Menü
 
FESTIVAL

Albanischer November

mit Unterstützung des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres im Rahmen des Kulturjahres Österreich – Albanien im November 2018
Wenn in den Sommermonaten die Dämmerung hereinbricht, verlassen die Menschen in Albanien ihre Häuser und spazieren durch die Straßen. Xhiro heißt diese allabendlich unübersehbare Tradition, für die sogar manche Straßen für den Verkehr gesperrt werden.

Hierzulande weiß man allerdings meist wenig über das Alltagsleben im heutigen Albanien – abseits einiger Klischees, die in den Medien verbreitet werden – geschweige denn über das albanische kulturelle Erbe und das zeitgenössische Kulturschaffen. Jahrzehnte der völligen Isolation unter der Diktatur Enver Hoxhas zeigen bis heute Nachwirkungen.
Auch die Gewalterfahrungen dieser Periode wurden bislang noch wenig aufgearbeitet. In den Jahren nach dem Sturz des kommunistischen Systems emigrierten bis heute etwa eine Million Albanerinnen und Albaner – natürlich auch nach Wien. Seit Beginn der Transformationsjahre und in den damit verbundenen, bis heute andauernden Turbulenzen sucht die albanische Theaterszene den Austausch mit der internationalen Szene und inszeniert mit Begeisterung Stücke ausländischer Dramatiker/innen. Gerade dieser Austausch mag als Grundlage künstlerischen Schaffens gelten, doch in den langen Jahren der Diktatur in Albanien war er nicht möglich.
Das Kulturjahr Österreich – Albanien des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres lädt während des ganzen Jahres 2018 dazu ein, Albanien als Kunst und Kulturland kennenzulernen. In diesem Rahmen präsentiert das Volkstheater ein Gastspiel einer aktuellen albanischen Produktion im Volx/Margareten. Begleitet von einem Lesungs- und Film-Rahmenprogramm und Lounge-Gesprächen wird das Volx/Margareten ein Wochenende lang zum Forum österreichisch-albanischen Austauschs.

 

  • NOV 2018