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© Götz Schrage / Volkstheater
Hier also zu weinen, das wär' das Allerletzte.
Österreichische Erstaufführung

Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs

von Milo Rau
Mitarbeit Text Ursina Lardi, Consolate Sipérius
Kooperation mit Max Reinhardt Seminar

Zwei Frauen, die wissen, wie sich ein Maschinengewehr anhört. Die eine musste erleben, wie ihre Eltern damit erschossen wurden. Die andere war Entwicklungshelferin im Kongo bis zu einem mörderischen Überfall auf ein von NGOs verwaltetes Lager. Die eine stammt aus Zentralafrika und wurde in Europa adoptiert. Die andere bezeichnet sich als nordisch und wurde Schauspielerin am Stadttheater. Der Schweizer Theatermacher, Autor und Aktivist Milo Rau schrieb den Doppel-Monolog Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs auf der Grundlage von Interviews mit NGO-Mitarbeiter/innen, Geistlichen und Kriegsopfern in Afrika und Europa. Dem zugrunde liegt die Frage nach dem Mitleid: Wie erträgt man das Elend? Was macht das Elend so attraktiv? Wie in vielen seiner international gerühmten Projekte, darunter Die Moskauer Prozesse, The Civil Wars und zuletzt Das Kongo Tribunal, schärft Milo Rau den Widerspruch zwischen Mitverantwortung und Anteilnahme an globalen Konflikten. Mit Mitleid wird eines der aufsehenerregendsten politischen Theaterstücke der letzten Jahre nachgespielt. In der Regie von Max-Reinhardt-Absolvent Alexandru Weinberger-Bara verkörpert Anja Herden beide Rollen, die mit schwarzer und die mit weißer Hautfarbe.

  • SA 15. DEZ 2018 20.00 - 21.30
    Tickets
  • MO 17. DEZ 2018 20.00 - 21.30
    Tickets
  • SA 12. JÄN 2019 20.00 - 21.30
    Tickets
  • SO 20. JÄN 2019 20.00 - 21.30
    Tickets
Weitere Termine in Planung


Pressestimmen

„Im Volx beeindruckt die Aufführung von Milo Raus Stück ‚Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs‘ (…) Beide Rollen werden von Anja Herden gespielt, und sie macht das in dieser dramaturgisch raffinierten Anordnung sensationell.“
Norbert Mayer, Die Presse

„Ihr vereinnahmender Plauderton oszilliert zwischen Anteilnahme und abgründiger Überheblichkeit – eine Qualität auch des Textes, der zudem die selbstkritische Frage stellt: Wie sehr macht sich das Theater von jeher mit dem Elend der anderen wichtig?“
Margarete Affenzeller, Der Standard

„Der junge Regisseur Alexandru Weinberger-Bara inszeniert den vom Dramatiker Milo Rau aus Originalzitaten monierten Text sehr geschickt, die Übergänge zwischen Filmzuspielungen und Bühne sind fließend und beeindruckend.“
Guido Tartarotti, Kurier