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© Stefan Draschan / Volkstheater
© Stefan Draschan / Volkstheater
Wir sind viele.
Uraufführung

Die Summe der einzelnen Teile

Regie Constance Cauers und Malte Andritter
Kooperation mit der Volkshilfe Österreich und dem mumok Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien
Theatrale Feldforschung des Jungen Volkstheaters
Ein generationen- und kunstspartenübergreifendes Projekt mit Menschen von 14 bis 94 Jahren
Österreich hat über acht Millionen Einwohner/innen – und ebenso viele Biografien und Sichtweisen, die nebeneinander existieren, einander aber auch kreuzen, oft ergänzen und manchmal gegenseitig herausfordern.

In unserer schnelllebigen Zeit, in der die äußeren Einflüsse wie Strom durch die Menschen schießen, gelingt es der/dem Einzelnen kaum, dauerhaft eine stabile Identität zu schaffen – zu sehr ist man damit beschäftigt, sich im Alltag zu positionieren und in der Arbeitswelt zu bestehen. Die eigene Identität ist somit stetig Veränderungen unterworfen, und man muss sich – bewusst oder unbewusst – neu ordnen und anpassen, um zu überleben. Der Soziologe Ulrich Beck sprach von „Bastellbiografien“.
Ein neuer Lebensabschnitt, ein Unfall, eine Trennung: Viele Umbruchsituationen im Leben zwingen dazu, sich neu in Stellung zu bringen. Das Junge Volkstheater will in seinem neuen Projekt roten Fäden nachspüren, von Erfolgen und Scheitern, von Prägungen und Überschneidungen in den Biografien und Lebenswelten von Menschen in Österreich erzählen: Wer sind wir? Als Individuum und in der Gruppe? Was verbindet und was trennt uns? Und was macht die österreichische Identität im 21. Jahrhundert aus? Die individuellen Weltanschauungen und Biografien unserer Mitmenschen werden oft nicht als Zugewinn und Mehrwert empfunden – warum gibt es diese Angst vor „Überfremdung“? Und was wollen wir aufheben, übernehmen und weitergeben?
Jeder Mensch trägt ein persönliches Archiv in sich, das Erfahrungen, Gedanken, Bewegungen, Erinnerungen, Gefühle, Gerüche speichert: In dem spartenübergreifenden Projekt werden die biografischen Texte mit allen Sinnen gefasst – mit Unterstützung der Stagelab Academy werden sie musikalisch interpretiert, mit der Choreografin Martina Rösler in Bewegungen übersetzt und in den Ateliers des mumok bildnerisch arrangiert.

Die Summe der einzelnen Teile feiert im April 2017 im Volx/Margareten Premiere. Zwischenaufführungen und Teilpräsentationen finden im Jänner 2017 in den Räumlichkeiten des mumok statt.

  • Premiere
    MI 12. APR 2017
  • Choreografie Martina Rösler
  • Musik Stagelab Academy
  • Dramaturgie Andrea Zaiser