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© Käthe Schönle / Volkstheater
© Käthe Schönle / Volkstheater
Optimum fürs Volk
Uraufführung

Alles Walzer, alles brennt

von Christine Eder
Eine Untergangsrevue
Regie Christine Eder, Musik Eva Jantschitsch
„Wir leben im Zeitalter einer großen sozialen Umwälzung. Eine stets stärker werdende Bewegung und Unruhe der Geister macht sich in allen Schichten bemerkbar. Alle fühlen, dass der Boden schwankt, auf dem sie stehen.“ August Bebel

Um 1900 ist Wien mit zwei Millionen Menschen die fünftgrößte Stadt der Welt. Maschinen, wissenschaftliche Erfindungen, industrielle Prozesse – ein Sturm des Fortschritts fegt über die Gesellschaft. Das bürgerliche Weltverständnis hält wirtschaftlichem Wachstum, Urbanisierung und kultureller Veränderung nicht stand. Zunehmend selbstbewusstere Frauen und Arbeiter fordern die Gesellschaft heraus. Nationalismus, gewalttätige Proteste, Bürgerkrieg: Willkommen auf dem Schlachtfeld der Moderne. Wien, Wien, nur du allein. Das Volkstheater wird zur Bühne für eine musikalisch-theatrale Zeitreise in die letzten Tage der Donaumonarchie und die ersten der jungen Republik. Eine Gesellschaft im Taumel zwischen zwei Weltkriegen, Alpenglühen und „Rotem Wien“, Weltwirtschaftskrise und Fortschrittsglaube, Marschmusik, Jazz und Wienerlied.

Die Regisseurin Christine Eder, die zuletzt für die Produktion Proletenpassion 2015 ff. mit dem Nestroy-Preis ausgezeichnet wurde, beschäftigt sich in ihrer ersten Arbeit für das Volkstheater anhand von Wiener Biografien mit österreichischer Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft(sangst). Und nicht zuletzt mit der Frage, was aus den großen gesellschaftlichen Entwürfen der letzten 150 Jahren geworden ist. Live mit: Digitalisierung, Ego-Scooter, Zukunftsgangster, 3D-Druck und 1.000 Roboter/innen.

 

Mehr über Alles Walzer, alles brennt erfahren Sie im Volkstheater-Magazin.

  • MI 22. FEB 2017 19.30 - 21.20
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    anschl., Rote Bar: Publikumsgespräch
  • DI 28. FEB 2017 19.30 - 21.20
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  • FR 03. MRZ 2017 19.30 - 21.20
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  • DI 07. MRZ 2017 19.30 - 21.20
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  • DO 23. MRZ 2017 19.30 - 21.20
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Weitere Termine in Planung

mit Thomas Frank, Katharina Klar, Steffi Krautz, Christoph Rothenbuchner, Jutta Schwarz, Jan Thümer, Luka Vlatkovic, Gustav, Rina Kaçinari, Oliver Stotz, Elise Mory, Didi Kern (Musiker/innen)

Pressestimmen

„Mit dem Auftragswerk Alles Walzer, alles brennt wagt sich das Volkstheater an ein brisantes Kapitel Wiener Stadtgeschichte. Erfrischend altmodisch wird in der urwienerischen Doku-Revue politisch Stellung bezogen. Pflichttermin für alle Wiener.“

Petra Paterno, Wiener Zeitung

„Man kann die knapp zweistündige, süffige, handwerklich exzellente und informative Arbeit jedem Geschichtelernenden empfehlen. Schulen, ab ins Theater! (…) Eine manisch-frohlockende Stempelszene, wie sie Thomas Frank als Kanzler Dollfuß hinlegt, hat die Welt noch nicht gesehen. Auch schreibt der Enthusiasmustanz des sozialdemokratisch geflashten Finanzstadtrates Hugo Breitner (Christoph Rothenbuchner) Geschichte.“

Margarete Affenzeller, Der Standard

„Thomas Frank, als Kaiser, Dollfuß oder ‘Hahnenschwanzler’ ist gut gelaunt im Dauereinsatz, ebenso Jan Thümer, etwa beim lustvoll kitschigen Ausflug ins Musical, wenn die junge Herzogin sich den ersten Ehemann auf dem Hofball aussucht.“

Bernadette Lietzow, Tiroler Tageszeitung

„Aber ja doch: Es funkt! Es funktioniert vor allem das schusselig-fröhliche Dahinreden und Dahinblödeln der Schauspielenden auf ganz bemerkenswerte Weise. So motiviert Thomas Frank als stets stempelnder Wegbereiter des Austrofaschismus oder als ums eigene Wohl besorgter Beamter Lachen über das Schreckliche, ohne das Schreckliche zum bloß Blöden zu machen. So redet sich Steffi Krautz in ihre Rolle als Frauenrechtlerin Adelheid Popp mit unausgestellter Ernsthaftigkeit hinein. Und so begibt sich Katharina Klar aus einer historischen Kritik am österreichischen Schulsystem unschuldigst ins Heutige.“

Theresa Luise Gindlstrasser, Nachtkritik

„Regisseurin Eder erstellte die Collage, Musik und Liedtexte besorgte Gustav. Sie ist ein Glücksgriff, denn die unter diesem Künstlernamen bekannte Sängerin und Komponistin, Eva Jantschitsch, macht mit ihrer Band den zweistündigen Abend zu etwas Besonderem.“

Norbert Mayer, Die Presse

„Im Duo gelingt den beiden Künstlerinnen [Christine Eder und Eva Jantschitsch] auch im Volkstheater wieder eine unterhaltsame, kritisch-kluge Inszenierung, mit einem ausgezeichneten Ensemble, einem einfallsreichen Bühnenbild und stringenter Dramaturgie. Ein Must für alle Schulklassen!“

Julia Danielczyk, Furche