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© Jessica Kleffner
Das kann Gott nicht wollen.

Die Zehn Gebote

nach den Filmen von Krzysztof Kieślowski
Bühnenbearbeitung von Stephan Kimmig und Roland Koberg
mit englischen und polnischen Übertiteln / with English and Polish supertitles / z angielskimi i polskimi napisami
Drehbuch von Krzysztof Kieślowski und Krzysztof Piesiewicz
Von den Zehn Geboten ist in dieser Welt keine Rede. Zwar ist die katholische Kirche mit ihren Ritualen gut präsent, bei der individuellen Krisenbewältigung bleibt sie jedoch unsichtbar. Die fällt auch ohne biblische Vorschriften schwer genug.

Diebstahl, Ehebruch, Besitzgier, Falschaussage, Mord… In jeder der zehn Geschichten vom wahren Leben, die Krzysztof Kieślowski vor uns aufblättert, wird eins der biblischen Zehn Gebote folgenschwer übertreten – und sei es ein so scheinbar harmloses wie das Heiligen des Feiertags. Dabei sind die Gebote selten ausgesprochen und niemandem bewusst. Regie führt immer der Zufall, in tragischen wie in komischen Situationen.
Kieślowski zeigt, wie schwer es ist, in einer Welt, in der Gott tot ist und die Ideologien am Ende, eigene Maßstäbe zu entwickeln. Die zehn einstündigen Geschichten aus einer Warschauer Trabantensiedlung der späten 1980er-Jahre behandeln Fragen der Moral, ohne selbst moralisch zu sein. Sein einziges Thema darin, so Kieślowski, sei die Leidenschaft. Auch das macht seinen Dekalog (so der Originaltitel der zehn Filme) zeitlos gültig und ergreifend.
Regisseur Stephan Kimmig, nach längerer Pause wieder in Wien und erstmals am Volkstheater, verbindet die einzelnen packenden Storys zu einer gemeinschaftlichen Suche nach Halt und Orientierung. In drei Stunden begegnen einander sieben Schauspieler und zwei Kinder in mehr als dreißig Rollen …

An welche Zehn Gebote sich Schauspieler/innen und Theatermitarbeiter/innen halten, haben wir in unserem Magazin zusammengestellt.

Das Junge Volkstheater empfiehlt:

Einschätzungen zu unseren Inszenierungen von unseren theatralen Berater/innen an Schulen, Bettina Stokhammer und Matthias Suske, finden Sie neben weiteren Infos zu unseren Angeboten hier.

  • DI 22. MAI 2018 19.30 - 22.20
    eine Pause
    Tickets
  • SA 23. JUN 2018 19.00 - 21.50
    eine Pause
    Tickets
    zum letzten Mal

mit Gábor Biedermann, Peter Fasching, Anja Herden, Lukas Holzhausen, Nadine Quittner, Seyneb Saleh, Jutta Schwarz, Jan Thümer, Leonhard Baumgartner/Oskar Salomonowitz, Johanna Baumgartner/Maila Otto

Pressestimmen

Die Zehn Gebote is a true ensemble piece and the actors are excitingly matched. Lukas Holzhausen is both tender and weary as a single parent whose teenage daughter suspects he is not her biological father. Anja Herden gets to survey a wide dramatic range, from a matriarch who must plead for her grandchild’s return to the cynical, promiscuous neighbor in the most famous episode of “The Decalogue.” As both a lawyer against capital punishment and a committed doctor who is forced to play God, Gabor Biedermann demonstrates how a practiced, professional demeanor cracks up in the face of moral uncertainty and outrage.“ A.J. Goldmann, New York Times

„Mag es auch als Blasphemie gelten, für diese Inszenierung ein neues Gebot aufzuwerfen, so muss es doch heißen: ‚Du sollst dir das anschauen!’“
Martin Lhotzky, Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Regisseur Kimmig entführt im Volkstheater Wien ein entfesseltes aufspielendes Ensemble in die gar nicht lichten Höhen der Moralphilosophie. Lauter Versehrte und im Kopf Verkehrte treten eine famose Zeitreise an. (…) Sind auch die Engel alt und vor der Zeit mürbe geworden, das Theater beweist auch diesmal seine unersetzlich verjüngende Kraft.“
Ronald Pohl, Der Standard

„Dieser Abend jedoch ist ein Triumph!“
Martin Lhotzky, Falter

„Das Ensemble überzeugt mit Wandlungsfähigkeit, Intensität und auch Subtilem. (…) Stephan Kimmig hat für seine Inszenierung die zehn Filme mit Roland Koberg adaptiert. (…) Das ist vorteilhaft. So können acht Schauspieler, unterstützt von zwei musisch begabten Kindern (…) fast übergangslos in mehrere Rollen schlüpfen, die viel abverlangen. (…) Einige Auftritte sind sehr intensiv, besonders Peter Fasching und Nadine Quittner steigern sich da rein. Auch Jan Thümer und Seyneb Saleh pflegen phasenweise den Exzess, tänzerisch, mit expressiven Gesten. Alle aber spielen dazwischen auch differenziert. Lukas Holzhausen und Anja Heden beherrschen Subtiles und Kraftvolles.“
Norbert Mayer, Die Presse

„Lukas Holzhausen, Gábor Biedermann und Volkstheater-Neuzugang Peter Fasching stechen in wechselnden Rollen hervor, sie stellen ihre Wandlungsfähigkeit bei hoher Präsenz unter Beweis.“
Petra Paterno, Wiener Zeitung