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Illustration: Valerie Tiefenbacher
Uraufführung

Haummas net sche?

Mit Christine Nöstlingers Geschichten durch 100 Jahre Gemeindebau. Ein Theater-Parcours
13 Millionen m² Wohnraum, eine Grünfläche so groß wie 850 Fußballfelder und Aufzüge, aufeinandergestapelt doppelt so hoch wie der Himalaya – das ist der Wiener Gemeindebau. Aber wer sind die Menschen, die in ihm leben?

Mit dem Wahlsieg der sozialdemokratischen Arbeiterpartei vor hundert Jahren nahm eines der größten sozialen Wohnbauprojekte seinen Anfang. Bis heute gilt Wien als Welthauptstadt des öffentlichen Wohnbaus. In Zeiten, in denen die meisten Städte mit dem Abverkauf kommunalen Eigentums und drastischen Mietpreissteigerungen zu kämpfen haben, wird Wohnen zum alles entscheidenden Wahlkampfthema. Grund für eine Hommage an den Wiener Gemeindebau und seine Bewohner/innen.
Kaum jemand hat das Leben in Wiener Mietwohnungen, zwischen Zinskaserne und Gemeindebau, eindringlicher geschildert als die 2018 verstorbene Schriftstellerin Christine Nöstlinger. Mit der Eröffnungsproduktion des Volx/Margareten statten wir den Figuren ihrer schönsten Bücher, Gedichte und Kolumnen einen Hausbesuch ab. Wir tauchen mit dem Gurkenkönig in sein Kellerreich, erleben den ersten Frühling im kriegszerbombten Wien, fliehen mit der 14-jährigen Ilse Janda aus der Enge der Familie, hören Alltagsgeschichten „iba de gaunz oamen Leit“ oder besuchen mit Hugo, dem Kind in den besten Jahren, die phantastische Gegenstadt unter dem Gehsteig.

Seit 2009 entwickelt Sara Ostertag mit dem Theaterkollektiv makemake sparten- und generationenübergreifende Theaterarbeiten. 2018 wurde ihre Arbeit Muttersprache Mameloschn am Kosmos Theater mit dem Nestroy-Preis in der Kategorie Beste Off-Produktion ausgezeichnet.

Die beiden Musiker/innen Kathrin Kolleritsch und Paul Plut werden bei jeder Vorstellung den Gemeindebau zum Tanzen bringen. Mit seiner Deutschpop-Band Viech wurde der in Wien lebende Sänger Paul Plut bekannt, 2017 veröffentlichte er sein erstes Solo-Album Lieder vom Tanzen und Sterben, das „Album des Jahres“ (Wiener Zeitung). Kathrin Kolleritsch verwirklicht politische Messages zum Sturz des Patriarchats in ihrem Rap-Projekt KEROSIN95, als Schlagzeugerin spielt sie bei Schmieds Puls und My Ugly Clementine.

 

Mit freundlicher Unterstützung von

 

 


mit Zeynep Alan, Laila Avissar-Zatar, Sarah Bahmou, Barča Baxant, Shabnam Chamani, Sabine Droner, S. Javid Hakim, Isabella-Nora Händler, Ernst Havlicek, Nora Jacobs, Helga Jessenig, Jakob Oberschlick, Pia Stross