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&copy Käthe Schönle
© Käthe Schönle
Wenn ka Teufel nicht wär, wo kommt alles das Teufelszeug her?

Höllenangst

von Johann Nestroy
Posse mit Gesang in drei Akten
mit Couplets von Peter Klien (Text) und Clemens Wenger (Musik)
Der Schustersohn Wendelin geht einen ehrlichen Handel ein – und verliert dabei das Seelenheil. Zumindest in seiner Vorstellungswelt.

Auf der Flucht nach einem nächtlichen Stelldichein mit seiner heimlich angetrauten Adele steigt der junge Oberrichter von Thurming bei der verarmten Schusterfamilie Pfrim ein und wird von Wendelin, dem mit seinem Schicksal hadernden Sohn des Hauses, für den Leibhaftigen gehalten. Als von Thurming Wendelin für einen rettenden Kleidertausch reichlich Entlohnung verspricht, geht dieser einen Pakt mit dem vermeintlichen Teufel ein. In der festen Überzeugung, diesen fortan an seiner Seite zu haben, wird Wendelin von nun an von „Höllenangst“ getrieben, und die Verwicklungen nehmen ihren Lauf. Verbrechen aus der Vergangenheit, Missetaten hoher Amtspersonen, politische Rivalitäten und geheimnisvolle nächtliche Handlungen sind die Ingredienzien von Nestroys rasanter dunkler Komödie. 1849 uraufgeführt, sind in dieser politischen Posse die Zeichen der Zeit weit deutlicher sichtbar als in den meisten anderen Stücken, die Nestroy nach der Revolution 1848 auf die Bühne gebracht hat.

Nach den zwei erfolgreichen Inszenierungen Isabelle H. (geopfert wird immer) und Der Menschenfeind untersucht der österreichische Regisseur Felix Hafner in seiner neuen Arbeit am Volkstheater die Mechanismen einer Gesellschaft im Umbruch. Die Couplets werden von dem Kabarettisten und Autor (Willkommen Österreich, ORF) Peter Klien aktualisiert, die Musikkompositionen und das Sounddesign stammen von Clemens Wenger, Musiker und Komponist der Wiener Soul-Band 5/8erl in Ehr’n.

  • Premiere
    SA 23. SEP 2017 19.30
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  • MI 27. SEP 2017 19.30
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  • SA 30. SEP 2017 19.30
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    18.45 Uhr, Weißer Salon: Stückeinführung
Weitere Termine in Planung

mit Gábor Biedermann (Freiherr von Reichthal), Thomas Frank (Wendelin), Günter Franzmeier (Pfrim), Isabella Knöll (Rosalie), Laura Laufenberg (Baronesse Adele von Stromberg), Kaspar Locher (von Arnstedt), Valentin Postlmayr (Johann), Christoph Rothenbuchner (von Thurming), Claudia Sabitzer (Eva), Stefan Suske (Freiherr von Stromberg), Luka Vlatković (Ignaz)