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&copy Helmut Pokornig
© Helmut Pokornig
Ich hatte Angst vor der Zukunft, aber jetzt bin ich völlig in Panik!
Österreichische Erstaufführung

Anderthalb Stunden zu spät

von Gérald Sibleyras
Pierre wartet ungeduldig auf seine Frau Laurence: Sein Geschäftspartner und Freund hat zu einem Abendessen eingeladen, man ist spät dran. Doch im letzten Moment beschließt Laurence, dass ihr der Sinn nach einer anderen Abendgestaltung steht.

Statt oberflächlichem Smalltalk bei einem Geschäftsessen hat die Hausfrau Laurence das Bedürfnis nach Zweisamkeit inklusive einem intensiven Gespräch über sich, die Kinder und die 25-jährige Ehe. Eben ist sie Großmutter geworden, der jüngste Sohn ausgezogen. Mit dem bevorstehenden Ruhestand ihres Mannes könnte nun ein ruhigeres Kapitel im Leben der Eheleute beginnen – doch genau davor graut der eigenwilligen Hobbymalerin, denn die neue Lebensphase löst bei Laurence nicht nur erhöhten Redebedarf, sondern auch eine Identitätskrise aus. Mit viel Humor und Schlagfertigkeit, aber auch gezielten K.-o.-Schlägen seziert das Paar seine gemeinsame Beziehungsgeschichte und bricht letztendlich doch noch auf – anderthalb Stunden zu spät.

Gérald Sibleyras zählt zu den meistgespielten französischen Theaterautoren. Die Beziehungskomödie Anderthalb Stunden zu spät erfreut sich seit ihrer Uraufführung 2005 im Théâtre des Mathurins in Paris großer Beliebtheit bei Publikum und Kritik. Die deutsche Erstaufführung in der Komödie am Kurfürstendamm Berlin 2014 wurde zum Dauerbrenner. Regisseurin Aurelina Bücher arbeitete zuletzt u. a. am Hans Otto Theater in Potsdam, Anhaltischen Theater Dessau und Nordharzer Städtebundtheater. Anderthalb Stunden zu spät ist ihre erste Arbeit am Volkstheater.

  • Premiere
    FR 02. FEB 2018