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Biedermann und die Brandstifter

von Max Frisch
Mit freundlicher Unterstützung der WIENER STÄDTISCHE Versicherung AG
Aufhängen sollte man sie! Galgen her für das Gesindel! Da ist man eine Seele von Mensch und lässt die Halunken ins Haus und gibt ihnen Brot und Käse und einen Platz zum Schlafen, und dann zünden sie einem das Dach überm Kopf an!

Mehr Vertrauen. Das wünscht sich Gottlieb Biedermann. Ein bisschen mehr Vertrauen auf der Welt, das kann doch nicht so schwer sein, Herrgottnochmal! Also geht der wohlhabende Unternehmer mit gutem Beispiel voran und lässt einen obdachlosen Fremden in seine Villa. Der Fremde heißt Schmitz, ein grobschlächtiger Mann mit schlechten Manieren, für die er sich ständig auf das Höflichste entschuldigt. Schmitz bekommt eine warme Mahlzeit und darf am Dachboden übernachten. Ein Akt der Nächstenliebe, eine Geste des Vertrauens, denn Brandstifter gehen um in der Stadt. Sie geben sich als Obdachlose aus und fackeln dann die Villen ihrer Opfer ab. Schmitz ist verdächtig, sein Kumpel Eisenring auch. Der zieht tags darauf bei Biedermann ein und schleppt fässerweise Benzin auf den Dachboden. Biedermann hat Angst, aber was soll er machen? Sich wehren? Alarm schlagen? Herrgottnochmal, man muss doch in Frieden leben dürfen als rechtschaffener Bürger! Später im Himmel wird Gottlieb Biedermann sagen, dass er auf Erden nur einen einzigen Fehler hatte: Er war zu gutherzig.
Der ungarische Regisseur Viktor Bodó, bekannt für seine phantastisch-absurden Projekte (wie am Volkstheater zuletzt Klein Zaches – Operation Zinnober), inszeniert Frischs pyromanische Parabel auf unsere Ängste, derer wir nicht Herr werden.

  • DO 11. APR 2019 19.30 - 21.15
    Tickets
    18.45 Uhr, Weißer Salon: Stückeinführung; anschließend, Rote Bar: Publikumsgespräch
  • SA 20. APR 2019 19.30 - 21.15
    Tickets
    Osterspecial! Halbe Preise
  • MO 29. APR 2019 19.30 - 21.15
    Tickets
Weitere Termine in Planung

mit Gábor Biedermann (Eisenring), Thomas Frank (Schmitz), Günter Franzmeier (Herr Biedermann), Nils Hohenhövel (Chor), Evi Kehrstephan (Anna), Steffi Krautz (Babette), Claudia Sabitzer (Witwe Knechtling), Stefan Suske (Polizist/Chorführer), Jan Thümer (Ein Dr.phil.)

Pressestimmen

„Erst wirkt sie fast wie vom Blatt gespielt, doch nach und nach übernimmt die hochmusikalische, einfallsreich choreografierte Slapstick-Show des ungarischen Regisseurs das Kommando (…). Starker Applaus für eine gelungene Katastrophenübung.“
Norbert Mayer, Die Presse

„Wie Schmitz und seine Kumpanen allmählich das Kommando im Hause Biedermann übernehmen, erinnert in den besten Momenten an Michael Hanekes geniale ‚Funny Games‘.“
Wolfgang Huber-Lang, APA

„Famos und präzise gespielt. Sogar makellos! (…) Gabor Biedermann, Günter Franzmeier, Thomas Frank Jan Thümer und Steffi Krautz bieten ein Feuerwerk an Kunstfertigkeit.“
Oliver Lang, Kronen Zeitung

„Neben den erwähnten Schauspielern sind auch Steffi Krautz (als Biedermanns Frau), Claudia Sabitzer (als spektakulär zu Tode kommende Witwe Knechtling) und Stefan Suske/Nils Hohenhövel als Feuerwehrleute sehr gut. (…) Aus dem Ensemble ragt Evi Kehrstephan heraus – ihr Dienstmädchen Anna ist die rätselhafteste, interessanteste Figur des Abends.“
Guido Tartarotti, Kurier