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© Marcella Ruiz Cruz
Uraufführung

Gutmenschen

Good People

von Yael Ronen und Ensemble
Mit freundlicher Unterstützung der Österreichischen Lotterien GmbH
mit englischen Übertiteln / with English supertitles
Eingeladen zu den Autorentheatertagen 2018
Im Herbst 2015 entwickelten Yael Ronen und Ensemble die Komödie Lost and Found, die privates Chaos mit der historischen Situation nach dem langen Sommer der Migration verknüpfte und mit dem Nestroy-Autorenpreis als Bestes Stück ausgezeichnet wurde.

Mehr als zwei Jahre später kommen die Akteur/innen wieder zusammen und setzen dort an, wo sie beim letzten Mal auseinander gegangen sind: Es gibt ein Wiedersehen mit den Geschwistern Maryam und Elias. Gemeinsam mit ihrem beweglichen Familiengefüge haben sich in der Wohnung ihres verstorbenen Vaters gut eingerichtet. Den Kindern geht es gut, neue Liebesbeziehungen sind entstanden. Österreich rückt nach rechts und der Cousin Yousef bekommt einen negativen Asylbescheid. Nach zwei Jahren des Zusammenwachsens bricht die Wirklichkeit erneut ins Wohnzimmer ein, und die Vollintegrierten nehmen die Herausforderung gemeinsam an.

Regisseurin Yael Ronen, „die lustigste Frau im deutschsprachigen Theater“ (Spiegel Online) wurde bereits vielfach ausgezeichnet. Zuletzt erhielt sie 2017 den Preis des Internationalen Theaterinstituts im Rahmen des Festivals Theater der Welt sowie den Europe Prize for Theatrical Realities, mit dem die EU-Kommission genreübergreifend kreative und innovative theatrale Unternehmungen prämiert.

Das Junge Volkstheater empfiehlt:

Einschätzungen zu unseren Inszenierungen von unseren theatralen Berater/innen an Schulen, Bettina Stokhammer und Matthias Suske, finden Sie neben weiteren Infos zu unseren Angeboten hier.

 

In the autumn of 2015, Yael Ronen and her ensemble developed the comedy “Lost and Found”, which linked the private chaos of the characters on stage with the historic situation after the long summer of migration. The play was awarded the Austrian Nestroy Prize in the category Best Play – Author’s Prize.
More than two years later, the characters reunite and pick up where they left off last time. We meet the siblings Maryam and Elias again. They have established a comfortable home in their dead father’s apartment with their unconventional family structure. The children are well, new love relationships have blossomed. But right-wing voices in Austria are getting stronger every day, and cousin Yousef receives news that his request for asylum has been rejected. After two years of becoming close reality comes knocking, and the characters take on this new challenge together. Director Yael Ronen, “the funniest woman in German theatre” (Spiegel online) has received numerous awards. Recently, she was honoured with the award of the International Theatre Institute in the course of the festival “Theater der Welt” (theatre of the world) as well as the Europe Prize for Theatrical Realities by the European Commission that rewards creative and innovative theatrical projects that cross the boundaries of genres.
Deutsch
English
  • MI 12. SEP 2018 20.00 - 21.30
    WIEDERAUFNAHME anschließend, Rote Bar: Publikumsgespräch
Weitere Termine in Planung

mit Yousif Ahmad (Yousef), Knut Berger (Schnute), Katharina Klar (Klara), Sebastian Klein (Elias Sabry), Jutta Schwarz (Ute), Paul Spittler (Moritz), Birgit Stöger (Maryam Sabry), Jan Thümer, Jermolaj Klein, Julius Feldmeier, Niels Bormann (im Video)

Pressestimmen

„Kurzweilig, differenziert und dennoch mit einer klaren Botschaft: ‚Gutmenschen‘ ist nicht nur ein zivilgesellschaftlich wichtiges Stück Theater, sondern auch ein wirklich hervorragend gemachtes. Lang anhaltender Applaus für Ensemble und Regie-Team beschloss den Abend.“
Sonja Harter, APA

„Endlich, das Theater nimmt die Sache in die Hand, den lauten, doch unerhörten Protest, wird zum Sprachrohr einer ausserparlamentarischen Opposition, bezieht mit Mut und Wut Stellung und nimmt kein Blatt vor den Mund, der den Gegnern der Kurz-Strache-Regierung noch immer vor Entsetzen weit offen steht.“
Bernd Noack, Neue Zürcher Zeitung

„Der Abend hat viele großartige Momente (der stärkste ist das von Katharina Klar vorgetragene Lied „Jetzt bist so weit, weit rechts von mir“ nach Hubert von Goisern, eine Art verzweifeltes Unwerken der „anderen Seite“). Er ist oft sehr komisch, manchmal auch kabarettistisch, er spielt mit Rollen-Ausstiegen und Realitäts-Sprüngen. Das Ensemble spielt sehr stark.“
Guido Tartarotti, Kurier

„Das Schauspielerteam […] hat spürbar Freude an der Form gemeinsamen Theater-Erschaffens, das Yael Ronen virtuos anleitet. […] Theater am Nerv der Zeit.“
Bernadette Lietzow, Tiroler Tageszeitung