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Uraufführung

Rojava

von Ibrahim Amir
Rojava! Es gibt ihn noch, den Aufstand der unterdrückten Völker, ein politisches Experiment mit enormer Strahlkraft, eine Befreiungsbewegung, die voranschreitet, die Menschheit aus ihren Ketten zu befreien.

Betört von der unwiderstehlichen Aura der Revolution macht sich der Wiener Student Michael auf den Weg nach Rojava, das kurdische Selbstverwaltungsgebiet in Nordsyrien, um sich am Aufbau einer neuen Welt des geschwisterlichen Zusammenlebens zu beteiligen – und diese, wenn nötig, mit der Waffe zu verteidigen. Kaum angekommen, lernt Michael den Kurden Alan kennen, den keine Ideologie mehr halten kann, und der einen Vorschlag macht: Alan verschafft Michael Kontakte in die revolutionäre Szene, Michael übergibt Alan dafür seinen Reisepass. So kann Alan dem Krieg endlich entkommen – ins sichere Österreich. Michael freundet sich indes mit Alans blindem Cousin an und erlernt den Umgang mit einer Waffe – von einer Kämpferin, die bei den Frauenverteidigungseinheiten Zuflucht gefunden hat… Nachdem in der vergangenen Spielzeit der schräge Road-Trip Heimwärts in der Nacht des Putschversuchs vom 15. Juli 2016 in einer türkischen Kleinstadt endete, handelt das neue Stück des Wiener Autors Ibrahim Amir vom Versuch, unter den Bedingungen des Kriegs eine Utopie zu leben – in Rojava, wo Amir selbst aufgewachsen ist.
Der Musiker und Regisseur Sandy Lopičić brachte in den vergangenen Spielzeiten in Graz und St. Pölten höchst erfolgreich kraftvolle wie poetische musikalische Inszenierungen auf die Bühne und zeigt nun seine erste Arbeit am Volkstheater.

  • Premiere
    DO 28. FEB 2019 19.30