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In "Concord Floral" geht es um eine Gruppe von Jugendlichen, die sich ein altes Gewächshaus als Ort aneignen, an dem sie sich vor den Erwachsenen, der Schule und anderen Zwängen zurückziehen können. Regisseur Simon Windisch hat das Stück des kanadischen Autors Jordan Tannahill für das Volx/Margareten mit Wiener Jugendlichen und jungen Erwachsenen inszeniert, die für das Magazin von ihren eigenen, persönlichen Rückzugsorten erzählen.

Ida Golda: Mein persönlicher Rückzugsort ist mein Bett, Netflix on und ich bin zufrieden.

 

Flora Mayrhofer: Mein persönlicher Rückzugsort sind die Treppen der Karlskirche. Ich liebe es, dort zu sitzen, eine Tschick zu rauchen und auf das runde Becken und die Stadt zu blicken.

 

Jasmin Bettstein: Mein Rückzugsort ist mein Zimmer, weil ich da alles machen kann, ohne das irgendjemand urteilt oder mir sagt, was ich falsch mache. Und weil ich meine Ruhe zum Malen habe. Mein Lieblingsort außerhalb meines Zimmers ist das Plalmenhaus und der Tiergarten in Schönbrunn, weil ich da immer als kleines Kind war. Es ist einfach schön dort, weil ich das Gefühl habe jeden Winkel und jede Ecke auswendig zu kennen.

 

Merlin Miglinci: Mein Rückzugsort ist mein Zimmer, weil ich mich da immer wohl fühle und null Stress habe.

 

Sophie Kraft: Meine Oma hatte früher Pferde und für die waren Heuballen unter einem Vordach aufgestapelt. Da bin ich immer draufgeklettert und hab mir mit Decken einen gemütlichen Rückzugsort eingerichtet, von dem aus ich einen Blick über das ganze Dorf hatte. Momentan ist mein Zimmer mein Rückzugsort, aber an dem hänge ich nicht besonders, also generell würde ich sagen, dass ich mich gerne an hoch gelegene Orte (auf Bäume, Dachböden…) zurückziehe, wo ich beobachten kann, aber nicht beobachtet werde.

 

Alexandra Schmidt: Mein persönlicher Rückzugsort ist mein Balkon in Graz in einem super kleinen Innenhof mit Bäumen!

 

Larissa Kiers: Mein Rückzugsort ist der Zug. Vor allem die Semmering-Strecke, auf der pendele ich immer zwischen Baden und dem Mürztal hin und her und man kann einfach so richtig wegträumen und die Berge an einem vorbeiziehen sehen.

 

Florian Klingler: Mein persönlicher Rückzugsort ist das Arbeitszimmer meiner Mutter, weil man dort alle Balken Wlan hat und das Klavier dort steht.

 

Sarah Pritchard-Smith: Anleitung für meinen Rückzugsort: Man nehme einmal eine Lieblingsdecke. Man rolle sich an einem beliebigen Ort, idealerweise ein Sofa oder Bett, zusammen. Man breite die Decke so aus, das man von Kopf bis Zehenspitzen verdeckt ist, Falten in der Decke sind erlaubt bzw. sogar erwünscht. Jetzt kann optionalerweise Musik gehört, gelesen oder geschlafen werden. Man genieße die Zurückgezogenheit. Man hole ab und zu Luft.

 

Mein persönlicher Rückzugsort befindet sich im hinteren Teil des Gartens meiner Großmutter, denn dort wohnen meine Hühner, die viel Ruhe ausstrahlen.

 

Fotos: © Alexi Pelekanos / Volkstheater