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© Helmut Pokornig

Halbe Wahrheiten

von Alan Ayckbourn
Greg und Ginny sind frisch verliebt, doch es nagt bereits die Eifersucht an dem jungen Glück.

Er folgt ihr heimlich zum Haus ihrer vermeintlichen Eltern mit der Absicht, um ihre Hand anzuhalten. Das Zusammentreffen mit dem älteren Ehepaar führt von einem Missverständnis zum nächsten, bis die Lage eskaliert. In der Bereitschaft dem Gegenüber alles zuzutrauen, kommt es soweit, dass niemand mehr der zu sein scheint, für den ihn die anderen halten.

Alan Ayckbourn gilt als einer der größten Gegenwartsdramatiker Großbritanniens, der Komödienklassiker Halbe Wahrheiten war sein erster großer Publikumserfolg, auf den zahlreiche weitere folgten. Regisseur Lukas Holzhausen ist Ensemblemitglied am Volkstheater und führte bisher bei Projekten am Schauspiel Köln und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg Regie.

Die ursprünglich als vierte Produktion des Volkstheaters in den Bezirken geplante Uraufführung von Thomas Glavinic‘ Theatererstling Mugshots wird im Dezember 2016 im Volx/Margareten nachgeholt – in der Regie des Autors.

Weitere Termine in Planung
  • Bühne Hans Kudlich
  • Kostüme Werner Fritz
  • Dramaturgie Mona Schwitzer

mit Michael Abendroth (Philip), Evi Kehrstephan (Ginny), Christoph Rothenbuchner (Greg), Doris Weiner (Sheila)

Pressestimmen

„Christoph Rothenbuchner gibt den vor Liebe entbrannten, aber doch leise verzweifelnden Möchtegern-Bräutigam mit großem Eifer und der nötigen Portion Naivität. Die nicht ganz so treue Ginny (Evi Kehrstephan) versucht ihr Bestes, ohne Nervenzusammenbruch den Tag zu überstehen. Ein wenig verwirrt vom überraschenden Besuch des jungen Paares geben sich die angeblichen Eltern Philip und Sheila. Sie sind es auch, die diesem zweistündigen Abend eine solide Komik verleihen: Michael Abendroth als rotköpfiger Sugar-Daddy und Doris Weiner als abgebrühte Ehefrau, die doch nicht so blauäugig ist, wie es alle zu gern hätten, tragen durch den turbulenten Abend.“

Sonja Harter, APA

„Lukas Holzhausen bewies damit, dass er nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Regisseur große Klasse ist. Er hat vom Stück des britischen Dramatikers den halbdurchsichtigen Firnis des Edelboulevards abgekratzt und eine feine Farce freigelegt. (…) Christoph Rothenbuchner ist als Greg die Idealbesetzung, der wohlerzogene junge Mann, so wild entschlossen, einen guten Eindruck zu machen, dass er unmögliche Situationen heraufbeschwört. Er ist von Anfang an in der Defensive, weil Ginny offenbar eine schamlos routinierte Schwindlerin ist. Evi Kehrstephan allerdings zeigt das mit so viel Charme, ihr Spiel lässt Ginnys Sympathiewerte derart nach oben schnellen, dass ihr niemand böse sein kann. (…) Mit Sheila hat Weiner die vielleicht beste Rolle im Stück, denn sie entwickelt sich. (…) Michael Abendroths Philip ist ein Schlitzohr mit Tendenz zu Quengler und Querulant, wenn’s nicht nach seinem Willen geht. Doch Abendroth ist als Schauspieler zu brillant, um nur einen Unsympath zu gestalten.“

Michaela Mottinger, Mottingers-Meinung.at