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© Elisabeth Haider
Wir müssen das wiedergutmachen
Deutschsprachige Erstaufführung

Concord Floral

von Jordan Tannahill
Deutsch von Frank Weigand
Concord Floral ist der Name eines verwilderten Gewächshauses, das sich in einer Wohnsiedlung am Rande einer Großstadt befindet. Es sah mehreren Generationen von Kindern beim Erwachsenwerden zu, bot Schutz für wilde Partys und nächtliche Jugendsünden.

Eine Gruppe Jugendlicher wohnt in der Siedlung Haus an Haus. Sie sind befreundet, arbeiten gemeinsam an Schulreferaten und unternehmen Streifzüge in die Umgebung. Eines Nachts machen zwei Freundinnen im Gewächshaus einen grausigen Fund. Sie sind sicher, auf eine Leiche gestoßen zu sein, und obwohl sie einander geschworen hatten, mit niemandem darüber zu sprechen, gehen bald Gerüchte durch die Schulgänge, und das geordnete Leben in der Wohnsiedlung gerät schlagartig außer Kontrolle. Eines der beiden Mädchen schafft es nicht, das Erlebnis zu verarbeiten: Es kann nicht mehr schlafen, die Tote beginnt es nachts zu verfolgen und mit ihm zu kommunizieren. Die anderen Jugendlichen erklären das Mädchen für verrückt und wenden sich von ihm ab. Bis der Geist des Opfers auch von ihnen Besitz ergreift und sich alle mit dem Unrecht, das geschehen ist, auseinandersetzen müssen.

Concord Floral nimmt Motive aus Il Decamerone von Giovanni Boccaccio zur Vorlage: Zehn Teenager suchen vor einer Plage Schutz, die sie selbst über sich gebracht haben. Der 1988 geborene Autor Jordan Tannahill, der auch im Filmbereich tätig ist, gilt als Zukunftshoffnung des kanadischen Theaters. Der Stücktext wurde über einen Zeitraum von drei Jahren in Workshops gemeinsam mit Jugendlichen entwickelt. Der Grazer Regisseur Simon Windisch verfügt über jahrelange Erfahrung in der Erarbeitung von Stücken für junges und erwachsenes Publikum. Anhand von Concord Floral wird er mit zehn Wiener Jugendlichen ihre aktuelle Lebenswirklichkeit, geprägt von Selbstbehauptung und digitaler Parallelrealität, untersuchen.

 

Hier geht es zum Concord Floral-Universum, wo sich die Charaktere aus dem Stück schon vor der Premiere vorstellen.

Das Junge Volkstheater empfiehlt:

Einschätzungen zu unseren Inszenierungen von unseren theatralen Berater/innen an Schulen, Bettina Stokhammer und Matthias Suske, finden Sie neben weiteren Infos zu unseren Angeboten hier.

  • FR 27. APR 2018 19.00 - 20.30
    Tickets
  • SA 05. MAI 2018 19.00 - 20.30
    Tickets
    anschl.: Publikumsgespräch "Cybermobbing und Aufmerksamkeit
  • MO 14. MAI 2018 19.00 - 20.30
    Tickets
Weitere Termine in Planung

mit Jasmin Bettstein, Ida Golda, Larissa Kiers, Florian Klingler, Sophie Kraft, Flora Mayrhofer, Merlin Miglinci, Sarah Pritchard-Smith, Paul Ruttkovsky, Alexandra Schmidt

Pressestimmen

„Eineinhalb Stunden pure Spielfreude und volle Power.“
Heinz Wagner, Kurier

„Der kanadische Autor Jordan Tannahill hat das Stück gemeinsam mit Jugendlichen erarbeitet. Für die österreichische Erstaufführung hat Regisseur Simon Windisch das Stück schließlich nach Wien verlegt. Übersetzer Frank Weigand fand eine authentische Jugendsprache, in der sich panikartige, rastlose Dialoge mit poetischen Monologen und Passagen im Chor abwechseln. Durch diese Stimmenvielfalt gestaltet sich ein erzähltechnisch interessanter Plot, durch den man als Zuschauer von den als starke Gemeinschaft auftretenden Figuren und Flora Mayrhofer in der Erzählerrolle geführt wird. “
Hannah Mühlparzer, Der Standard

„Dem jungen Ensemble gelingt es unter Anleitung von Simon Windisch einen mitreißenden und verstörenden 90-minütigen Theaterabend zu gestalten. Die Darsteller agieren souverän und lässig, es regiert eher Wiener Schmäh. Die Sorgen und Nöte der jungen Protagonisten kommen dabei aber berückend [sic!] authentisch über die Bühne. Mehr davon!“
Petra Paterno, Wiener Zeitung

„Der Regisseur Simon Windisch hat das Stück nach Wien verfrachtet und die famos authentischen jungen Darsteller mit einem Haufen Ytong-Steinen auf die Bühne gestellt.“
Sara Schausberger, Falter