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Auf der Bühne befindet sich ein riesiges Wasserbecken, eine Maus stirbt und die Schauspieler/innen werden mit schwarzem Öl überschüttet. In der Inszenierung "Iphigenie in Aulis | Occident Express" komplettieren viele besondere Effekte das Spiel der Schauspieler/innen. Aber wie funktioniert das alles? Wir haben oft gestellte Fragen zum Bühnenbild einmal zusammengefasst und beantwortet.

Blick vom Schnürboden: Das Wasserbecken ist leer, in der Mitte ist die Vertiefung mit dem Abfluss sichtbar.

Wie kommt das Wasser ins Becken?

Das Wasser wird vor jeder Vorstellung mit einem Feuerwehrschlauch aus einem Hydranten vor dem Volkstheater in das Becken eingelassen. Das Becken ist etwa 4 cm tief, nur an einer Stelle im hinteren Bereich gibt es eine Vertiefung von etwa 50 cm. Insgesamt passen etwa 4500 Liter Wasser in das Becken, das entspricht ungefähr dem Volumen von 30 Badewannen. Das Becken ist mit zwei Schichten ausgelegt: 150 kg LKW-Plane und 250 kg Teichfolie sorgen dafür, dass das Wasser während der Vorstellung nicht durchsickert.

Durch diesen Feuerwehrschlauch läuft das Wasser in der Pause zwischen Iphigenie in Aulis und Occident Express.

Und wie kommt es während der Pause wieder heraus?

Am Boden der 50 cm tiefen Stelle im Becken gibt es einen Abfluss. Mit einem Feuerwehrschlauch wird das Wasser aus dem Abfluss über die Unterbühne nach draußen in einen Gully geleitet. Währenddessen helfen die Bühnenarbeiter auf der Bühne mit Schiebern dafür, dass wirklich das gesamte Wasser in den Abfluss geleitet wird.

Werden die Schauspieler/innen mit echtem Schmieröl übergossen?

Natürlich nicht. Wie auch bei Theaterblut haben wir am Volkstheater ein völlig ungefährliches Ersatzprodukt entwickelt: Es handelt sich um eine Mischung aus Ultraschall-Gel und schwarzer Fingerfarbe.

Stirbt wirklich eine Maus auf der Bühne?

Alle Tierliebhaber/innen können aufatmen: Das Volkstheater quält oder tötet für diese Inszenierung keine Tiere! Drei verschiedene Mäuse, Kim, Jong und Un, kommen nacheinander zum Einsatz. Bei jedem ihrer Einsätze werden sie von einem Mauscoach betreut. Die tote Maus wird immer von einer weiteren, ausgestopften Maus aus dem Naturhistorischen Museum dargestellt. Der Moment des Sterbens ist ein vorproduziertes Video. Mit einem Trick wird dann der Glaskasten der lebenden Maus gegen die ausgestopfte Maus ausgetauscht.