 /  28.02. 12:30-16:00 /  01.03. 13:30-17:00 /  02.03. 12:30-16:00

Jour-Fixe im März: 24.-25.03.18
Jour-Fixe im April: 21.-22.04.18
Jour-Fixe im Mai: 19.-20.05.18
jeweils von 13.30-18.30  PB 3

Treffpunkt: Bühneneingang Volkstheater

Ab 16 Jahren

Mit diesem Spielclub im geblockten Workshop-Format loten wir das Spannungsfeld zwischen Genuss und Rebellion – zweier auf den ersten Blick unvereinbarer Felder – aus. Wir spielen mit der These, dass Orte des Genusses kritisches Denken und Hinterfragen von Verhältnissen erheblich fördern und/oder herausgefordert werden sollten. Es werden klassische „Räume des Genusses” (Frisörsalon, Café, Club, Massagestudio) untersucht und in ihnen szenisch-choreografische Akte der Rebellion gesetzt und etabliert. Entlang der Margaretener Geschichte zu bedeutenden weiblichen, rebellischen Persönlichkeiten erarbeiten wir unsere Performances, die in eigenständigen Kleingruppen an den verschiedenen Genuss-Stationen zum Ausdruck kommen werden. Auch eine künstlerische Zusammenarbeit mit den beschäftigten Menschen vor Ort ist geplant.

Das feministisch orientierte Performanceduo Ma.men lädt zum eigenen kreativ-kritischen Schaffen ein. Es wird interdisziplinär gearbeitet – wir holen uns gemeinsam theoretischen Input zu politischen Themen, experimentieren mit körperlichen und darstellerischen Mitteln und bringen so zusammen die Verhältnisse in Margareten zum Tanzen.

Dieser Spielclub kann parallel zu anderen Spielclubs besucht werden!

 

„die welt ist bühne / samt einem wiederkehrenden motto“

Leitung: Constanze Stahr, Mascha Mölkner
Montags 16.30-19.00 Uhr (alle zwei Wochen ab November 2017)
Ab 12 Jahren

The|a|ter, das. Substantiv, Neutrum. Zur Aufführung von Bühnenwerken bestimmtes Gebäude, kulturelle Institution, Aufführung, Publikum, Ensemble, darstellende Kunst [eines Volkes, einer Epoche, Richtung]… ODER?
The|a|ter, das. [ist] Grenzen sprengen! Arbeit mit lyrischem Text, lauter Musik, leiser Improvisation, verdrehten Rollen, dynamischen Räumen, Menschen, Bildern, Stadt, Natur, mit Neugier, Spaß und Leidenschaft, mit Ehrlichkeit und Unbeschwertheit – was soll bloß das ganze Theater!?

Rock me Amadeus

Do the Rhythm on the Boogie the Beat

Leitung: Stagelab Academy
Dienstags, 18:30-19:30 (ab 16.01.)
Für alle bis 21 Jahre

Im fünften Bezirk verbrachte Falco seine Kindheit. Mit seiner Mutter lebte er von 1974 bis 1982  in der Ziegelhofengasse. Und genau dorthin begeben wir uns mit unseren Spielclub – auf die Spuren des Kommissars. An 10 Terminen interpretieren wir die Songs des Wiener Altmeisters neu und transportieren seinen Spirit zurück an den Ort seiner Kindheit und fragen: Ey Baby, do you wanna dance? Dieser Spielclub findet in Kooperation mit der Stagelab Academy statt.

ACHTUNG: Dieser Spielclub kann parallel zu anderen Spielclubs besucht werden!

Parlament der Liebe

Leitung: Constance Cauers, Viktoria Waldhäusl
Dienstags 17.00-19.00 Uhr ab Jänner 2018
Ab 12 Jahre

Im Parlament werden unterschiedliche ökonomische und soziale Interessen ausgehandelt – eine Sphäre, in der ein Begriff wie Liebe keinen Platz zu haben scheint. Aber ein Leben ohne Liebe scheint kaum möglich, und sitzen im Parlament nicht auch Menschen, die lieben und geliebt werden wollen? Wir möchten die Liebe aus dem Schatten der Privatsphäre holen, und sie zum Leitmotiv unserer politischen Auseinandersetzung machen. Was bedeutet es, Politik weniger vom Standpunkt ökonomischer Interessen, denn aus Liebe zum Leben und aus Liebe zur Welt zu machen? Ist Liebe eine politische Antwort auf Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit oder nur welke Blüte der 68er-Bewegung? Liebt links mehr als rechts? Und wie messen wir Liebe? Die Ergebnisse werde im Bezirksamt in Margareten präsentiert.

Margie´s Megaphone

Der Lautsprecher-Chor des Jungen Volkstheaters kopiert Margaretens Alltag

Leitung: Olivia Poppe, Franziska Kuen
Dienstags 19:00-20:30 (ab 09.01.2018)
für alle, die gern im Ensemble arbeiten

An der Station Arbeitergasse steigt eine junge Frau in blauen Schuhen und schwarzer Jacke aus der Bim und kreuzt die Straße. Ihre Schuhe klackern hell auf dem Asphalt. Die Bim fährt weiter und klingelt, um einen Fahrradfahrer zu verscheuchen. Er trägt kurze Hosen und keinen Helm. Beim Ausweichen auf den Gehsteig lässt er sich Zeit. Flatternd fliehen vor ihm die Tauben, die dort Krumen vor der Bäckerei aufgepickt hatten. Aus der Bäckerei kommt schlurfend eine ältere Dame mit einem Sackerl Gebäck und der „Kronenzeitung“ in ihren Händen. Sie pfeift leise „Das Wachaulied“ vor sich hin, welches noch kurz zu hören ist, nachdem sie schon um die Ecke verschwunden ist… Wie spricht Margareten? Wie klingt Margareten? Wie bewegt sich Margareten? Wir kopieren Gesprächsfetzen, Geräusche und Bewegungen. Aus diesen Kopien des Alltags kreieren wir in Schreibwerkstätten und Improvisationen eine chorische Collage Margaretens.

Circus of Trust

Was soll das ganze Zeugs?

Leitung: Arne Mannott
Mittwochs, 16-18 Uhr (ab Februar 2018)
Für alle ab 15 Jahre

Was passiert eigentlich, wenn man Objekte mal anders nutzt als im Alltag? Ist ein Stab nur ein Stab, bleibt ein Holzklotz immer ein langweiliger Holzklotz? Hier wird diesen und anderen Fragen auf den Grund gegangen, mit verschiedensten Objekten experimentiert und letztendlich alles in Bewegung gesetzt: Erst die Dinge und dann auch uns. Oder umgekehrt?

Mit Hilfe von Objekten soll versucht werden, Systeme und Gebilde zu formen, die nur stabil bleiben, wenn alle an einem Strang ziehen! Wie viel Vertrauen braucht es dafür? Und können wir uns nicht nur gegenseitig vertrauen, sondern auch den Objekten?

In diesem Spielclub unter der Leitung des Zirkuskünstlers Arne Mannott dreht sich alles um Objektmanipulation, Neuen Zirkus und die Frage nach der Beziehung zwischen uns und Objekten. Ende Mai gehen wir im Rahmen des Festivals in Margareten raus auf die Straße, präsentieren Ergebnisse aus dem Spielclub und laden die Nachbarschaft zur Vertrauensprobe und zum Objektspiel im öffentlichen Raum ein.

Bewegungsspenden

Das Labor der Margareten-Choreografie

Leitung: Martina Rösler, Inge Gappmaier
Donnerstags, 17-19 Uhr (ab Jänner 2018)
Für alle, die sich gerne bewegen

Wie verschieden und speziell bewegt es sich in Margareten? Welche Wege, Geschwindigkeiten, Schritte, Haltepunkte, Bewegungsabläufe, Gesten können wir aufspüren? Was bewegt mich und welches Statement möchte ich manifestieren? Wir suchen Bewegungen für eine bessere Nachbarschaft, sind Schwarm, Körperskulptur, Bewegungschor und Masse. Über einen Prozess des Sammelns dieser Vielstimmigkeit entwickeln wir eine Choreografie für, mit und in Margareten. Sei Teil von einem großen Bewegungsmosaik, forsche und tanze mit uns!

Die Gerüchteköche

Leitung: Malte Andritter, Philipp Ehmann
Donnerstags 17-19:30 Uhr (ab Jänner 2018)
für alle mit einem Mobiltelefon

Im Spieltriebe Spielclub geleitet von Gamedesigner Philipp Ehmann und Theaterpädagoge Malte Andritter gehen wir gemeinsam der Entstehung von Gerüchten in Margareten auf den Grund. Wie entstehen Gerüchte? Welche Mythen hat Margareten? Welche Intrigen und Heimlichkeiten werden untereinander ausgetauscht? Und welches Gerücht kann man selbst effektiv streuen?
In einer geführten Telefonperformance treten die Teilnehmer/innen mit dem/der Besuchenden in Kontakt und führen durch den 5. Bezirk. Hierbei werden die recherchierten und erfundenen Geschichten durch theatrale Mittel erfahrbar gemacht.

Durch wöchentlich stattfindende, mehrstündige Workshops wird in den Spielclubs, gemeinsam mit den Teilnehmer/innen diese Tour erarbeitet und mit den anderen Projekten des Festivals verknüpft. Wir behandeln die Entdeckung des öffentlichen Raumes als Projektionsfläche, Walks und Gedankenprozesse als nützliche Elemente in einer Performance, sowie spielerische Gedankengänge und Methoden der Misguides und des Urban Hacking. Dabei verwenden wir verschiedene technische Mittel, um Touren durch den öffentlichen Raum zu Framen. Jeder Guide erarbeitet eine eigene Tour, welche vom 25.-27. Mai 2018 gespielt werden kann.

Nervige Nachbarn

Leitung: Clara Gallistl
Für alle ab 60 Jahre

Leben Sie schon seit mehreren Jahrzehnten in Wien-Margareten? Wenn ja, suche ich Sie! “Nervige Nachbarn” ist ein Projekt, bei dem Sie fiktive, nervige Nachbarn spielen werden. Hinterhältig und hinterrücks werden Meinungen übereinander ausgeplaudert. Das humoristische Potenzial des “nervigen Nachbarn” wollen wir gemeinsam suchen. Ich freue mich auf Sie!

Die Kunst der Nachbarschaft fasst einen wesentlichen Aspekt kollaborativer Zukunftsmodelle ins Blickfeld: Wo Menschen zusammen arbeiten und leben sind zunächst einmal – Menschen. Was auf den ersten Blick schön und idealistisch erscheint kann sich über die Jahre und Jahrzehnte von Nachbarschaft leicht in einen Albtraum entwickeln. Senior_innen können von “nervigen Nachbarn” bestimmt viel erzählen. Im Verlauf des Projekts entwickeln die Teilnehmer_innen einen prototypischen “idealen Nachbarn” und viele nachbarschaftliche Verhaltensweisen, die man als “nervig” bezeichnen kann. Auf diesem Fundament diskutieren wir die Möglichkeiten eines friedlichen, ko-existenten Zusammenlebens. Welche Möglichkeiten des Nervens, der Reaktion auf Nervigkeit und des Rückzugs vom Genervt-Sein bietet der 5. Bezirk?

Cultureclash

Leitung: Chiara Hunski, Jakub Piwowarczy
Freitags 16.00-18.00 (ab 12.1.18)
Für Jugendliche, die zweisprachig aufgewachsen sind oder Deutsch als Fremdsprache lernen.

Sprache ist ein großer Teil unserer Identität und der Gesellschaft in der wir leben. Worte sind mächtig und können viel bewegen und die Welt verändern. Doch was passiert, wenn man zwei Muttersprachen hat? Hat man dann zwei Identitäten und verhält man sich anders in dem Umfeld, in dem man die jeweilige Sprache spricht? In diesem Spielclub wird das Leben zwischen zwei Kulturen erforscht. Wer bin ich? Wohin gehöre ich und welche Bedeutung hat die zweite Muttersprache für mich? Persönliche Geschichten sollen einer Grundlage zur Erarbeitung einer Performance im öffentlichen Raum dienen.

Traži se mlade ljude koji su rasli sa dva jezika. Jezik je raznovrstan dijo našeg identiteta i društva u kojemu živimo. Riječi su snažne, mogu mnogo pokrenuti i promjeniti svijet. Ali šta se događa kada se ima dva materinska jezika?
Imali se onda dva identiteta i jeli se čovjek ponaša drugačije, oviseči o jeziku i sredini u kojoj se kreče? U ovom klubu kazališne mladež bavimo se iztraživanjem života između dvije kulture.
Tko sam? Kuda spadam i koje značenje ima drugi majčinski jezik za mene?
Osobne priče služe kao podloga za sastavljanje jednog performansa u javnom prostoru.