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Monate an Planung und sieben Wochen Bauzeit hat es gedauert, nun steht die neue Tribüne im Volkstheater - und sorgt dort für bessere Sicht und Akustik. Eine Fotostrecke zeigt, wie sich das Theater während des Umbaus in eine Baustelle verwandelte.

Der Tribüne im Wiener Volkstheater, die seit dem Beginn der Spielzeit am 5. September 2015 für gute Sicht und bessere Akustik sorgt, sieht man nicht an, was für ein großer Kraftakt ihre Errichtung war: Bereits im Oktober 2014 begannen die Planungen. Am 27. Juni startete dann der Umbau – eine zeitliche Herausforderung, wie Architekt Kristof Jarder, der gemeinsam mit Architektin Katharina Fröch und Mariela Spacek sowie dem Architekturbüro Simlinger&Partner das Projekt geplant hat, erzählt. Wenn man den Spielbetrieb an einem Theater trotz Umbau ohne Änderung beibehalten will, bleibt schließlich nur die Spielpause von sieben Wochen als Bauzeit. „Die Herausforderung war, in dieser Zeit beide Projekte unterzubringen – den Umbau der Bestuhlung am Rang und den Aufbau der Tribüne.“

Die Folge waren sehr zeitintensive Bauarbeiten: Jeden Tag wurde gearbeitet, und das teilweise von 6 bis 22 Uhr. Zuerst mussten die Sessel im Parkett und am Rang demontiert werden. Währenddessen wurde in einer angemieteten Halle die Stahlkonstruktion der Tribüne gefertigt. Diese wurde dann im Saal aufgestellt und verkleidet, bevor  Bestuhlung und Elektrik montiert werden konnten. Am Rang waren die Arbeiten aufwendiger: „Der alte Baubestand war in seiner komplexen Geometrie nicht präzise genug auf einem Plan darstellbar, man musste vor Ort reagieren und planen“, erzählt Jarder.  Auch die kompletten Stiegenzugänge mussten erneuert werden – sie entsprachen nicht mehr dem Stand der Sicherheitsbestimmungen.

Als letztes wurde schließlich auch der Rang mit neuen Stühlen ausgestattet. Zumeist waren, erzählt der technische Leiter des Volkstheaters, Michael Mayerhofer, bis zu 35 Leute auf der Baustelle. Schließlich waren nicht nur Mitarbeiter/innen des Hauses beteiligt, sondern auch externe Firmen und Behörden. „Nur, weil alle diese Menschen höchst motiviert waren, konnte das Projekt in so knapper Zeit überhaupt fertig gestellt werden“, resümiert Kristof Jarder. Und so begannen auf der Bühne wie geplant am 17. August die ersten Proben für die neue Spielzeit.

(c) Jarder

(c) Jarder

(c) Jarder

(c) Jarder

(c) Jarder

(c) Jarder

(c) Jarder

(c) Jarder

© Hannes Leiter

© Hannes Leiter

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© Hannes Leiter

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© Hannes Leiter

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