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&copy Camilla Hägebarth
© Camilla Hägebarth
Scheißgrenzen. Keine tut was sie tun soll. Alle wirbeln sie immer nur Staub auf.
Österreichische Erstaufführung

Isabelle H. (geopfert wird immer)

von Thomas Köck
Koproduktion mit dem Max Reinhardt Seminar
Der junge Soldat Daniel C. und die illegale Immigrantin Isabelle H. haben sich in einer Lagerhalle verschanzt. Dorthin gelangten sie am Ende einer gemeinsamen Flucht vor der Polizei, die mit einem Kennenlernen an einer Raststätte, einer fatalen Polizeikontrolle und einem versehentlichen Mord begann.

Daniel C. ist kürzlich von seinem Afghanistan-Einsatz nach Hause gekommen und hat Probleme, sich wieder im Alltag einzufinden. Isabelle H. hat einen langen Fluchtweg hinter sich, über den genauere Informationen zu geben sie ebenso verweigert wie rührende Geschichten über ihre Herkunft zu erzählen. Isabelle Huppert sei ihr Name, ist das Einzige, was sie behauptet.

Das Verhältnis der beiden, gefangen in einer Schicksalsgemeinschaft, scheint von klaren gesellschaftlichen Vorzeichen geprägt. Doch der traumatisierte Soldat und die eigenwillige Migrantin offenbaren Seiten an sich, die gängige Klischees unterlaufen. Die Machtfrage wird in jeder Situation neu verhandelt.

Thomas Köck, 1986 in Steyr, Oberösterreich, geboren, studierte Szenisches Schreiben an der UdK in Berlin. 2016 erhielt er den Kleist-Förderpreis für sein Stück Paradies fluten (verirrte Sinfonie) und 2015 das Wiener Dramatik Stipendium. Isabelle H. (geopfert wird immer) wurde 2014 mit dem Stückepreis des Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreises ausgezeichnet.

 

Mehr über Isabelle H. (geopfert wird immer) lesen Sie im Volkstheater-Magazin.

 

Katharina Klar, Okan Cömert sowie Autor Thomas Köck und Regisseur Felix Hafner sprachen live zu Gast in der Sendung Radio Dispositiv auf Orange 94.0 über das Stück – hier gibt es die Sendung zum Nachhören.

Pressestimmen

“‘Dieser Text muss auf die große Bühne’, verlautbarte der Autor Thomas Köck in einer Videoeinspielung. Das Publikum, das die Premiere frenetisch bejubelte, würde ihm wohl recht geben. Das Stück, schlau konstruiert und von Felix Hafner mitreißend inszeniert, wirft einen scharfen Blick auf die eingelernten Vorstellungen von Täter- und Opferrollen und lässt Flüchtlinge, mit deren Leid sich gut Betroffenheitstheater machen lässt, in einem anderen Licht erscheinen. (…) Im kahlen, mit Plastikfolie ausgelegten Bühnenbild werden aus Köcks Zeilen intensive, schwer erträgliche Szenen – und das Ensemble beeindruckt in diesem Stück, das so geschickt mit unseren Erwartungen spielt.”

Katrin Nussmayr, Die Presse

“Alle miteinander, Autor, Regie (Felix Hafner), Darsteller (Katharina Klar, Christoph Rothenbuchner, Max Gindorff, Okan Cömert) schießen im jugendlichen Überschwang ständig übers Ziel hinaus, wirken dabei aber so sympathisch und ansteckend begeistert, dass man ihnen das nie übel nimmt. Die Co-Produktion von Volkstheater und Max-Reinhardt-Seminar ist eine schöne Talentprobe.”

Guido Tartarotti, Kurier

“Der junge Regisseur Felix Hafner liefert mehr als eine Talentprobe ab. (…) Klar stürzt sich in die Rolle dieser von der Polizei Gesuchten, als ob ihr das letzte Stündlein geschlagen hätte. Eine Performance der Extraklasse.”

Reinhold Reiterer, Kleine Zeitung

“Vor allem dank eines knallharten Christoph Rothenbuchner in der Hauptrolle wird Isabelle H. (geopfert wird immer) (…) von Felix Hafner packend erzählt (…).”

Martin Pesl, Falter

“Das ist alles sehr geschickt gemacht, hat Kraft, Ambition, auch dank Max Gindorff und Okan Cömert, die beide in mehreren Rollen begeistern. (…) Zu Recht große Begeisterung!”

Stefan Musil, Kronen Zeitung

“Katharina Klar verwehrt sich als Isabelle H. allen Versuchen, ihrer Identität oder Geschichte näher zu kommen, mit unwiderstehlicher Unverschämtheit.”

Theresa Luise Gindlstrasser, Nachtkritik.de