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© Reportér Magazin Johanna Pošová
© Reportér Magazin Johanna Pošová

Dušan David Pařízek

Geboren 1971 in Brünn (Tschechien).

Studium der Komparatistik und Theaterwissenschaften an der Universität München sowie Schauspiel und Regie an der Akademie für Darstellende Künste in Prag.

1998 noch während des Studiums Gründung des Prager Kammertheaters. Bis 2012 Leiter des Ensembles (von 2002 bis 2012 mit fester Spielstätte im Prager Theater Divadlo Komedie), welches mehrfach als tschechisches „Theater des Jahres“ ausgezeichnet wurde. Neben zahlreichen Uraufführungen und tschechischen Erstaufführungen (u. a. von Werner Schwab, Elfriede Jelinek, Peter Handke und Thomas Bernhard) dort Auseinandersetzung mit Autoren wie Robert Musil oder Franz Kafka. Seit 2002 Regiearbeiten an den großen Häusern in Deutschland und der Schweiz, die er meist auch als Bühnenbildner ausstattet, u. a. am Schauspiel Köln, Deutschen Theater Berlin (Koproduktion mit den Salzburger Festspielen), Deutschen Schauspielhaus Hamburg, Schauspiel Hannover, Theater Bremen, Düsseldorfer Schauspielhaus und Schauspielhaus Zürich, wo er zuletzt seine Bühnenfassung von Klaus Manns Mephisto auf die Bühne brachte. Erste Arbeit in Wien 2014 am Akademietheater (Die lächerliche Finsternis, UA), 2015 inszenierte er im Rahmen der Wiener Festwochen in Koproduktion mit dem Prager Studio der Helden seine Hašek-Bearbeitung Der Fall Svejk. Am Volkstheater Wien inszenierte er in der Spielzeit 2015/16 seine Bearbeitung von Thomas Bernhards Alte Meister und Peter Handkes Selbstbezichtigung; seine Uraufführungsinszenierung Nora³ von Henrik Ibsen/Elfriede Jelinek, eine Übernahme vom Düsseldorfer Schauspielhaus, war in dieser Saison dort ebenfalls zu sehen.

Einladung von Faust 1–3 von Johann Wolfgang von Goethe und dem Sekundärdrama FaustIn and out von Elfriede Jelinek (UA, 2012, Schauspielhaus Zürich) 2012 zu den Autorentheatertagen Berlin und 2013 zu den Mülheimer Theatertagen. 2015 Einladung zum Berliner Theatertreffen und zu den Mülheimer Theatertagen mit Die lächerliche Finsternis (UA, 2014, Burgtheater Wien), „Beste Inszenierung des Jahres“ und „Bühnenbild des Jahres“ in der Kritikerumfrage von Theater heute sowie „Beste deutschsprachige Inszenierung“ beim Nestroy-Preis 2015.