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© Csaba Mészáros/ The Symptoms

Programmänderung: Statt einer Aufführung werden Filmausschnitte über die Entstehung von „Strandflieder“ präsentiert

Gemeinsame Veranstaltung mit dem Österreichischen Parlament unter dem Ehrenschutz der Präsidentin des Nationalrates Doris Bures und mit dem Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien

Infolge einer kurzfristigen Erkrankung der Hauptdarstellerin Éva Fahidi muss das für heute, 9. November, am Volkstheater geplante Gastspiel Strandflieder oder Die Euphorie des Seins auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Anstelle der Aufführung präsentiert die Regisseurin von Strandflieder, Réka Szabo, Ausschnitte aus ihrem bisher unveröffentlichten Dokumentarfilm über die Zusammenarbeit mit der heute 92jährigen Holocaust-Überlebenden, die sich in dem autobiographischen Stück in einen Tanz-Dialog mit der sechzig Jahre jüngeren Emese Cuhorka begibt. Der Film mit dem Titel Crying Will Get You Nowhere zeigt die Entstehungsgeschichte des Stücks, das 2015 in Budapest Premiere hatte und seither mehr als 50 Mal gespielt wurde. Neben Réka Szabo wird auch Emese Cuhorka an der Ersatzveranstaltung mitwirken.

Der gemeinsam mit dem Österreichischen Parlament und dem Wiener Wiesenthal Institut ausgerichtete Abend dient dem Gedenken an die „Reichspogromnacht“ am 9. November 1938. Es beteiligen sich außerdem Hannah Lessing vom Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus sowie der Schriftsteller György Dalos.

Éva Fahidi hat am Mittwoch bei einer Probe in Budapest einen Schwächeanfall erlitten und darf das Krankenhaus noch nicht verlassen. Ob Éva Fahidi an der für Sonntag in der Roten Bar angesetzten Matinee Tanzen nach Auschwitz (mit Götz Aly, Nicole Heistinger, Wilhelm Droste u.a.) in der Roten Bar teilnehmen kann, steht noch nicht fest.

Für die Vorstellung von Strandflieder erworbene Eintrittskarten behalten für die heutige Veranstaltung ihre Gültigkeit und können darüber hinaus bei einem späteren Gastspieltermin unentgeltlich gegen neue Karten eingetauscht werden.

Informationen zu Strandflieder oder Die Euphorie des Seins

Österreich-Premiere
Strandflieder oder Die Euphorie des Seins
Gastspiel The Symptoms / Budapest
Regie und Choreografie Réka Szabó
Mit Éva Fahidi und Emese Cuhorka

Eine Überlebende tanzt mit einer jungen Frau die Shoah. Mit der sechzig Jahre jüngeren Tänzerin Emese Cuhorka begibt sich Éva Fahidi in einen Dialog, in dem sie Fragen beantwortet und stellt, von sich erzählt, aber eben auch tanzt.

Mal lässt sie sich herumwirbeln, mal durchstreift sie selbst den Raum, mit der Freiheit und Euphorie eines Mädchens, das in ihrer Kindheitsstadt Debrecen den Duft des lila Strandflieders schmeckt, der in der ostungarischen Landschaft überall wuchert. Das war bevor Éva Fahidi nach Auschwitz deportiert wurde, wo sie als einziges Familienmitglied überlebte.
Seit bald zwei Jahren wird das Stück ausverkauft in Budapest und auf Gastspielen gezeigt, nun ist es zum ersten Mal in Österreich zu sehen – am Tag des Erinnerns an die „Reichspogromnacht“.

 

Tanzen nach Auschwitz

Bei einer Matinee am darauffolgenden Sonntag bittet das Wiener Wiesenthal Institut (VWI) eine hochkarätige Runde zum Gespräch über Tanzen nach Auschwitz: Mit Éva Fahidi und Réka Szabó sprechen der Historiker Götz Aly, die Salzburger Tanzwissenschaftlerin Nicole Haitzinger sowie Éva Kovács (VWI), Moderation Wilhelm Droste.