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VOLKSTHEATER­GESPRÄCHE

Demokratie in der Migrationsgesellschaft

mit Meera Jamal (Journalistin, Wiesbaden/Karachi), Ioanna Petritsi (NGO ARSIS – Association for the Social Support of Youth, Thessaloniki), Tina Leisch (Film-, Text- und Theaterarbeiterin, Die Schweigende Mehrheit, Wien), Monika Mokre (Politikwissenschaftlerin und Aktivistin, Wien), Vlad Troitzkyi (Leiter des unabhängigen Dakh-Theaters, Kiew)
im Rahmen des Programms "Conflict Zones" der UTE (Union des théâtres de lʼEurope)

In Österreich ebenso wie in den meisten anderen europäischen Ländern sind – nicht zuletzt nach der Fluchtbewegung 2015 – Migrationsgesellschaften entstanden. Doch so unwiderlegbar diese Tatsache demografisch gesehen sein mag – die gesellschaftspolitische und kulturelle Entwicklung hinkt ihr hinterher. Zum einen prägen Ängste das politische Klima. Hinter den Rufen nach Verboten und Ausgrenzungen verbergen sich oft autoritäre und antidemokratische Tendenzen. Zum anderen erfordert die Weiterentwicklung der Demokratie in der Migrationsgesellschaft eine zugewandte und differenzierende Wahrnehmung der bisherigen politischen und sozialen Gewohnheiten und Erfahrungen der geflüchteten Menschen. Zu fragen ist, wie demokratische Prozesse gestärkt und fortentwickelt werden können. Und nicht zuletzt setzt hier auch die Frage an, welche Rechte und welchen Status die hiesigen Demokratien geflüchteten Menschen zu gewähren bereit sind. Wie muss Demokratie in einer Migrationsgesellschaft beschaffen sein?
Die Diskussion ist eingebettet in das EU-geförderte Programm Conflict Zones der UTE (Union des théâtres de lʼEurope), mit dem über drei Jahre hinweg (2014–2017) ein internationaler künstlerisch-wissenschaftlicher Austausch zu Konflikten mit globalen Auswirkungen organisiert wird.