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© Theresa Scherrer / Volkstheater
© Theresa Scherrer / Volkstheater
Drum dass die Liebe währt, liebt nicht zu viel.

Romeo und Julia

von William Shakespeare
Mit freundlicher Unterstützung der Österreichischen Lotterien
Romeo und Julia: Sie sind bis heute Sinnbild für die reine und naive Liebe zweier junger Menschen, deren „Erbschaft“ es ist, einander hassen zu müssen.

Philipp Preuss geht in seiner ersten großen Inszenierung in Österreich mit dieser tradierten Lesart des 1597 uraufgeführten frühen Stückes von William Shakespeare darüber hinaus und macht deutlich: Liebe ist ein Ereignis. Ein Pakt. Ein Ausnahmezustand. Ein Akt des Terrors, dessen Folgen nur zu oft tödlich sind. Preuss formuliert in seiner Interpretation Möglichkeitsformen des Liebens als einem Zustand, der ebenso austauschbar wie unwiederholbar ist: zugleich für den Einzelnen immer letal in jeder seiner möglichen Konsequenzen, ob Trennung, Ehe oder Tod. Und doch verbindet sich damit immer auch eine politische Idee, ein gesellschaftlicher Gesamtzustand, dessen Prinzipien Gemeinschaften kontinuierlich und in jeder Generation neu zu verhandeln haben.

 

Erfahren Sie mehr über Romeo und Julia im Volkstheater-Magazin.

  • Bühne und Kostüme Ramallah Aubrecht
  • Musik Kornelius Heidebrecht
  • Licht Paul Grilj
  • Dramaturgie Angela Heide

mit Thomas Frank (Romeo), Rainer Galke (Lorenzo), Katharina Klar (Julia), Sebastian Klein (Tybalt), Steffi Krautz (Amme/Lady Capulet), Kaspar Locher (Romeo), Nils Rovira-Muñoz (Romeo), Nadine Quittner (Julia), Stefanie Reinsperger (Julia), Christoph Rothenbuchner (Paris), Stefan Suske (Capulet), Ghonche Asadizadeh (Pianistin), Joseph Avila (Pianist), Melissa Dermastia (Pianistin), Antania Kalechyts (Pianistin), Martin Listabarth (Pianist), Pablo Rojas (Pianist), Robert Wildling (Pianist)

Pressestimmen

“Philipp Preuss liebt einprägsame Bilder, doch der Familienstreit zwischen den Montagus und den Capulets (die beim Maskenball sehr schöne, bizarre, bedrohliche Pappmaschee-Masken tragen) interessiert ihn nicht. (…) Das Volkstheater hat eine hoch interessante, unkonventionelle Aufführung bekommen, über die sich trefflich streiten lässt.”

Wolfgang Huber-Lang, APA

“Der Regisseur ist konsequent, hält sich auch selbst keinen Fluchtweg offen. Nichts anderes vorzuhaben, als die Liebe als verschmelzende Begegnung zu zeigen, die auch den Tod einbezieht, und das zweieinhalb Stunden durchzuziehen, ist eine Auflage, an der man entweder scheitert oder die man durchgehend berücksichtigt.”

Christa Dietrich, Vorarlberger Nachrichten

“Diese Vervielfältigung schafft komische Momente, behauptet verschiedene Konstellationen und gewagte Variationen. (…) Wer Shakespeare ‘vom Blatt’ haben möchte, ist hier fehl am Platz. Wer aber sehen möchte, wie trotz vieler schon an diesem Stück ausprobierter Varianten orginell-verfremdende Blickwindel gefunden werden, ist im Volkstheater gut aufgehoben.”

Julia Danielczyk, Die Furche

“Es sind auch die Einzigartigkeit und Unverwechselbarkeit, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Das Bild der sich immerfort drehenden Bühne, in dunkles Licht und in melancholische Musik getaucht, als Metapher für den ewigen Kreislauf um Leben und Tod, wird in der Erinnerung an diese Inszenierung abrufbar bleiben. Genauso wie die permanente, düstere Grundstimmung, die im Gegensatz zum prallen jugendlichen Leben steht, das von den Schauspielerinnen und Schauspielern intensivst vorgeführt wurde. Mission completed. Voll und ganz.”

Michaela Preiner, European Cultural News