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Interessierte Abonnent/innen übernehmen Patenschaften und führen Neulinge in die Welt des Volkstheaters ein – das ist das Prinzip des Patenprogramms des Volkstheater/Bezirke, das Sie ab sofort auch auf der Crowdfunding-Plattform der BAWAG P.S.K. unterstützen können. Hier stellen wir eines der ersten Paare vor, die sich im Rahmen des Programms gefunden haben: Herta Weber-Oberhauser und ihren Paten, den Direktor der VHS Hietzing, Dr. Robert Streibel.

Eigentlich war Herta Weber-Oberhauser nur die „zweite Wahl“ von Robert Streibel – aber sie kann darüber lachen. Die beiden sind eines der Theater-Paare, die sich im Rahmen des Patenprogramms des Volkstheater/Bezirke gebildet haben: Abonnent/innen übernehmen hier Patenschaften für Theater-Neulinge und führen diese in die Welt des Volkstheaters ein. Pate Robert Streibel ist zwar selbst kein Abonnent, als Direktor der VHS Hietzing aber einer der „Gastgeber“ des Volkstheater/Bezirke, beherbergt er doch in seinen Räumlichkeiten in der Hofwiesengasse eine der Bezirke-Spielstätten.

Herta Weber-Oberhauser kennt er schon seit vielen Jahren, sie besucht in der VHS den Kurs „Abstrakte Malerei“. Als ihn das Ehepaar, mit dem er eigentlich die Premiere von Mittelschichtblues besuchen wollte, kurzfristig versetzte, überlegte er, wen er stattdessen als „Patenkind“ mit ins Theater nehmen könnte und erinnerte sich daran, dass ihn Herta Weber-Oberhauser schon öfters danach gefragt hatte, wie sie ermäßigt Theater- und Musikvorstellungen besuchen könnte. Die Pensionistin war beruflich früher unter anderem als Redakteurin bei einem Pressedienst und schließlich viele Jahre als medizinisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem Forschungsinstitut tätig. Dazwischen lagen immer wieder mehrere Jahre Auslandaufenthalte. Nachdem sie die meiste Zeit ihres Berufslebens selbstständig war, reicht ihre Pension nur knapp zum Leben, und sie übernimmt daher immer noch Schreibarbeiten. Obwohl sie sehr gerne in Konzerte und ins Theater geht, reicht dafür das Geld oft kaum.

Das Patenprogramm ermöglicht es ihr nicht nur finanziell, ins Theater zu gehen – sie schätzt daneben sehr, nun eine Begleitung zu haben. „Ich bin am Abend meistens faul. Es ist ein Ansporn, wenn jemand da ist, der sagt: ‚Komm, jetzt gehen wir nochmal raus!‘ Außerdem hat man jemanden, mit dem man sich nach der Vorstellung über das Gesehene bzw. Gehörte austauschen kann.“

Der Abend hat beiden außerordentlich gefallen. Herta Weber-Oberhauser fühlte sich durch die Protagonistin, die in ihrer Rolle knapp an der Armutsgrenze lebt, an ihr eigenes Leben erinnert. „Es war fantastisch und direkt aus dem Leben gegriffen. Ich habe es relativ selten erlebt, dass mich, was im Theater gezeigt wird, so berührt. Aber hier war das definitiv der Fall.“

Auch für Robert Streibel ist das Patenprogramm „ein Geschenk“: „Gäbe es das nicht, wäre ich selbst wohl auch nicht ins Theater gegangen. Und das wäre wirklich schade gewesen, denn mir hat das Stück ausnehmend gut gefallen.“

Zur nächsten Vorstellung in den Bezirken, Robert Seethalers Der Trafikant, werden die beiden wieder gemeinsam gehen. Sie würden auf jeden Fall auch anderen dazu raten, am Patenprogramm teilzunehmen: „Ich habe davor noch nie davon gehört, dass es so etwas gibt. Dabei ist das doch eine sehr gute Idee!“, fasst Herta Weber-Oberhauser zusammen.

Sie wollen das Patenprogramm des Volkstheater/Bezirke unterstützen? Auf unserer Crowdfunding-Plattform der BAWAG P.S.K. haben Sie dazu ganz einfach die Möglichkeit!

Mehr über das Patenprogramm des Volkstheater/Bezirke erfahren Sie hier. Sie wollen selbst Pate/Patin oder Theater-Neuling werden?  Melden Sie sich bei uns unter theaterpaten@volkstheater.at oder im Bezirke-Büro unter T +43 (0)1 52111–77!