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Nach uns das All oder Das innere Team kennt keine Pause

von Sibylle Berg
144 Millionen unerforschte Quadratkilometer, eine Durchschnittstemperatur von minus 55 Grad Celsius und kaum Sauerstoff. Da will man doch dabei sein! Auf Wiedersehen, Erde!

In Europa haben sich in nicht allzu ferner Zukunft die politischen Spannungen und kriegsähnlichen Unruhen verdichtet, Nationalismus und Faschismus haben sich endgültig durchgesetzt. Ein neues, intergalaktisches Projekt scheint der einzige und vielversprechende Ausweg zur Rettung der Zivilisation: Teilnehmer/innen einer Realityshow sollen auf den Mars fliegen, um dort eine neue Gesellschaft zu gründen. Allerdings gibt es eine (entscheidende) Einschränkung: Die Reise kann nur paarweise angetreten werden, damit die Fortpflanzung auf dem fremden Planeten gesichert ist. Ein Partner muss also für eine geglückte Mission gesucht und gefunden werden …

Nach Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen (Stück des Jahres 2014) und Und dann kam Mirna (Mülheimer Theatertage 2016) folgt der dritte Teil der Geschichte um Sibylle Bergs Anti-Heldin des 21. Jahrhunderts. Scharfzüngig und sprachlich am Puls der Zeit analysiert Berg gesellschaftliche und politische Tendenzen und lässt dabei auch den Humor nicht zu kurz kommen.

Regisseur Felix Hafner, 2017 mit dem Nestroy-Preis als Bester Nachwuchs für seine Volkstheater-Inszenierung Der Menschenfeind ausgezeichnet, bringt das apokalyptische Sci-Fi-Abenteuer auf die Bühne des Volx/Margareten.

  • Premiere
    APR 2019