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Am 15. September konstituierte sich der Freundeskreis des Wiener Volkstheaters neu, am 30. Jänner wurde das beim "Fest der Freundinnen und Freunde" im Volkstheater gefeiert. Hier stellt sich zweiwöchentlich eines der sechs Vorstandsmitglieder vor – heute: Menschenrechtsexpertin und Künstlerin Dr. Beate Winkler.

Benedikt Simonischek: Was sind Ihre Gründe, das Volkstheater zu unterstützen?

Dr. Beate Winkler: Ganz unterschiedliche Dimensionen von Kunst und Kultur und des Lebens kommen hier zusammen. Durch das breit gefächerte, lebenspralle Ensemble, die gestalterische Kraft der Intendantin Anna Badora und das ungewöhnlich engagierte Team entsteht ein Ort, der so vieles ermöglicht, was wir nicht nur in der aktuellen Krisenzeit, sondern sicherlich noch mehr in der Zukunft brauchen.

Das Volkstheater ist für mich eben ein Ort für Fragen und Suchbewegungen, der Gemeinsamkeit und des Freiraums, der Inspiration und der Erneuerung.  Ein Ort des “UND”, an dem ich so Unterschiedliches zu gleicher Zeit erleben kann: Phantasie und  Starrheit, Klugheit und Dummheit, Weite und Enge, Erfolg und Scheitern, Abgründe und Zärtlichkeit. Gründe genug?

Was verbindet Sie mit dem Volkstheater?

Die Lust, auf “Lebensreisen” zu gehen: neue Sichtweisen zu entdecken, Gefühle zu leben, Gedanken zu hinterfragen, Ideen zu formulieren, in leere Räume zu schweben, in Bäumen zu tanzen, die Wolken zu küssen – und dies jeden Tag und jeden Abend immer wieder neu …

Welches Stück aus der laufenden Spielzeit sollte man unbedingt gesehen haben?

Selbstbezichtigung von Peter Handke in der Inszenierung von Dušan David Pařízek mit der wunderbaren Stefanie Reinsperger. Auch hier gehen wir auf eine innere und äußere Lebensreise, die uns Verformungen, aber auch grandiose Möglichkeiten zeigt.

 

Mehr über den Freundeskreis des Wiener Volkstheaters und wie Sie Mitglied werden können, erfahren Sie hier.