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Der Weibsteufel

von Karl Schönherr
An der Grenze blüht das Geschäft. Hier lebt ein Schmuggler mit seiner Frau. Ein gerissener Fuchs, den man bisher nie zu fassen kriegte. Doch ließe er sich fangen, wenn man seine Frau gefügig machte?

Ein junger Grenzjäger meldet sich freiwillig, den ungewöhnlichen Auftrag auszuführen. Eine Frau zu verführen und auszuhorchen, sei doch schließlich keine Kunst. Doch ahnt er nicht, dass die beiden, dort oben auf dem Berg, längst vom geheimen Vorhaben wissen – Informationen und Waren wechseln hier schneller den Besitzer, als man unten im Dorfe ahnt. Der Schmuggler schmiedet einen perfiden Plan: Die Frau soll auf sein Werben eingehen, ihn einwickeln, bis die ganze illegale Fracht aus dem Keller geschafft wurde – der Traum vom teuren Eigenheim am Marktplatz scheint zum Greifen nah. Beide Männer wähnen sich ihres Planes sicher. Doch haben sie ihre Rechnung ohne die Frau gemacht. Sie spielt ihr eigenes Spiel, nach eigenen Regeln, mit einem klaren Ziel vor Augen.

Karl Schönherr galt zu seiner Zeit als wichtigster österreichischer Dramatiker neben Arthur Schnitzler. Der Weibsteufel, eine Art Tiroler Alpenwestern, zählt zu Schönherrs meistgespielten Stücken und wurde mehrfach verfilmt. Nachdem es bereits in den 80er- und 90er-Jahren für die Bezirke inszeniert wurde, widmet sich nun die Schweizer Regisseurin Christina Rast dem Stoff.

  • Premiere
    FR 21. SEP 2018